3. Tischtennis-Liga: 6:1-Heimsieg gegen Aufsteiger TuS Celle zum Start in die neue Saison SVB wird der Favoritenrolle gerecht

Bielefeld (WB). Die SV Brackwede hat sich zum Start in die neue Saison in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord keine Blöße gegeben. Im Heimspiel gegen Aufsteiger TuS Celle wurde das SVB-Quartett seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit 6:1.

Von Arndt Wienböker
Brackwedes Spitzenspieler Frantsiek Placek steuert drei Punkte zum 6:1-Auftaktsieg gegen den TuS Celle bei.
Brackwedes Spitzenspieler Frantsiek Placek steuert drei Punkte zum 6:1-Auftaktsieg gegen den TuS Celle bei. Foto: Bernhard Pierel

»Das war genau der richtige Gegner, um reinzukommen«, meinte SVB-Abteilungsleiter Thorsten List. Keine zweieinhalb Stunden benötigte Gastgeber Brackwede, um die ersten zwei Saisonzähler auf der Habenseite zu verbuchen. Den Grundstein legten die beiden Doppel. Frantisek Placek und Stefan Höppner setzten sich in vier Sätzen gegen Celles talentiertes Jugend-Duo Nils Hohmeier (17) und Tobias Hippler (16) durch. Yang Lei und SVB-Neuzugang Vadim Yarashenka siegten ebenfalls mit 3:1 gegen Yannick Dohrmann/Alexandru Mircea. »Dafür, dass wir das erste Mal zusammengespielt haben, war es ganz okay. Das wird aber noch besser«, prophezeite Yang Lei nach seinem ersten Einsatz an der Seite des 19-jährigen Weißrussen Yarashenka.

Lädierte Schulter hält

In den Einzeln war auf das erfahrene Brackweder Spitzenduo Placek und Lei erneut Verlass. Gegen die Unbekümmmertheit ihrer jungen Gegner war es aber gar nicht so einfach, wie Lei versicherte. »Ich bin mit meinem Spiel nicht zufrieden, habe zu viele einfache Fehler gemacht«, sagte der Deutsch-Chinese nach seinem Dreisatzerfolg gegen Hohmeier. Der Tscheche Frantisek Placek war nach seinem 3:1 gegen Hippler in erster Linie erleichtert, dass seine lädierte Schulter gehalten hatte. »Ich war schon ein bisschen nervös und bin froh, dass ich das geschafft habe«, meinte Brackwedes Spitzenspieler. Für Placek war es der erste Wettkampf nach dreieinhalbmonatiger Zwangspause. Die Verletzung am Brustmuskel behindert »Ferry« zwar noch immer etwas, aber – dick getapt – biss er sich durch. »Der Sieg ist wichtig für den Kopf und das Selbstvertrauen«, freute sich Placek über sein gelungenes Comeback.

Auch Neuzugang Vadim Yarashenka wusste bei seinem ersten Punktspiel im SVB-Trikot zu überzeugen. Nach verlorenem ersten Satz setzte er sich mit 3:1 gegen Mircea durch und sorgte für die 5:0-Führung seines Teams. Druckvolles Angriffsspiel und Nervenstärke in den entscheidenden Momenten honorierten die etwa 100 Zuschauer in Brackwede mit Szenenapplaus für den Neuen. Placek coachte Yarashenka so gut es ging. Sprachliche Barrieren wurden durch Zeichensprache wettgemacht.

Placek setzt sich durch

Da SVB-Kapitän Stefan Höppner in seinem Einzel gegen Dohrmann mit sich und seinem Spiel haderte und mit 9:11 im fünften Satz den Kürzeren zog, musste Brackwedes Spitzenduo noch einmal an die Tische. Placek setzte sich mit 11:6, 13:11 und 12:10 gegen Hohmeier durch und machte damit den 6:1-Auftaktsieg (20:7 Sätze) perfekt.

»Jetzt haben wir drei Wochen Zeit, um uns auf Köln vorzubereiten«, sagte Thorsten List mit Blick auf das nächste Ligaspiel am 27. September beim 1. FC Köln.

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