2. Frauen-Bundesliga: 2:0-Heimsieg gegen Bramfeld – Annabel Jäger sieht »Rot« Nächster Arbeitssieg für Arminias Frauen

Bielefeld (WB). Die Frauen von Arminia Bielefeld entwickeln sich in der 2. Fußball-Bundesliga allmählich zu echten Defensivspezialistinnen. Wie schon beim 1:0 in Potsdam vor einer Woche blieb der DSC beim 2:0 (1:0) gegen den Bramfelder SV wieder ohne Gegentor. Die Bielefelderinnen mussten für ihren Pflichtsieg allerdings hart arbeiten: Nach einer Roten Karte gegen Annabel Jäger spielte Arminia lange in Unterzahl.

Von Henrik Wittenborn
Umkämpft: Symela Ciesielska (links) und Arminia Bielefeld haben ihren vierten Tabellenplatz mit dem 2:0 gegen Bramfeld verteidigt. Dabei spielte der DSC mehr als eine Stunde lang in Unterzahl, nachdem Annabel Jäger »Rot« gesehen hatte.
Umkämpft: Symela Ciesielska (links) und Arminia Bielefeld haben ihren vierten Tabellenplatz mit dem 2:0 gegen Bramfeld verteidigt. Dabei spielte der DSC mehr als eine Stunde lang in Unterzahl, nachdem Annabel Jäger »Rot« gesehen hatte. Foto: Thomas F. Starke

Bielefelds Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer sprach nach Abpfiff von einem »Arbeitssieg«. Und tatsächlich: Wohl genau für Spiele wie dieses wurde dieser oft und gern verwendete Begriff geschaffen. Denn von Beginn an zeichnete sich ab, dass der noch punktlose Aufsteiger zumindest defensiv schwierig zu knacken sein könnte.

Etwas gefährlicher wurde erst Annabel Jägers Versuch aus 18 Metern, der allerdings knapp rechts vorbeistrich. Doch Jäger stand auch wenig später im Mittelpunkt. Denn plötzlich zeigte die schwache Schiedsrichterin Silke Adelsberger der Mittelfeldspielerin nach einem Zweikampf im Mittelkreis »Rot«. Adelsberger hatte einen Ellenbogenschlag in die Rippengegend gesehen – eine fragwürdige Entscheidung.

Unterzahl belebt Arminias Offensive

Doch so kurios es wirken mag: Dem Bielefelder Spiel tat die Unterzahl gar nicht mal so schlecht. »Wir haben es danach sogar besser gemacht«, gestand Markus Wuckel. Denn auf einmal wurden Arminias Angriffe zielstrebiger. Ciesielska scheiterte aus kurzer Distanz an Fernandes Neves, Birkers Freistoß kam ebenfalls zu zentral aufs Tor. Nicht ganz zufällig musste also ein Standard für das Führungstor herhalten: Laura Liedmeier, die nach Jägers Platzverweis auf die Doppelsechs vorgezogen wurde, brachte den Ball nach einer Ecke zurück in den Strafraum. Da stand Sarah Grünheid, wo eine Stürmerin stehen muss und nickte unbedrängt zum 1:0 ein (39.).

Plötzlich war Sara Schäfer Hansen Tanja Thormählen entwischt und ging auf das Bielefelder Tor zu. Ihr Abschluss aus spitzem Winkel flog allerdings rechts am Tor vorbei. Und keine Minute später tauchte ebenso überraschend Paula Ziselsberger vor Brandt auf, wurde aber im letzten Moment von Thormählen entscheidend gestört. »Wir hatten in dieser Phase keinen Zugriff im Mittelfeld«, analysierte Wuckel.

Das änderte sich jedoch in der Folge wieder schlagartig. Die Bielefelderinnen kontrollierten das Spiel bis in die Schlussphase nach Belieben. Doch das »erlösende« 2:0 sollte erst spät fallen: Fernandes Neves eilte in der 90. Minute zu weit aus ihrem Tor, die eingewechselte Karolina Bochra war eher am Ball, legte ihn sich zurecht und musste nur noch zum 2:0 ins leere Tor einschieben.

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