Oberliga: Arminias U23 besiegt SV Zweckel mit namhafter Profi-Unterstützung 4:1 – Sturm an die Spitze Verstärkte »Blue Boys« laufen heiß

Bielefeld (WB). Zwei Spiele, sechs Punkte, 8:2 Tore, Platz eins: Arminias U23 hat einen nahezu optimalen Start in die Oberliga-Saison hingelegt und durch den  4:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SV Zweckel die Tabellenspitze erobert. »Eine schöne Momentaufnahme – mehr nicht«, sagt Trainer Daniel Scherning.

Von Arndt Wienböker
Arminias U23 dreht auf: Nico Schneck brachte sein Team gegen den SV Zweckel mit 1:0 in Führung. Die spielfreudigen »Blue Boys« ließen drei weitere Treffer folgen und grüßen nach dem 4:1-Heimsieg von der Tabellenspitze der Oberliga Westfalen.
Arminias U23 dreht auf: Nico Schneck brachte sein Team gegen den SV Zweckel mit 1:0 in Führung. Die spielfreudigen »Blue Boys« ließen drei weitere Treffer folgen und grüßen nach dem 4:1-Heimsieg von der Tabellenspitze der Oberliga Westfalen. Foto: Thomas F. Starke

Im ersten Heimspiel der Saison bekamen die »Blue Boys« namhafte Unterstützung aus dem Profikader. In Manuel Hornig, Peer Kluge, Steffen Lang und Marco Hober standen vier Spieler aus dem Zweitligateam in der Bielefelder Startelf. »Für mich ist es wichtig, wieder richtig fit zu werden. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen«, sagte Kluge nach seinem 65-minütigen Auftritt. Innenverteidiger Hornig spielte durch und zeigte sich  nachher ebenfalls zufrieden: »Ich habe selber die Initiative ergriffen und bin dankbar, mal wieder 90 Minuten gespielt zu haben. Die Wettkampf-Praxis ist wichtig für mich.«  Für Rechtsverteidiger Lang war die Partie nach 17 Minuten schon wieder beendet. Er musste mit einer Knöchelverletzung vom Platz. Leidtragender der Abstellungen von oben war unter anderem U23-Kapitän André Kording, der  zunächst auf der Bank Platz nehmen musste.

Arminen nach 15 Minuten im Spiel

Die Arminen brauchten eine knappe Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Dann tauchte Sturmspitze  Almir  Kasumovic ein erstes Mal frei vor SV-Keeper Sebastian Tiszai auf, der mit einer Fußabwehr klären konnte. In der 26. Minute hob    der sehr auffällige Marco Hober die gegnerische Abwehrreihe mit einem klugen Pass über die Viererkette hinweg aus – Nico Schneck startete durch und behielt im Abschluss die Nerven. »Das frühe 1:0 hat gut getan. Ein toller Pass von Hobi«, freute sich Schneck. Zwei Minuten später zappelte die Kugel erneut im Netz der Gäste. Neuzugang  Maximilian Dittrich setzte sich am linken  Flügel durch und bediente Khalil Kleit, der per Kopf auf den kurz zuvor eingewechselten Jannis Wehmeier ablegte – 2:0 (28.). Die kleine Horde Zweckel-Fans sang: »Ohne Profis habt ihr keine Chance.« So war’s aber nicht. »Wir haben viele Dinge, die wir vorher trainiert hatten, gut umgesetzt. Das 2:0 vor der Pause war Gold wert«, meinte DSC-Trainer Daniel Scherning. Sein Pendant Günter Appelt fand’s weniger erfreulich: »Das 0:2 war eigentlich schon der Genickbruch  für uns. Die individuelle Klasse hat den Unterschied ausgemacht.«

Viele schöne Kombinationen

Arminias verstärkte U23 zauberte auch nach dem Seitenwechsel einige schöne Kombinationen auf den Rasen der Rußheide. Immer wenn’s schnell und direkt ging, wurde es auch gefährlich. Einen Freistoß von Hober konnte Tiszai mit Hilfe des Pfostens noch entschärfen (47.). Dann bediente Hober mit einem erneuten Pass in den Rücken der Abwehr den auf der rechten Seite durchstartenden Kleit, der den Ball direkt in den Strafraum weiterleitete, wo Kasumovic zum 3:0 vollendete (52.). Sechs Minuten später war Arminias Stürmer erneut  zur Stelle. Diesmal wurde er von Kluge bedient und setzte sich im Abschluss energisch durch – 4:0 (58.). »Für Almir  freut es mich besonders, dass er heute zwei  Tore erzielt hat. Er arbeitet immer gut für die Mannschaft und ist ein wichtiger Spieler für uns«, lobte Scherning.

Was ihm weniger gefiel, war die Schluss-Viertelstunde, in der seine Elf einen Gang zurückschraubte und dem Gegner so einige Chancen ermöglichte. Nachdem Sebastian Mützel zunächst mit einem Freistoß die Latte getroffen hatte, kam er nach der folgenden Ecke erneut zum Schuss, der in einer undurchsichtigen Situation einem Arminen an die Hand sprang. Schiedsrichter Philip Holzenkämpfer entschied auf Elfmeter, den Mützel gegen Christopher Balkenhoff verwandelte. 4:1. Ein kleiner Schönheitsfehler aus Bielefelder Sicht – mehr nicht. »Ein ansehnliches Spiel mit schön herausgespielten Toren«, brachte es der Sportliche Leiter Armin Perrey auf den Punkt.

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