Oberliga: Arminias U23 erwartet FC Gütersloh Für Brisanz ist gesorgt

Bielefeld(WB). Der Spitzenreiter empfängt den Tabellenletzten: Diese Konstellation sorgt schon für einige Verwunderung, auch wenn es erst der dritte Oberliga-Spieltag ist. Für Brisanz ist  jedenfalls  gesorgt, wenn Arminias U23 am Sonntag (15 Uhr) den FC Gütersloh zum OWL-Derby an der   Rußheide erwartet.

Von Arndt Wienböker
Almir Kasumovic, zweifacher Torschütze gegen Zweckel, möchte auch gegen Gütersloh jubeln.
Almir Kasumovic, zweifacher Torschütze gegen Zweckel, möchte auch gegen Gütersloh jubeln. Foto: Thomas F. Starke

Arminias Trainer Daniel Scherning lenkt die volle Konzentration  auf das eigene Tun: »Gütersloh hat sich den Start sicherlich anders vorgestellt und wir nehmen auch zur Kenntnis, was beim Gegner passiert, aber davon lassen wir uns nicht ablenken. Wir konzentrieren uns auf uns selbst und gucken nicht auf die Tabelle.«

Starkes Selbstvertrauen

Dass seine Mannschaft dort nach zwei 4:1-Siegen zum Auftakt  über der gesamten Oberliga-Konkurrenz thront, ist natürlich gut fürs Selbstvertrauen:. »Der Start gibt uns Sicherheit und macht  selbstbewusst, aber wir wissen auch, dass wir Woche für Woche hundert Prozent abrufen müssen«, betont Mittelfeld-Stratege Nico Schneck. Ähnliche Töne schlägt Daniel Scherning an: »Wir haben zwei gute Spiele gemacht und die Mannschaft ist gut drauf. Jetzt wollen wir auch mit aller Macht gegen Gütersloh gewinnen. Dann wäre es punktemäßig ein optimaler Start. Und wenn uns jemand die Favoritenrolle zuschieben möchte, kann er das gerne tun.«
Unterschätzen werde seine Mannschaft den Nachbarn aus dem Heidewald  auf keinen Fall. »Vom Potenzial her müsste Gütersloh im vorderen Mittelfeld mitspielen. Die werden jetzt natürlich hoch motiviert zu uns kommen.«

Zumal es viele Spieler mit einer Bielefelder Vergangenheit im Kader von Trainer Heiko Bonan gibt. Thomas Specht und Vidoje Matic wechselten im Sommer vom DSC zum FCG, nachdem sie unter dem damaligen A-Jugend-Trainer Scherning keine Rolle gespielt hatten. In den Ex-Dornbergern Sherif Alassane und Sedekia Haukambe oder Cinar Sansar (zuletzt VfB Fichte) haben drei weitere Spieler vor der Saison den Weg von Bielefeld nach Gütersloh genommen.

Start ging daneben

Doch der Start des FCG ging vollkommen daneben: Der 1:3-Auftaktniederlage  in Neuenkirchen folgte eine 1:4-Heimpleite gegen die TSG Sprockhövel, die Arminias »Blue Boys« eine Woche zuvor mit dem gleichen Ergebnis besiegt hatten. Und es ist schon dicke Luft im Heidewald. Trainer Heiko Bonan ließ  seinem Ärger am vergangenen Sonntag freien Lauf: »Die Mannschaft hat Platz sieben als Saisonziel ausgegeben. Jetzt kann sich jeder seinen Reim darauf machen, ob es dafür reicht. Wir müssen vieles ändern, vieles verbessern und vor allem mehr investieren.« Mit Blick auf das Derby an  der Rußheide sagt  Bonan: »Arminia hat eine brutal starke Mannschaft. Normalerweise holst du da nichts. Aber mit schlotternden Knien  hinzufahren, ist auch der falsche Weg.« Daniel Scherning  nimmt  auch diese Aussagen seines Kollegen zur Kenntnis, ohne weiter darauf einzugehen. Vielmehr möchte der DSC-Coach die Spielfreude seiner eigenen Elf weiter forcieren.

In welcher Besetzung Arminias U23 am Sonntag auflaufen wird, hängt auch davon ab, wen Profitrainer Norbert Meier nach dem Zweitligaderby am Samstag in Paderborn für die Oberliga abstellt. Zuletzt halfen Manuel Hornig, Peer Kluge, Steffen Lang und Marco Hober aus. Mal sehen, was am Sonntag passiert. Die beiden Flüchtlinge Elidan Bilali (Albanien) und Brian Andy Aklie (Ghana), die am Mittwoch zweimal bei Arminias U23 mittrainiert haben, sind vorerst in ihre Unterkünfte in Rheine und Büren zurückgekehrt, sollen kommende Woche aber noch einmal zum Training nach Bielefeld kommen.

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