Handball-Oberliga: SF Loxten will Platz zwei mindestens bestätigen
Vor dem Start keine Bauchschmerzen

Versmold-Loxten (WB). Ein Shuttlerun-Test hat den Anfang gemacht, am Donnerstag schließt ein Videostudium des ersten Gegners TuS Ferndorf II die Vorbereitungsphase ab – dazwischen liegen lange zwölf Wochen, in denen sich SF Loxten intensiv für die Handball-Saison in der Oberliga präpariert hat.

Dienstag, 29.09.2020, 23:02 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 23:10 Uhr
Doppelte Verantwortung: Jan Patzelt ist erneut zum Kapitän gewählt geworden – und im Loxtener Oberliga-Aufgebot der einzige gelernte Kreisläufer. Foto: Sören Voss

Drei Monate mit den typischen Höhen und Tiefen: Gegen Hamm leisteten sich die Frösche speziell beim 11:18 in Halbzeit eins ihr negatives Streichergebnis (Endstand: 27:31), auch gegen Harsewinkel war die Chancenverwertung verbesserungswürdig. Zuletzt beim 26:26 gegen den starken Drittligisten Handball Lippe zeigte das Team dann aber phasenweise auch, was möglich ist.

Zwei „Schalker“ im Tor

Fünf Spieler und zwei Übungsleiter mussten integriert werden, Trainer Michael Boy sieht seinen Einstand positiv: „Das Beschnuppern war relativ schnell - spätestens nach dem Trainingslager - vorbei. Es ist allen Neuen aber auch leicht gefallen, weil wir mit offenen Armen empfangen worden sind.“

Johnny Dähne soll mit Marco Possehl ein Torwart-Duo auf Augenhöhe bilden, das sich noch intensiver als über den gemeinsamen Lieblingsverein Schalke 04 über die Leistungen zwischen den Pfosten austauscht und dabei von Co.-Trainer Michael Bohnemeier, der außerdem schwerpunktmäßig die Statistik übernommen hat, unterstützt wird.

Alternative von Ameln

Jonas Zwaka bringt, nicht nur wenn er mit Nils Patzelt als vorgezogener Deckungsspieler in der neu einstudierten 4:2-Deckungsformation agiert, zusätzliches Feuer ins Spiel. Während Luca Werner seine Routine einbringt, darf sich auch der aus der Landesliga gekommene Aaron von Ameln direkt Hoffnungen auf Spielpraxis in der Oberliga machen. „Er ist eine ernsthafte Alternative und sicherlich nicht nur bei uns, um die Bank warmzuhalten“, stellt Trainer Boy klar.

Eine Entscheidung, die beim Coach für leichte Bauchschmerzen hätte sorgen können, ist ihm derweil abgenommen worden. Er muss in den ersten Spielen keinen Akteur aus dem Spieltagskader streichen, weil Constantin Kraak (Muskelfaserriss am Samstag) mindestens vier Wochen ausfällt. Damit steht ein 14-köpfiger Kader zur Verfügung, in dem nur Jan Patzelt ein gelernter Kreisläufer ist. Rückraum-Shooter Philipp Harnacke muss sich bei seinem Comeback gedulden und ist vom Wettkampf noch ein gutes Stück entfernt.

WB-Einlauftipp: Loxten hat eine gute Mischung aus Jung und Alt und kommt über die mannschaftliche Geschlossenheit. Diese bringt den einen oder anderen Punkt ein, in den Topspielen ist aber auch die individuelle Qualität entscheidend. Hier liegt die Konkurrenz vorne. Auch wenn es für den großen Coup wieder nicht reicht, entwickeln sich sowohl Oberligamannschaft als auch Verein(-sstruktur) weiter – eine gute Basis für einen mittelfristigen Drittliga-Aufstieg.

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