Vor dem Kreispokalfinale gegen Theesen: Quelles Trainer im Interview Heinemann: »Wir haben nichts zu verlieren«

Bielefeld (WB). Macht’s der TuS Quelle noch einmal? Heute, Donnerstag, trifft der C-Ligist als Sensationsfinalist im Endspiel des Fußball-Kreispokals auf den VfL Theesen aus der Landesliga. Anpfiff auf dem Sportplatz Meyerfeld in Werther ist um 17 Uhr. Vor dem »Spiel des Jahres« hat Henrik Wittenborn mit TuS-Trainer Björn Heinemann über die Pokalsaison seines Teams gesprochen.

C-Ligist gegen Landesligist: Quelles Trainer Björn Heinemann setzt gegen Theesen auf die Geschlossenheit seines Teams.
C-Ligist gegen Landesligist: Quelles Trainer Björn Heinemann setzt gegen Theesen auf die Geschlossenheit seines Teams. Foto: Wittenborn

Herr Heinemann, viele C-Ligisten dürften sich diese Frage stellen. Jetzt ist es Zeit, das Geheimnis zu lüften: Wie schafft es ein Team aus der zweituntersten Spielklasse ins Pokalfinale?

Björn Heinemann (lacht): Wenn ich das verrate, dann haben wir im nächsten Jahr wahrscheinlich ein Endspiel zwischen zwei C-Ligisten. Spaß beiseite: Da gehören viele Faktoren dazu. Mit Sicherheit auch eine gewisse Portion Losglück. Wir sind den ganz Großen bis zum Ende aus dem Weg gegangen. Meine Truppe ist dazu in den Spielen teilweise über sich hinausgewachsen und hat mitunter mehr abgerufen, wozu sie eigentlich im Stande ist.

Was war das Besondere, dass so eine Pokalsaison zustande kommen konnte?

Heinemann: Man kann fast schon von zwei Welten sprechen. Im Liga-Alltag haben wir es bis auf wenige Ausnahmen mit Mannschaften zu tun, die sich gegen uns aufs Verteidigen konzentrieren und wir das Spiel selbst gestalten müssen. Wir müssen da teilweise gegen eine Elf-Mann-Mauer anrennen. Damit haben wir uns immer etwas schwerer getan. Gegen Mannschaften, die selbst Fußball spielen wollen, fällt uns das Ganze vielleicht ein bisschen leichter. Dazu ist die Einstellung in diesen »Alles-oder-Nichts-Spielen« noch einmal eine ganz andere.

Wie geht man als größtmöglicher Außenseiter ein solches Endspiel an? Auf dem Weg ins Finale haben Sie immerhin den Bezirksligisten FC Türk Sport ausgeschaltet.

Heinemann: Im Vergleich zur Liga müssen wir das Spiel eben nicht machen. Für uns ist es eine schwierige Konstellation, weil wir am Sonntag nach dem Finale noch ein wichtiges Liga-Spiel um den direkten Aufstieg gegen Espanol Versmold haben. Drauf liegt ganz klar der Fokus, und das erschwert das Pokalspiel noch zusätzlich. Wir müssen noch einmal das Bestmögliche versuchen, um über uns hinauszuwachsen. Wir müssen sicher stehen, und dann gucken wir mal, ob der große Favorit nicht vielleicht auch mal einen Fehler macht oder nervös wird.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 25. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Bielefeld.

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