Handball-Oberliga: TSG A-H Bielefeld erwartet heute VfL Mennighüffen Arne Kröger spielt im »Dom« vor

Bielefeld  (WB/jm). Das Häuflein der angezählten TSG A-H Bielefeld ist arg überschaubar, und »Entwicklungshilfe« von Alt-Internationalen wird es wohl nicht geben. Im vorletzten Saisonheimspiel der Handball-Oberliga gegen den VfL Mennighüffen (heute Abend, 20 Uhr) wird Trainer Michael Boy also mit der identischen Rumpftruppe wie in der Vorwoche beim 22:34 in Hamm improvisieren müssen.

Das Hoffen auf einen Heimsieg: Mit 109/20 Treffern ist Linksaußen Leon Prüßner zurzeit zweitbester Werfer der TSG.
Das Hoffen auf einen Heimsieg: Mit 109/20 Treffern ist Linksaußen Leon Prüßner zurzeit zweitbester Werfer der TSG. Foto: Starke

Ohne Fünf! »Es ist an der Zeit, dass der ein oder andere sich zeigt und mal über sich hinauswächst«, sagt der Coach und erwartet ein heftig umkämpftes Treffen. Boy stellt seine Abteilung Attacke auf eine zupackende 6:0-Abwehr ein. »Mennighüffen braucht noch zwei Punkte. Die hatten Spenge beim 27:31 am Rand einer Niederlage. Erst zum Ende hin erlahmten etwas die Kräfte.« Die Herausforderung für die Deckung: »Es wird viele Zweikämpfe geben. Mennighüffen sucht immer wieder die Nahwurfzone. Das wird harter Handball. Wir müssen den Kampf annehmen. Das ist das A und O.«

Wiedersehen mit Pierre Limberg

Einen wird die Kulisse besonders neugierig beäugen: Mit dem Halblinken Arne Kröger (160 Treffer), der in den zurückliegenden zwei Partien jeweils zehnmal eingenetzt hat, stellt sich der Führende der Liga-Torschützenliste vor. Aus dem linken Rückraum droht denn auch die meiste Gefahr. Die TSG hat bekanntlich ihre Fühler nach dem Lehramtsstudenten (Grundschule Sonderpädagogik, Mathematik, Deutsch, Sport), Spitzname »Schlucke«, ausgestreckt. »Aber so lange keine Unterschrift unter dem Vertrag ist, werden wir uns dazu nicht äußern«, erklärt Geschäftsführer Heinrich Rödding. Eine Aussage, die mithin genauso für Johannes Krause (MTV Braunschweig/3. Liga) oder den bundesligaerfahrenen Gustav Rydergård (HL Lemgo II) gilt. Michael Boy wäre froh, sollte sich Kröger demnächst für die TSG entscheiden. Und ergänzt zuversichtlich: »Die Gespräche laufen wohl ganz vielversprechend.« Mennighüffens Trainer ist ebenfalls ein guter Bekannter in Heepen. Pierre Limberg, der am 6. April seinen 42. Geburtstag feiert, fungierte hier (zuletzt 2012) als Spieler und Trainer.

Arne Kämper (zum TuS 97) und Torhüter Dennis Specht (zum HCE Bad Oeynhausen) kehren Mennighüffen den Rücken. Als Neuzugänge hat der VfL Rückraummann Lukas Mailänder vom Landesligisten SG Bünde-Dünne, Kreisläufer Malte Ames (TuS Lahde/Quetzen) und Torwart Calvin Born von der HSG Spradow verpflichtet. Dass mehr als zwei Mannschaften aus der Oberliga absteigen, ist eher unwahrscheinlich. Somit sollte Mennighüffen – der Drittletzte wurde unlängst zur Mannschaft des Jahres im Kreis Herford gekürt – das Ligapatent sicher haben. Einzig der OSC Dortmund kann dem VfL noch gefährlich werden.

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