Fechten: Neuer BTG-Turnierleiter tritt in große Fußstapfen Müller lobt das Miteinander

Bielefeld (WB/wie). »Alles hat gut geklappt. Hier wollen wir bleiben.« Die Bedenken, die Marianne Lafeld (85) im Vorfeld des 56. Leineweber-Fechtturniers hatte, sollten sich in Wohlgefallen auflösen.

Henrik Müller (rechts) ist der designierte Nachfolger der BTG-Fechtlegenden Günter und Marianne Lafeld.
Henrik Müller (rechts) ist der designierte Nachfolger der BTG-Fechtlegenden Günter und Marianne Lafeld. Foto: Arndt Wienböker

Der Umzug aus der Almhalle in die Sporthalle Rosenhöhe 2 nach Brackwede erwies sich als Glücksgriff für Ausrichter Bielefelder TG. »Hier ist alles ein bisschen größer und geräumiger als in der Almhalle«, erklärte Turnierleiter Henrik Müller. Der richtete seinen Dank an die vielen freiwilligen BTG-Helfer sowie das Sportamt der Stadt Bielefeld, das nach einem Wasserschaden in der Sporthalle des Gymnasiums Brackwede schnell reagierte und die Halle an der Rosenhöhe als Ausweichstätte zur Verfügung stellte.

Auch sportlich wurden die Erwartungen an beiden Wettkampftagen erfüllt. Die Podestplätze von Degen-Ass Jana Hug (Silber) und Säbelfechter Leonhard Wohlfahrt (Bronze) waren die Highlights aus Bielefelder Sicht. »Ein schönes Turnier. Es hat Spaß gemacht«, bilanzierte Henrik Müller. Der 46-Jährige trat erstmals als Organisationsleiter des Leineweber-Turniers in Erscheinung. Nicht nur deshalb verzichtete Degen-Spezialist Müller auf eine eigene Teilnahme. »Ich habe meine aktive Karriere beendet«, erklärt der Bielefelder, der nach und nach in die großen Fußstapfen von BTG-Urgestein Günter Lafeld (92) treten soll. »Henrik hat völlig freie Hand. Er macht das sehr gut, aber ein bisschen wollen mein Mann und ich auch noch mitreden«, schmunzelt Marianne Lafeld.

»Was die Lafelds über Jahrzehnte für den Fechtsport geleistet haben, ist aller Ehren wert und verdient allergrößten Respekt. Ich versuche jetzt, auch ein paar neue Ideen reinzubringen«, betont Henrik Müller.

Dessen Augenmerk gilt vor allem dem Fecht-Nachwuchs, zu dem auch sein Sohn Cedrik Fast (14) gehört. Die BTG-Talente sorgen auch immer häufiger für Furore. Allen voran Sinem Katkay: Die 13-jährige DM-Silbermedaillengewinnerin der Jugend B durfte aus Altersgründen noch nicht am Leineweber-Turnier teilnehmen, fungierte am Wochenende stattdessen als Punktrichterin. »Der Zusammenhalt innerhalb der Abteilung ist wirklich gut. Außerdem werden wir vom Hauptverein unterstützt, wo es nur geht«, lobt Henrik Müller das Miteinander in der BTG.

Aktuell zählt die Fechtabteilung 81 Mitglieder. »Wir sind mittlerweile einer der wenigen Vereine, die noch alle drei Waffengattungen anbieten«, erklärt Henrik Müller. Der möchte sein Wissen und seine Erfahrung an den Nachwuchs weitergeben. Darum hat der 46-Jährige gemeinsam mit Ida Altheide sowie Leonhard und Daniel Wohlfahrt den Trainer-C-Schein erworben. »Fechten ist sehr anspruchsvoll, das Training muss auch Spaß machen«, erklärt Müller.

Als hauptamtlichen Trainer hat die BTG seit Jahren Tiberiu Rapolti angestellt. Marianne Lafeld: »Er ist ein echter Glücksfall für uns.«

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