Bronze bei offener Weltmeisterschaft in Florida Cat-ix kehren mit Pokal aus Orlando zurück

Bielefeld   (WB). Luftlinie zum »Magic Kingdom«: 7.541,59 Kilometer. Freitag hin, Montag zurück. Der Start bei den Offenen Weltmeisterschaften im Cheerleading in Orlando war mit einer ordentlichen Prise Stress verbunden. Ihr Schlafmangel hinderte die Cat-ix-Formation der Wildcats nicht daran, das magische Abenteuer im Walt Disney World Resort mit einem dicken »Pott« für Kategorieplatz drei zu krönen.

Von Jörg Manthey
Hoch hinaus in Orlando: Die Cat-ix-Formation mit Sarah Möller, Marleen Lohnmann, Ilka Mayr, Marcus Wippermann, Nina Henrichs und »Fliegerin« Anna Kästel gewann Bronze.
Hoch hinaus in Orlando: Die Cat-ix-Formation mit Sarah Möller, Marleen Lohnmann, Ilka Mayr, Marcus Wippermann, Nina Henrichs und »Fliegerin« Anna Kästel gewann Bronze. Foto: Cat-ix

Sarah Möller, Marleen Lohnmann, Ilka Mayr, Marcus Wippermann, Nina Henrichs und Fliegerin Anna Kästel blicken »unglaublich stolz« auf einen intensiven Trip zurück, der der Bielefelder Delegation immer noch ein bisschen außerirdisch vorkommt. Ein dickes Dankeschön der Sportler geht an Trainerin Yvonne Rafinski für ihre »Kraft und Leidenschaft«.

»Es war wie ein großer Traum«

Die Cat-ix und ihr stattlicher amerikanischer »Pott«. Foto: Cat-ix

»Es war wie ein großer Traum. Wir sind unglaublich stolz und glücklich«, fasst Sarah Möller die vier Tage rund um die UCA International All Star Championship zusammen. Der Wettkampf, der parallel in fünf Hallen ausgetragen wurde, sei »extrem gut organisiert« gewesen, schwärmt Anna Kästel.

Der erste Auftritt am Samstag vor großer Kulisse sah nach kräftezehrender 27-stündiger Anreise und bloß drei Stunden Schlaf eine ziemlich nervöse Cat-ix-Truppe auf der Auftrittsfläche. »Uns ging die Muffe.« Das Programm konnte trotz neuer hochwertiger Elemente, etwa Schraubensalto, fast fehlerfrei präsentiert werden. Kurz vor Ende der Routine passierte ein Sturz bei einer Abfolge, die ansonsten eigentlich immer sicher lief; ärgerlich. Nach der Vorrunde waren Cat-ix Dritte in der Kategorie Senior Coed Groupstunt.

Am zweiten Tag lief die Präsentation mit Ausnahme eines etwas größeren Wacklers zum Ende hin sicher. Der große Pokal für Platz drei hinter einer brasilianischen und einer weiteren deutschen Crew war glänzender Lohn und Handgepäck der besonderen Art. »Einfach fantastisch, dass wir in dieser Liga so mitspielen konnten«, findet Marcus Wippermann, der starke Mann in dem Gefüge.

Treffen mit der absoluten Weltspitze

In der Freizeit bestaunte die Bielefelder Delegation die US-Star-Teams wie Top Gun oder Cheer Extreme, sonst nur aus dem Internet bekannt. »Das war richtig cool. Wir haben auf derselben Matte neben denen trainiert«, so Ilka Mayr. Auch persönliche Treffen mit den Idolen der absoluten Weltspitze waren möglich; überwältigende Eindrücke, manches Tränchen kullerte. Abends ging es noch zu einer Aftershow-Cheerleading-Party in den Disney Studios, ehe Cat-ix todmüde für eine kurze Spanne ins Bett fielen.

Sarah Möller zeigte sich überwältigt von der Atmosphäre. »Die Fans sind komplett ausgerastet.« Und Marcus Wippermann, erstmals in den Staaten: »Es hat einen gebissen.« Die beseelten Bielefelder Cheerleader peilen mit neuem Spirit den 2018-Coup an. Der Plan für Orlando 2.0: »Wir wollen im nächsten Jahr wieder hin und es dann besser machen; ein, zwei Plätze nach oben«, meint Möller verschmitzt. Solch Courage ist ganz im Geiste Walt Disneys. Der Micky-Maus-Erfinder hatte mal philosophiert: »Alle Träume können wahr werden – wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen!«

Die Cat-ix mussten wegen Orlando auf die Landesmeisterschaft verzichten. Dafür erhalten sie ein Startrecht für die Landestitelkämpfe Nord am 1. April in Wilhelmshaven. Dort können außer Konkurrenz die nötigen Punkte geholt werden, um ein Ticket zu den Deutschen Meisterschaft in Dresden (13. Mai) zu lösen.

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