Handball-Oberliga: SF Loxten erzwingt beim 35:27 gegen Ferndorf II schon vor der Pause die Entscheidung 9:0-Tore-Lauf macht früh alles klar

Versmold-Loxten (WB). Obwohl es schon 11:3 steht, zeigt Jan Schröder an der Mittellinie letzten Einsatz, erobert im Hechtsprung den Ball. Die Sportfreunde Loxten erhöhen kurz darauf auf 12:3 (17.), als Abwehrspezialist Kim Harting einen Tempogegenstoß nutzt. Dank eines furiosen Zwischenspurts Mitte der ersten Halbzeit ist das Oberliga-Heimspiel gegen TuS Ferndorf II frühzeitig entschieden. Nach einer ereignisarmen zweiten Halbzeit steht am Ende ein 35:27 (20:11)-Sieg unterm Strich.

Von Gunnar Feicht
Alles im Griff: Marian Stockmann (links), Jan Schröder, Marco Possehl (im Tor) & Co. haben in der ersten Halbzeit zwölf Minuten lang kein Gegentor zugelassen.
Alles im Griff: Marian Stockmann (links), Jan Schröder, Marco Possehl (im Tor) & Co. haben in der ersten Halbzeit zwölf Minuten lang kein Gegentor zugelassen. Foto: Gunnar Feicht

„Ich bin mit dem Spiel insgesamt nicht zufrieden, wohl aber mit dem Ergebnis.“ Natürlich sieht Trainer Dirk Schmidtmeier den zeitweise unkonzentrierten Auftritt in Hälfte zwei kritisch. Aber nachdem seine Mannschaft schon in der 28. Minute das erste Mal mit zehn Toren Differenz (19:9) geführt hat, sind die gedanklichen Verschnaufpausen wohl verzeihlich. Beim 9:0-Tore-Lauf vom 3:3 bis zum 12:3 hat seine Mannschaft zuvor gezeigt, dass sie die erste Saisonniederlage aus Hamm verarbeitet hat und bei voller Konzentration in einer anderen Liga spielt als der Tabellensiebte. Auch wenn der Ferndorfer Angriff vor dem Deckungsverbund mächtig aufs Tempo drückt, sind die Loxtener Riesen mit Beinen und Händen schnell genug, um ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen und viele Bälle zu erobern. Und vor der offensiven Gäste-Abwehr passt in der ersten Halbzeit beim Loxtener Angriff die Balance zwischen Wucht und Finesse.

Im zweiten Durchgang lassen die Frösche phasenweise die Zügel schleifen. Jan Schröder scheitert beim Gegenstoß mit einem missglückten Kabinettstück, Nils Patzelt wirft – ebenfalls „frei vor“ – am Tor vorbei. Max Schäper sorgt für eine Schreckminute, als er beim Treffer zum 22:13 von einem Gegenspieler unterbaut wird und aus der Luft auf den Arm fällt. Nach kurzer Behandlung kann er aber weitermachen. In dieser Phase verkürzt Ferndorf auf 19:25 (43.), doch die Ahnung, dass es hier noch einmal spannend wird, vertreiben die Loxtener schnell. Die gute Leistung von Marlon Meyer in der zweiten Hälfte reißt die Mannschaft noch mal zu einer soliden Schlussviertelstunde mit. In der wird ein Treffer besonders lautstark bejubelt: Kim Dreger, Rückraumspieler des Landesliga-Teams, ist für den angeschlagenen Linksaußen Timo Menger eingesprungen und markiert von linksaußen zum 34:26 (59.) sein erstes Oberliga-Tor.

Loxten: Possehl (bis 44.), Welge (1/ab 44.); Schäper (3), Dreger (1), Stockmann (3), Harting (2), J. Patzelt (1), M. Harnacke (4), Weigel, N. Patzelt (4), Schulz (6/5), Meyer (3), Steinlechner (1), Schröder (6). – Tore für Ferndorf II: Ronge (6/3), Weigelt (4), Barth, John, Michel (je 3), Baust, F. und J. Schneider (je 2), Nenne-Kolb und von Mende (je 1).

Zuschauer: gut 400.

Zeitstrafen: 4:3. Siebenmeter: auf beiden Seiten alle verwandelt.

Stationen: 3:3 (6.), 12:3 (17.), 16:8 (25.), 19:9 (28.), 20:11 – 20:12, 24:14 (36.), 25:19 (43.), 27:19, 30:22, 32:22 (55.), 33:26, 35:27.

So geht’s weiter: Fr., 13.12., 20 Uhr TuS 97 Bi.-Jöllenbeck (A).

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