Handball-Oberliga: SF Loxten kann beim 24:24 gegen Rödinghausen Hamms Patzer nur teilweise nutzen Punktverlust verkürzt Rückstand

Versmold-Loxten (WB). Philipp Har­nacke, Max Schäper, Marian Stockmann: ein Rückraumtrio mit Oberliga-Spitzenniveau plus Rechtsaußen Nils Patzelt, sie alle sitzen verletzt auf der Tribünenseite, können nur akustisch mithelfen. Auf dem Feld hält der grippegeschwächte Keeper Pascal Welge sein Team im Rennen, Mittelmann Simon Schulz spielt im Angriff mit einer Schleimbeutelentzündung durch. Personell geht Handball-Oberligist SF Loxten am Stock, gibt beim 24:24 (14:14) gegen Aufsteiger CVJM Rödinghausen einen wichtigen Zähler ab.

Von Gunnar Feicht
Wühlarbeit im Zweikampf und Torgefahr aus der zweiten Reihe: Marlon Meyer muss im Rückraum durchspielen und gibt alles.
Wühlarbeit im Zweikampf und Torgefahr aus der zweiten Reihe: Marlon Meyer muss im Rückraum durchspielen und gibt alles. Foto: Gunnar Feicht

Erster Punktverlust in eigener Halle – deshalb ist die Enttäuschung der völlig ausgepumpten Handballer bei Abpfiff groß. Erst zwei Stunden später, nach der Nachricht von der ersten Saisonniederlage des Spitzenreiters ASV Hamm II (30:31 in Gladbeck) sieht die Welt schon wieder anders aus: Loxtens Rückstand auf Platz eins ist auf drei Zähler geschrumpft. Trainer Dirk Schmidtmeier scheint es irgendwie geahnt zu haben: „Unter den Voraussetzungen kann ich nach so einem Verlauf auch mal mit einem Punkt leben. Wir sind in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Als Rödinghausen am Ende 4-2 gedeckt hat, haben uns weitere zweikampfstarke Rückraumspieler als Alternativen gefehlt.“

Das Trio Meyer, Schröder (beide auch in der Deckung voll gefordert) und Schulz ist stehend k.o, Timo Mengers 24:22 gut fünf Minuten vor Schluss bleibt Loxtens letzter Treffer. Nach zwei weiteren Gegentoren und Welges Parade eine Minute vor Schluss verpufft der letzte Angriff mit einem Missverständnis Schulz/Schröder im Seiten-Aus. Auch Rödinghausen trifft in den verbleibenden zwölf Sekunden Ballbesitz nicht mehr.

Die dramatische Schlussphase passt zum verbissenen Abnutzungskampf der gesamten 60 Minuten. Wie erwartet kommen die Gäste mit ihrem lautstarken Anhang auf der Tribüne über den Kampf, schüren von der ersten Minute an die Emotionen. Das Schiedsrichtergespann Bendel/Kocinski zeigt sich beeindruckt. „Leider haben sie zur allgemeinen Hektik beigetragen. Auf ihre Linie konnte man sich kaum einstellen“, findet Dirk Schmidtmeier. Loxtens Deckung hat lange Zeit kein Mittel gegen die Impulse des quirligen Corbinian Krenz auf Rückraummitte.

Erst mit Welges Einwechslung macht der Favorit einen 8:11-Rückstand wett, kommt voll konzentriert aus der Halbzeit und scheint beim 17:14 den Schlüssel zum Sieg gefunden zu haben. Aber mit nachlassender Kraft gewinnt wieder Hektik die Oberhand. Und Rödinghausen unterstreicht mit viel Biss und Selbstvertrauen seinen Ruf als Favoritenschreck.

SF Loxten: Possehl (1.-18.), Welge (18.-60.); Wernecke, Menger (1), Harting, Patzelt (3), Harnacke (1), Weigel (1), Dreger (n.e.), Schulz (6/5), Meyer (5), Steinlechner, Schröder (7).

CVJM Rödinghausen: Koch, Kreft (nur bei 7m); Stender (2), Deuker (2), Nehls, Ziege (1), Götsch (2), Barthel (4), Taubenheim (3), Heiniger (1), Erdbrink, Zwaka (2/2), Krenz (4), Byczynski (3).

Zuschauer: 450. Zeitstrafen: SFL 2, CVJM 2. Siebenmeter: SFL 5/5, CVJM 2/3 (Zwaka scheitert an Welge).

Stationen: 0:1, 2:1, 3:5, 6:6, 8:8, 8:11 (18.), 11:11 (22.), 12:13, 14:13, 14:14 (HZ); 17:14 (37.), 17:18 (42.), 19:19 (47.), 21:19 (51.), 22:21, 24:22 (55.), 24:24 (58.).

So geht’s weiter: Sa., 8. Februar, 18 Uhr VfL Gladbeck (H).

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