Fußball-Westfalenliga: Neuling SC Peckeloh holt im dritten Spiel den siebten Punkt
SCP ärgert auch Gievenbeck

Versmold-Peckeloh (WB). Mit einem edlen Gläschen Gin genoss Markus Kleine-Tebbe den Samstagabend. Und das hatte sich der Trainer des SC Peckeloh genauso wie seine Westfalenliga-Kicker verdient. Nach zwei Auftaktsiegen holte der Aufsteiger auch gegen den hochgehandelten 1. FC Gievenbeck ein 1:1 (1:0) und blieb damit zum elften Mal in Folge ungeschlagen.

Sonntag, 20.09.2020, 23:44 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 23:50 Uhr
Alexander Bulanov und SC Peckeloh haben gegen Gievenbeck kompromisslos verteidigt. Der Neuling bleibt ungeschlagen. Foto: Sören Voss

Nicht wenige der 300 Zuschauer hatten die erste Niederlage seit dem denkwürdigen 1:7 gegen Espelkamp aus dem Oktober 2019 erwartet. Doch der freche Aufsteiger drückte der Partie über weite Strecken seinen Stempel auf. „Peckeloh war sehr griffig und hatte eine fiese Art Fußball zu spielen, die uns nicht behagt hat“, gab Gäste-Trainer Florian Reckels zu – und ergänzte: „Wir freuen uns nicht über den Punktgewinn, weil Peckeloh dickere Chancen hatte.“

Die erste Halbzeit erinnerte dabei an die SCP-Heimpremiere gegen Sinsen: Wieder hatten die Rot-Schwarzen durch Tim Mannek (freistehend aus 13 Metern/13.), Alban Shabani (Lattentreffer und Glanztat von Gästekeeper Eschhaus/16. und 29.) mehrere Treffer auf dem Fuß, wieder sprang nur ein Tor heraus, diesmal Shabanis verwandelter Elfmeter (38.). Die Gievenbecker konnten zur Pause froh sein, dass es aus ihrer Sicht nur 0:1 stand und dass Manuel Beyer nach einer vermeintlichen Notbremse (gegen Shabani/33.) noch mitwirken durfte. Die Gäste schafften es nicht, mit ihren Diagonalbällen Löcher in die SCP-Deckung zu reißen. Peckelohs Abwehr, in der Paul Henning den früh mit einer Bänderverletzung ausgeschiedenen Philipp Dieckmann stark ersetzte, verteidigte kompromisslos und konnte so schnörkellos die schnelle Angriffsreihe einsetzen.

Obwohl Tim Mannek (Verdacht auf Bänderriss) zur Pause draußen blieb und obwohl die Kräfte etwas schwanden, lieferten die Gastgeber auch in Durchgang zwei ein Spiel auf Augenhöhe. Gievenbeck ließ zwar direkt nach der Halbzeit einmal seine Klasse aufblitzen, als Goalgetter Tristan Niemann den Aussetzer von Gerrit Weinreich mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel und seinem fünften Saisontreffer zum 1:1 bestrafte (53.). Doch das Gegentor gab den Kleine-Tebbe Schützlingen keinen Knacks. Sie hatten weiter die besseren Chancen auf ihrer Seite, belohnten sich, wie bei Erik Manneks Luftloch (65.) oder Alex Bulanovs Kopfball (80.), aber nicht.

Trainer Kleine-Tebbe war mit dem intensiven Auftritt trotzdem zufrieden: „Ein richtig geiles Spiel. So mutig muss man erstmal auftreten. Hut ab, was die Jungs geleistet haben. Das einzige, was wir heute vermisst haben, war unser Betreuer Torsten Herrmann. Hoffentlich ist er bald wieder dabei.“

SC Peckeloh: Pohlmann; Pixa, Dieckmann (8. Henning), Bulanov, Weinreich - E. Mannek (85. Gashi), Weißen – Özdil (80. Sander), Schnadwinkel, T. Mannek (46. Mehmeti) – Shabani.

Tore: 1:0 (38.) Alban Shabani, FE nach Foul an Schnadwinkel, 1:1 (52.) Tristan Niemann.

So geht es weiter: Sonntag, 27. September, 15 Uhr Espelkamp (A).

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