Frauen-Regionalliga: DSC hängt Verfolger ab Meisterschaft rückt näher – 3:2

Bielefeld (WB). »Ich bin so stolz auf euch. Wir sind ganz nah dran«, rief Trainer Markus Wuckel seinen Frauen nach dem hart erarbeiteten 3:2 (1:0)-Heimsieg über den Regionalliga-Zweiten 1. FC Köln II begeistert zu. »Wir sind immer noch ungeschlagen. Das ist einfach sensationell.«

Von Jörg Manthey
Sie fühlte sich in ihrer neuen alten Rolle sichtlich wohl: Romina Burgheim (rechts) spielte als quirlige zweite Sturmspitze eine starke Partie, bereitete die 1:0-Führung vor und erzielte das 2:0 selbst.
Sie fühlte sich in ihrer neuen alten Rolle sichtlich wohl: Romina Burgheim (rechts) spielte als quirlige zweite Sturmspitze eine starke Partie, bereitete die 1:0-Führung vor und erzielte das 2:0 selbst. Foto: Hans-Werner Büscher

Reifeprüfung, Teil 21, mit Bravour bestanden: Der Durchmarsch, die Meisterfeier, das Zweitliga-Patent rückt näher. Fünf Spieltage vor Schluss weist der Spitzenreiter von der Schillerstraße sieben Punkte vor dem 1. FC Köln II und derer acht vor Borussia Bocholt (0:2 bei SGS Essen II) auf.

Die defensive Abräumerin schaute an Krücken zu. Laura Liedmeiers verletzungsbedingtes Fehlen zwang Wuckel zu einer Systemumstellung hin zum 4-4-2. Kreativkraft Maxi Birker wurde auf die »Sechs« bestellt, Romina Burgheim zur zweiten Sturmspitze. Nebenwirkung: Nun fehlte Kreativkraft Birker als offensive Ideengeberin. Mithin tat sich der DSC gegen absolut gleichwertige, präsente und robuste Geißböcke schwer im Spielaufbau. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend – bis sich in der 18. Minute die »giftige« Romina Burgheim den Ball erkämpfte, überlegt Maxi Birker einsetzte, die zu Karolina Bochra weiterleitete und die Polin aus kurzer Distanz zum 1:0 vollstreckte.

»Das gibt Ruhe und Sicherheit«, atmete Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer erleichtert durch. Denkste! In der Folge sah sich die Arminia öfter in der Defensive, als ihr lieb war. Symela Ciesielska kratzte einen Lupfer Sandra Schmitts beherzt von der Linie (21.). Rot rannte an. Mehrfach »brannte« es im DSC-Strafraum. Die 1:0-Pausenführung war eher glücklich, bekannte auch Trainer Wuckel. »Ein spannendes Spiel. Man merkt, dass Köln gut ausgebildet ist.« Seine Order: »Nicht für die Galerie spielen!« Nach dem Wechsel stand der Spitzenreiter deutlich kompakter im Mittelfeld. Vergaben Bochra (57.) und Burgheim (62.) zunächst, so machte es Lehrerin Burgheim vor den Augen etlicher SchülerInnen, die sie eingeladen hatte, besser. Zunächst wurde Kamila Kmiecik gefällt. Die bekam einen Ball ins Gesicht und konnte so nicht zusehen, wie Burgheim die Aktion fortsetzte und von halblinks über Kölns Keeperin Keppner zum 2:0 ins Netz lupfte (65.).

Drei Minuten später die Entscheidung: Bochra wurde elfmeterreif gefoult, Schiedsrichter Yusuf Emil (Bad Oeynhausen) bewies Übersicht und ließ den Vorteil gelten. Die eingewechselte Veweziwa Kotjipati schoss kompromisslos zum 3:0 ein. Kölns Reserve hatte freilich das Format, Wuckels Frauen noch zu ärgern. Mit einem durchgesteckten Ball wurde die Abwehr genarrt, Meike Meßmer lief alleine auf Kira Klemmer zu und passierte sie flach – 3:1 (73.). Arminias Torfrau klärte noch ein Mal gegen Vertragsspielerin Grosch (79.), war aber in der Nachspielzeit beim 3:2 durch Bilgin Defterli, Kapitänin der türkischen Nationalmannschaft, machtlos. »Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt. Aber wir haben die nächste Mannschaft weggehauen«, jubilierte Markus Wuckel im blauen Reigen, der in seinen Gesang einfiel: »Spitzenreiter, Spitzenreiter, Spitzenreiter...«.

DSC Arminia: Klemmer – Schulte, Bender, Ciesielska, Thormählen, Kmiecik, Birker, Preuß (57. Kotjipati), Kiezewski, Burgheim (80. Wilckens), Bochra (85. Wiesner).

Tore: 1:0 Bochra (18.), 2:0 Burgheim (65.), 3:0 Kotjipati (69.), 3:1 Meßmer (73.), 3:2 Defterli (90.+2).

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