Handball-Oberliga: Bis zum Vertragsende will Dirk Schmidtmeier mit SF Loxten den maximalen Erfolg – Samstag kommt Haltern
Team und Trainer bleiben siegeshungrig

Versmold-Loxten (WB/guf). Eine schwierige Woche liegt hinter Dirk Schmidtmeier und den Oberliga-Handballern der Sportfreunde Loxten. Dass sein Trainer-Vertrag nicht verlängert wird und er am Saisonende wie berichtet die Bank für Michael Boy räumen muss, wusste der Coach schon seit drei Wochen, war aber zum Schweigen verpflichtet worden. Die Spieler erfuhren vom bevorstehenden Wechsel erst am Dienstagabend.

Freitag, 01.11.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 05:01 Uhr
Dirk Schmidtmeier gibt die Richtung vor: Mit einem Heimsieg gegen Haltern-Sythen wollen die Sportfreunde Loxten ihren Vormarsch in der Tabelle weiter fortsetzen. Foto: Sören Voss

Mannschaft und Trainer sind sich vor dem Heimspiel gegen HSC Haltern-Sythen am Samstag, 18 Uhr einig: Sie wollen bis zum Saisonende an einem Strang ziehen und gemeinsam das sportliche Optimum rausholen. »Die Jungs haben mir noch mal versichert, dass es zwischen uns immer gepasst hat und sich daran auch nichts ändert. Da habe ich die vollste Unterstützung, um weiterhin erfolgreich zu arbeiten«, betont Schmidtmeier.

Er sei froh, dass jetzt die Karten auf dem Tisch liegen und die volle Konzentration wieder den sportlichen Aufgaben gelten kann. Nach 8:0 Punkten wollen die Loxtener in eigener Halle gegen Haltern-Sythen ihre Erfolgsserie fortsetzen. Allerdings fehlt neben Philipp Harnacke wohl auch Malte Weigel (Fingerverletzung).

Die Gäste sind ein interessanter Neuling: Nachdem sie zwischenzeitlich bis in die Landesliga abgestürzt waren, haben sie als Meister der Verbandsliga-Staffel 2 nach zwölf Jahren die Oberliga-Rückkehr geschafft. Und im bisherigen Saisonverlauf profilieren sich die Handballer aus dem Norden des Kreises Recklinghausen als derzeit bestplatzierter der drei Aufsteiger. Heimsiege gegen TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (33:24) und CVJM Rödinghausen (34:25), dazu ein 35:35 beim VfL Mennighüffen haben 5:5 Punkte eingebracht.

»Haltern verfügt über einige großgewachsene Rückraumspieler, die aus zehn, zwölf Metern gefährlich werfen können. Außerdem punktet die Mannschaft bei Ballverlusten des Gegners mit einer starken ersten und zweiten Welle«, sagt Dirk Schmidtmeier.

In das Bild, das er vom HSC entwirft, passen Halterns »Neue« Max und Johannes Beumer: Beide sind mit Havixbeck aus der Landesliga abgestiegen, haben ihr Potenzial an Sprung- und Wurfkraft aber in Duellen mit den Altkreisteams oft angedeutet. Harte Gegenwehr durch konsequente Abwehrarbeit schmeckt den hoch aufgeschossenen Brüdern indes nicht. Da wollen die Loxtener gegen den gesamten Gäste-Rückraum ansetzen: »Wir müssen die zweite Reihe aggressiv angehen, damit sich Halterns Schützen nicht mit einfachen Toren in einen Lauf hineinsteigern«, gibt Schmidtmeier vor.

Eine Woche vor dem schweren Auswärtsspiel in Soest ist im dritten Heimspiel der dritte Sieg fest eingeplant. Denn Loxtens Trainer hat bis zu seinem Vertragsende zum Serienschluss ein klar formuliertes Ziel: »Ich will die Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu Ende bringen.«

Alexander Mazur verstärkt den HSC

HSC Haltern-Sythen hat sich während der Saison noch einmal verstärkt: Beim 34:25-Sieg gegen CVJM Rödinghausen wirkte erstmals Alexander Mazur mit. Der 27-jährige Zwei-Meter-Mann, am Kreis und im Rückraum einsetzbar, traf auf Anhieb fünfmal. Der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Spielers Frank Mazur spielte bereits vor einigen Jahren für den HSC, danach für VfL Gladbeck, Eintracht Hagen und zuletzt bei Westfalia Hombruch (Verbandsliga).

 

 

 

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