Arminias U19 und U17 verbleiben in der Bundesliga: Wer folgt auf Keanu Staude? Talente auf dem Vormarsch

Bielefeld (WB). Auch die U19 und U17 des DSC Arminia haben den Klassenerhalt geschafft und damit das Saisonziel erreicht. »Wir sind sehr zufrieden. Für unser Nachwuchsleistungszentrum ist es enorm wichtig, mit diesen beiden Mannschaften weiterhin in der Bundesliga zu spielen«, zieht Arminias NLZ-Leiter Finn Holsing ein positives Saisonfazit.

Von Arndt Wienböker
Ziel erreicht: Niklas Sewing gelang mit Arminias U19 relativ sicher der Klassenerhalt in der A-Junioren-Bundesliga. In der kommenden Saison rückt Sewing wie viele andere auch in die Bielefelder U23 (Oberliga) auf. Ziel ist der Sprung in den Profikader.
Ziel erreicht: Niklas Sewing gelang mit Arminias U19 relativ sicher der Klassenerhalt in der A-Junioren-Bundesliga. In der kommenden Saison rückt Sewing wie viele andere auch in die Bielefelder U23 (Oberliga) auf. Ziel ist der Sprung in den Profikader. Foto: Thomas F. Starke

A-Junioren-Bundesliga

Arminias U19 schloss die Saison als Tabellensiebter mit 29 Punkten ab. »Das ist eine tolle Platzierung für einen Aufsteiger. Wir haben die Klasse relativ sicher gehalten, auch wenn man sich punktemäßig nicht täuschen lassen darf«, fasst DSC-Trainer Uwe Grauer zusammen. Die Verpflichtung des Fußballlehrers Grauer erwies sich für Arminia als Glücksgriff. Mitte November – nach dem elften Spieltag – übernahm der 47-Jährige das Team auf Abstiegsplatz zwölf und führte es danach stetig nach oben. »Wir haben uns als kampfstarke Einheit präsentiert und waren für jeden Gegner unangenehm zu spielen«, lobt Grauer die Einstellung seiner Jungs.

Dass am Ende die Klasse gehalten werden konnte, danach hatte es am Anfang der Spielzeit nicht ausgesehen. Der Westfalenmeister startete mit fünf Niederlagen – erst am achten Spieltag gelang der erste »Dreier« (2:0 bei Viktoria Köln). Als dann Aufstiegstrainer Carsten Rump ins Profilager wechselte, begab sich der Verein auf die Suche nach einem Nachfolger und wurde in Uwe Grauer (zuvor Co-Trainer beim Regionalligisten 1. FC Köln II) fündig. »Ich habe mich hier schnell wohl gefühlt«, erklärt der erfahrene Coach, der vor allem die gute Zusammenarbeit im Bielefelder NLZ lobt: »Die Anbindung ist sehr eng. Es herrscht ein reger Austausch zwischen den Verantwortlichen Finn Holsing und Armin Perrey und den Trainern der Nachwuchsteams.« Andererseits gebe es auch noch einiges zu verbessern; wie zum Beispiel die Trainingsbedingungen. Grauer: »Um dauerhaft Erfolg zu haben, muss das Umfeld weiter wachsen.«

Zufrieden mit dem Ist-Zustand

Mit dem Ist-Zustand zeigt sich der Fußballlehrer aber absolut zufrieden: »Ziel eines Vereins wie Arminia muss es immer sein, eigene Talente in die Profimannschaft zu bringen. Und die Jungs müssen wissen, dass es in einem Verein wie diesem vielleicht einfacher ist, den Sprung zu schaffen, als anderswo.«

Als gutes Beispiel dient Keanu Staude, der es in dieser Saison auf 23 Einsätze (2 Tore) in der 2. Liga gebracht hat. Uwe Grauer traut neben Henri Weigelt und Torwart Baboucarr Gaye, die beide bereits einen Profivertrag unterschrieben haben, auch andere DSC-Talenten wie zum Beispiel U17-Stürmer Roberto Massimo den Sprung in den Profibereich zu.

In der kommenden Saison möchte Grauer, der seinen Vertrag beim DSC um zwei Jahre verlängert hat, den nächsten Schritt mit der Mannschaft gehen. »Spielerisch und in der Offensive können wir sicherlich noch zulegen und ich denke, dass wir eine gute Mannschaft am Start haben werden.« Die Jungjahrgänge der abgelaufenen Spielzeit bleiben alle, aus der U17 rücken viele Talente nach. »Außerdem soll noch ein externer Topstürmer zu uns kommen«, erklärt Grauer, der am 30. Juni zum Trainingsauftakt für die kommende Saison in der A-Junioren-Bundesliga bitten wird.

B-Junioren-Bundesliga

Arminias U17 musste bis zum letzten Spieltag um den Verbleib in der höchsten deutschen Nachwuchsliga bangen. Trotz des 1:3 gegen Bayer Leverkusen reichte es am Ende zur Versetzung: Platz zehn und 30 Punkte. »Damit stehen wir da, wo wir hingehören«, meint Trainer Oliver Krause. Dass er und sein Team noch einmal zittern mussten, lag an acht sieglosen Spielen (vier Punkte) im Saisonfinale. »Der Klassenerhalt ist trotzdem absolut verdient. Positiv ist auch, dass sich fast alle Spieler weiterentwickelt haben«, betont Krause.

In der kommenden Saison wartet auf den 33-Jährigen wieder eine Menge Arbeit. Ein Großteil der aktuellen Mannschaft rückt in die U19 auf – darunter Topstürmer Roberto Massimo, mit 16 Treffern Torschützenkönig der abgelaufenen Saison. Spieler wie Lukas Ayyildiz oder Sahan Sahin bleiben dem Team erhalten, während Samuel Örs zum BVB wechselt. Aus der eigenen U16 rücken zehn Spieler auf, außerdem stehen bereits fünf externe Neuzugänge fest: Vom VfL Theesen kommen Erkan Aydin, Bjarne Pudel und Tolga Dogan. Auch Ali Cirak (VfL Bochum) und Mervin Kalac (Preußen Münster) wechseln nach Bielefeld. »Wir müssen zusehen, dass wir die Mannschaft wieder möglichst schnell auf Bundesliga-Niveau bekommen«, sagt Krause. Trainingsbeginn für den neuen Jahrgang ist am 26. Juni.

Für Oliver Krause selbst beginnt bereits am 12. Juni eine stressige Zeit. Dann startet die zehnmonatige Ausbildung zum Fußballlehrer. Der 33-Jährige ist froh, im dritten Anlauf endlich zum Lehrgang zugelassen worden zu sein. Den ersten Teil der Ausbildung absolviert Oliver Krause, der seinen Vertrag bei Arminia wie U19-Trainer Uwe Grauer um zwei Jahre verlängert hat, bei der U21-EM in Polen. Danach muss er immer von Montag bis Mittwoch in Hennef die Schulbank drücken. Während dieser Zeit übernimmt Co-Trainer Marcel Drobe das Kommando bei Arminias U17.

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