Sieben Neue: Arminias Fußballfrauen starten mit der Vorbereitung Arminia: Konkurrenzkampf ist eröffnet

Bielefeld  (WB). Markus Wuckel, im 14. Jahr Trainer des Frauen-Zweitligisten DSC Arminia, hält am bewährten Schema fest. Das könnte eine extreme Erfahrung für die neuen Spielerinnen beinhalten. »Wir werden trainieren wie Männer. Zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal am 27. August wird eine Mannschaft mit enormer Fitness auf dem Feld stehen«, kündigt der A-Lizenzinhaber schweißtreibende Wochen an.

Von Jörg Manthey
Neue Gesichter beim Trainingsauftakt des Frauenfußball-Zweitligisten DSC Arminia, von links: Neele Schubert, Nina Lange, Valentina Vogt, Trainer Markus Wuckel, Oliwia Wos, Sandra Hausberger, Julia Holke und Anna Müller.
Neue Gesichter beim Trainingsauftakt des Frauenfußball-Zweitligisten DSC Arminia, von links: Neele Schubert, Nina Lange, Valentina Vogt, Trainer Markus Wuckel, Oliwia Wos, Sandra Hausberger, Julia Holke und Anna Müller. Foto: Jörg Manthey

Am Montagabend hat für den 21-köpfigen Kader die Vorbereitung begonnen, die in zwei Drei-Wochen-Blöcken mit einer Woche Pause dazwischen insgesamt 17 Einheiten, neun Vorbereitungsspiele, ein Turnier sowie das bewährte Trainingslager in Bad Fredeburg (11. bis 13. August) vorsieht.

Auch die lieb gewonnene Mentalität, Rückstände mit Powerfußball noch in Siege zu drehen, soll den Neuen in dieser Zeit vermittelt werden. Schließlich wird diese Spielzeit spannend. Dafür bürgt die Einführung der neuen eingleisigen 2. Bundesliga. Alle Teams eint ein Ziel: Mindestens Platz sechs in der Endabrechnung soll her! Nur so ist die Versetzung sicher gewährleistet.

Kampf um Startplatz in eingleisiger 2. Liga

Für den DSC ist dies eine absolut realistische Vorgabe. In der vorigen Saison landete der Neuling auf Anhieb auf dem fünften Platz. Eine Wiederholung würde also reichen, um das Ticket für die Eingleisigkeit zu erreichen. Zumal Markus Wuckel sicher ist, für den Sturm auf dieses Ziel einen stärkeren Kader beisammen zu haben als 2016/17. Das findet auch der Sportliche Leiter Werner Jöstingmeyer. »Wir haben uns nicht verschlechtert, eher einen Tacken zugelegt.«

Vor allem die Bielefelder Hintermannschaft um die neue Abwehrchefin Sandra Hausberger (23) wird ein ganz anderes Gesicht bekommen. Die Österreicherin, die Wuckel »in der Innenverteidigung oder hinten rechts« sieht, sucht am Teuto nach vier Jahren beim Bundesliga-Aufsteiger SV Werder Bremen eine neue Herausforderung. »Sie ist vom Typ her eine, die sich richtig reinknallt. Eine, die Verantwortung übernimmt, lenkt und spricht«, findet der DSC-Trainer wohlwollende Worte, ohne zu viel Vorschusslorbeeren verteilen zu wollen.

Trio kommt aus Herford

Oliwia Wos, polnische U19-Nationalspielerin, könnte in der Innenverteidigung den halblinken Part einnehmen und Nina Lange, deutsche U19-Auswahlspielerin, links oder rechts als Außenverteidigerin. Valentina Vogt, die Dritte im Bunde aus Herford, ist für die »Sechs« vorgesehen. Wuckel: »Wir haben eine größere Leistungsdichte als vorher und damit einen größeren Konkurrenzkampf. Einige, die zuletzt einen Stammplatz hatten, müssen sich den neu erarbeiten. Für manche wird es eng werden.«

Da auch England-Rückkehrerin Malin Wilckens quasi wie ein achter Neuzugang anzusehen ist, sieht Markus Wuckel »viele Möglichkeiten und Alternativen, interne Umstellungen vorzunehmen.«

Neu ist der Gang nach Kaiserau am 23. August. Dort werden nicht nur Schnelligkeits- und Krafttests vorgenommen; auch ein Testspiel gegen die U18-Mädchen-Westfalenauswahl steht an. Für den Bielefelder Coach eine willkommene Möglichkeit, adäquaten Nachwuchs für kommende DSC-Generationen zu sichten. Kurzfristig abgesprungen ist Symela Ciesielska. Die Polin bestreitet ein Probetraining beim MSV Duisburg. Für ihren Part auf der Außenposition hat Wuckel eine Nachfolgerin aus dem Ausland an der Angel.

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