Handball-Oberliga: 29:31-Niederlage gegen Mennighüffen Dezimierte TSG kämpft vergebens

Bielefeld (WB). Dritte Niederlage in Folge für den personell arg gebeutelten Handball-Oberligisten TSG A-H Bielefeld: Am Abend verlor die TSG das OWL-Derby gegen den VfL Mennighüffen mit 29:31 (14:14), wodurch die Gäste einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib machten.

Von Arndt Wienböker
Pascal Schumann wusste im linken Rückraum durchaus zu gefallen. Doch auch seine sechs Tore reichten der TSG im Heimspiel gegen Mennighüffen nicht – 29:31!
Pascal Schumann wusste im linken Rückraum durchaus zu gefallen. Doch auch seine sechs Tore reichten der TSG im Heimspiel gegen Mennighüffen nicht – 29:31! Foto: Bernhard Pierel

Zu den Langzeitverletzten Phil Holland, Lukas Schulz, Carl-Moritz Wagner und Moritz Schneider gesellte sich kurzfristig auch noch TSG-Linksaußen Leon Prüßner, der sich im Abschlusstraining eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zuzog und die prominent besetzte Ausfallliste damit noch erweiterte. Darum wollte TSG-Trainer Michael Boy seiner dezimierten Mannschaft auch keinen Vorwurf machen. »Alle, die auf der Platte standen, haben alles gegeben. Der große Kampf ist aber leider nicht belohnt worden. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden. Mennighüffen hatte auch ein kleines Plus auf der Torhüterposition.«

In der Tat bekamen Pascal Welge und Felix Hendrich über 60 Minuten kaum eine Hand an den Ball. Dafür spielten sich einige andere in den Vordergrund. Wie zum Beispiel Pascal Schumann auf Halblinks oder Linkshänder Luca Sewing, der vor allem am Anfang aus dem rechten Rückraum zuverlässig traf. Mit seinem vierten Tor erzielte Sewing auch die 6:5-Führung (11.). »Luca hat seine Chance genutzt«, lobte Boy. Als Til Kirsch, Tim Schuwerack und der ebenfalls auffällige Dominik Schmidt aus einem 6:6 ein 9:6 gemacht hatten (14.), ordnete VfL-Trainer Pierre Limberg eine Manndeckung gegen die TSG-Rückraumspieler Sewing und Schumann an. Der Vorsprung schmolz, beim 14:14 wurden die Seiten gewechselt.

Bis zum 22:21 (43.) blieb die TSG in Führung. Danach legte meistens Mennighüffen ein Tor vor, die TSG glich aus. Nun spielte sich bei den Gästen auch Rückraum-Shooter Arne Kröger, der bekanntlich ein Angebot der TSG vorliegen hat, in den Blickpunkt. Kröger brachte es am Ende auf sechs Tore. Beim 27:29 (57.) betrug der Rückstand erstmals in der zweiten Halbzeit zwei Tore. Die TSG konnte dem zerfahrenen Spiel, das von Einzelaktionen lebte, nun keine Wende mehr geben. Nils Strathmeier verkürzte in der Schlussminute auf 29:30. Die folgende TSG-Manndeckung blieb aber ohne Erfolg, Bröhenhorst sorgte mit dem Treffer zum 29:31 für die Entscheidung. Boy: »Es wären ein oder zwei Punkte drin gewesen, aber ich kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen.«

TSG: Welge/Hendrich – Geukes, Schumann (6), Schmidt (7/1), Schuwerack (1), N. Prüßner (3), Fröbel (1), Kreismann, Strathmeier (3), Kirsch (2), Wortmann, Sewing (6).

VfL-Tore: Büschenfeld (6/3), Kröger (6), J. Köster (5), Bröhenhorst (5), Halstenberg (4), M. Köster (3), Peitzmeier (2).

Sprdlik löst Vertrag in Lemgo auf

Christian Sprdlik, der künftige Geschäftsführer der TSG (ab 1. Juli), hat seinen bis zum 30. Juni datierten Vertrag als Geschäftsführer beim Bundesligisten TBV Lemgo aufgelöst. Am Donnerstag einigten sich beide Seiten auf einen Auflösungsvertrag, am Freitag verabschiedete sich Sprdlik (38) von den Mitarbeitern des TBV.

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