TuS 97 schlägt Schlusslicht Gütersloh 27:23 – Möllbergen patzt TuS 97: Mühsam, aber wertvoll

Bielefeld (WB/wie). Es war ein mühsamer Pflichtsieg des Spitzenreiters, der auf dem Weg zur Meisterschaft aber enorm wichtig gewesen sein könnte. Das glanzlose 27:23 (14:11) des Handball-Verbandsligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gegen Schlusslicht HSG Gütersloh gewann dadurch enorm an Wert, weil Verfolger TuS Möllbergen überraschend mit 24:28 bei der HSG Porta patzte.

Arne Hofemeier mühte sich mit dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zu einem 27:23-Heimsieg gegen HSG Gütersloh.
Arne Hofemeier mühte sich mit dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zu einem 27:23-Heimsieg gegen HSG Gütersloh. Foto: Bernhard Pierel

Vor dem Gipfeltreffen am kommenden Sonntag in Möllbergen weisen die Jürmker damit wieder einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf.

Wie schon im Hinspiel (19:18) tat sich Jöllenbeck auch diesmal schwer mit Gütersloh, das in Kaspar Neuhaus (sechs Tore) einen drittligaerfahrenen Rückraumspieler (zuletzt Longericher SC) aus dem Hut zauberte. »Wir haben uns leider nicht entscheidend absetzen können, aber Einstellung und Wille waren in Ordnung«, fasste TuS 97-Trainer Eric Husemann zusammen.

Auch »Buddha« trifft

Als Leon Ludwigs nach einer fehlerhaften Anfangsphase mit seinem vierten Tor die 7:4-Führung erzielte, schien der Tabellenführer auf dem richtigen Weg. Doch Gütersloh hielt dagegen und glich in der 20. Minute zum 9:9 aus. Zu diesem Zeitpunkt saß HSG-Spieler Mirko Torbrügge bereits auf der Tribüne: Er hatte nach einem Schlag ins Gesicht von Arne Hofemeier »Rot« gesehen (18.). Vier TuS 97-Tore in Folge zum 13:9 sorgten für den erwarteten Spielverlauf – beim 14:11 wurden die Seiten gewechselt.

Als der starke TuS 97-Keeper Christian »Buddha« Trittin, der am kommenden Donnerstag seinen 30. Geburtstag feiert, nach der Pause mit einem Distanzwurf übers ganze Feld auf 15:11 erhöhte, durfte der Spitzenreiter auf mehr Dominanz hoffen. Doch daraus wurde nichts, weil der TuS 97 nicht ins Tempospiel kam und sich das Leben selbst schwer machte. »Ich hatte zwar nie das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte, aber wir hätten es vorzeitig entscheiden müssen«, urteilte Ludwigs.

Beim 15:14 (36.) und 20:19 (48.) wurde es sogar richtig brenzlig, aber den Ausgleich ließen die Jürmker nicht zu. Das war auch ein Verdienst von »Buddha« Trittin, der in den entscheidenden Phasen zur Stelle war und auch zwei Siebenmeter parierte. Nach dem 20:19 zog Jöllenbeck auf 25:19 (53.) davon und sorgte damit für eine Vorentscheidung.

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