Handball-Oberliga: SF Loxten bleibt gegen TuS Ferndorf II 20 Minuten ohne Tor
Sorg-Brüder bereiten Sorgen – SFL patzt

Versmold-Loxten. Die Rahmenbedingungen waren eigentlich perfekt. Nach 210 Tagen Handballpause durften 212 Zuschauer wieder bei einem Oberligaspiel in der Sparkassenarena mitfiebern, der Livestream startete pünktlich und feierte eine reibungslose Premiere, dazu hatte Gönner Klaus-Peter Reinert hatte die Einlagesumme seiner gemeinnützigen Stiftung um weitere 200.000 Euro auf 2,2 Millionen erhöht. Doch nach ordentlicher Vorbereitung blieb SF Loxtens sportliche Leistung beim 26:29 (9:12) gegen TuS Ferndorf II weit hinter den Erwartungen zurück.

Sonntag, 04.10.2020, 23:30 Uhr
Der neue Trainer Michael Boy kassiert mit SF Loxten zum Oberliga-Saisonstart eine unerwartete 26:29-Pleite gegen Ferndorf II.

Bis zum 9:9 (21.) beschnupperten sich beide Teams auf Augenhöhe, spannenderweise fanden danach als erstes die Gäste zu mehr Sicherheit, obwohl ihre Saisonvorbereitung aufgrund einer Hallenrenovierung empfindlich gestört gewesen war. Loxten fehlten in der Abwehr die nötige Entschlossenheit sowie im Angriff Breite wie Tiefe. Viele Aktionen durchs Zentrum reichten nicht aus, um Lücken in Ferndorfs Verbund zu reißen. Ein 9:12 zur Pause war schon nicht erfreulich, doch nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer. Jan Patzelt konnte nach einen Schlag auf die Rippen nicht weiterspielen (37.), eine Untersuchung am Montag soll klären, ob der Kapitän sogar länger ausfällt. Wenige Sekunden später folgte der nächste Nackenschlag, als Jonas Zwaka für ein Gegenstoßfoul an Jan Wicklein Rot sah (38).

Loxten war jetzt völlig von der Rolle. Die Gastgeber blieben ganze 20 Minuten ohne eigenes Tor, während die Siegerländer angeführt von Rückkehrer Michel Sorg, dessen Bruder Leon und Jan Wicklein mit einem 8:0-Lauf auf 20:9 (41.) davonzogen.

Doch die Frösche zeigten noch einmal Moral. Mit einer offensiven 4:2-Deckung, der Steigerung des wieder eingewechselten Keepers Johnny Dähne und verbesserter Körpersprache bissen sie sich ins Spiel. Selbst nach einem verworfenen Siebenmeter von Marlon Meyer gegen Kai Rottschäfer, Ferndorfs bestem Spieler, verkürzte SFL auf 25:26 (58.) und 26:27 (59.). Die Chance zum Ausgleich im eigenen Ballbesitz ergab sich allerdings nicht. Die Sorg-Brüder bereiteten den SFL-Fans Sorgen, weil sie bei Ferndorf Verantwortung übernahmen und Jan Schröders Ballverlust, der letzte von unterirdischen 18 technischen Fehlern im Loxtener Spiel, ließ alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zerplatzen. Trainer Michael Boy hätte sich einen anderen Einstand gewünscht: „Wir haben nicht die nötige Sicherheit gefunden und sind für die Fehler bestraft worden. Nach der Pause haben wir völlig den Kopf verloren, aber auf die letzten 20 Minuten können wir aufbauen. “

SF Loxten: Dähne (1.-30., 42.-60.), Possehl (31.-41.), Menger (2), Stockmann, Harting (3), J. Patzelt (1), N. Patzelt (4), Schulz (6/2), Meyer (4/2), Schröder (6), Zwaka, Harnacke, von Ameln (n. e.), Werner.

TuS Ferndorf II: Rottschäfer (1.-30. und 42.-60.), Broszinski (31.-41.), Bart (1), John (1), M. Sorg (5), L. Sorg (7), Klein (1), Wicklein (8/1), Michel (4/1), von Mende (1), Mentges (1), Dischereit, Ronge.

Stationen: 2:1, 3:5 (11.), 8:7 (17.), 9:9 (21.), 9:12 (HZ), 9:20 (41.), 15:21 (48.), 21:23, 25:26 (58.), 26:29.

Zeitstrafen: 3:6.

Rote Karte: Zwaka (nach Gegenstoß-Foul/38.).

Zuschauer: 212.

So geht es weiter: Sa. 10.10., 19.30 Uhr, Haltern-Sythen (A).

 

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