Sonntag steigt das 164. Traditionsderby zwischen Arminia und Fichte Neue Trainer wecken Neugier

Bielefeld (WB). Wenn am Sonntag um 16.30 Uhr auf der Bielefelder Rußheide das 164. Traditionsderby zwischen dem DSC Arminia und dem VfB Fichte angepfiffen wird, dürfen sich die Zuschauer auf einen unterhaltsamen Kick freuen. Die Rollen sind dabei erneut klar verteilt.

Von Arndt Wienböker
Im Vorjahr setzte sich Arminia (hier mit Christoph Hemlein) gegen den VfB Fichte vor 2600 Zuschauern mit 8:0 durch.
Im Vorjahr setzte sich Arminia (hier mit Christoph Hemlein) gegen den VfB Fichte vor 2600 Zuschauern mit 8:0 durch. Foto: Thomas F. Starke

Es ist das erste Mal, dass sich die Arminen im Rahmen der Saisonvorbereitung im Stadtgebiet präsentieren, und es ist der erste Auftritt des neuen DSC-Trainers Rüdiger Rehm in Bielefeld. Auch auf der Bank des VfB gibt es nach dem ärgerlichen Abstieg aus der Westfalen- in die Landesliga einen neuen Coach: Der 27-jährige Julian Hesse feiert am Sonntag seinen Trainer-Einstand bei den »Hüpkern«.

»Wir sind natürlich sehr gespannt darauf, welche Impulse die neuen Trainer ihren Teams vermitteln«, betont Jobst Hölzenbein. Der VfB-Fußballchef hegt noch einen anderen Wunsch: »Wir wollen endlich mal wieder ein Tor gegen Arminia erzielen.« Der letzte Torerfolg des krassen Außenseiters im Traditionsderby liegt bereits einige Zeit zurück. 0:8, 0:7, 0:5, 0:10 und 0:6 lauten die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre.

Julian Hesse kennt das Derby gegen den großen Nachbarn aus eigener Erfahrung. »Ich war zweimal als Spieler dabei. Das ist schon etwas ganz Besonderes, vor dieser Kulisse gegen diesen Gegner zu spielen. Ab einem bestimmten Ergebnis hört der Spaß aber auf.« Hesse zog sich bei seinen Auftritten achtbar aus der Affäre – 0:5 und 1:3.

Vollgas bis zur letzten Sekunde

Dass es die Zweitligaprofis am Sonntag bei einem solchen Ergebnis belassen, ist eher unwahrscheinlich, denn Rüdiger Rehm forderte bereits in den ersten beiden Testspielen gegen den BSC Blasheim (22:0) und SpVgg Oelde (17:0) Vollgas bis zur letzten Sekunde. »Ähnlich wie bei uns will sich natürlich auch bei Arminia jeder Spieler dem neuen Trainer präsentieren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht abgeschossen werden. Ich wünsche mir jedenfalls ein schönes Derby vor vielen Zuschauern«, sagt VfB-Manager Murat Karanfil.

Im Vorjahr pilgerten 2600 Zuschauer an die Rußheide, eine ähnliche Zahl würde die Verantwortlichen am Sonntag zufrieden stellen. Der neue VfB-Trainer wünscht sich, dass sich seine Mannschaft »gut verkauft und das Spiel genießen kann«. Julian Hesse: »Wir werden gegen Arminia läuferisch 90 Minuten voll gefordert. Wir gehen auch realistisch an die Sache heran und wissen, dass wir pro Halbzeit vielleicht nur ein paar Angriffe zu Ende spielen können. Wichtig ist aber, dass wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern im Rahmen unserer Möglichkeiten dagegen halten.«

Der junge Coach, der zuletzt zwei Jahre als Spielertrainer beim Bezirksligisten FC Stukenbrock am Ball war, hat sein – nach dem Abstieg neu formiertes Team – in dieser Woche viermal zusammengetrommelt, um sich auf das Derby vorzubereiten und sich gegenseitig kennenzulernen. Bis zu 28 Spieler tummelten sich dabei auf der Rußheide. »Es geht auch darum, den Kader auszudünnen«, gibt Hesse bekannt. Nach dem Derby haben die VfB-Kicker noch einmal eine Woche frei, ehe am 10. Juli der eigentliche Trainingsauftakt auf dem Plan steht.

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