Handball-Oberliga: SF Loxten baut mit dem verdienten 22:19 gegen Möllbergen den optimalen Saisonstart auf 6:0 Punkte aus.
Harnacke-Schock schnell verdaut

Versmold-Loxten (WB). Statt den bekannten »Lox-ten, Lox-ten«-Rufen schallt es »Har-na-cke, Har-na-cke« aus dem grünen Jubelkreis. SF Loxtens Oberliga-Handballer haben das 22:19 (13:7) gegen TuS Möllbergen ihrem verletzten Mitspieler Philipp Harnacke gewidmet.

Sonntag, 06.10.2019, 23:36 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 23:40 Uhr
Es geht nicht mehr weiter: Jan Patzelt und Arne Kämper tragen den am Knie verletzten Philipp Harnacke vom Feld. Foto: Sören Voss

In der zehnten Spielminute ist der Rückraumshooter im Anschluss an einen harmlos aussehenden Zweikampf am Boden liegen geblieben. Bruder Max und Physiotherapeut Viktor Kanke sind sofort zur Stelle, aber die Mienen verheißen nichts Gutes. Der von der Tribüne geeilte Teamarzt Dr. Rüdiger Mai untersucht im kleinen Umkleideraum hinter dem Spielfeld das lädierte rechte Knie. »Es wirkt instabil, das Außenband hat auf jeden Fall etwas mitbekommen«, diagnostiziert er. Ob, so die Befürchtung, auch das Kreuzband etwas abbekommen hat, soll eine MRT-Untersuchung am Montag beantworten.

Vom Verletzungsschock ist auf dem Spielfeld nur wenig zu spüren. Mit dem ersten Führungstreffer, Jan Patzelts 5:4 (12.), läuten die Sportfreunde ihre stärkste Phase ein. Der 6-0-Verbund steht mit Kim Harting und Jan Patzelt sattelfest, dahinter erledigt Marco Possehl einen tadellosen Job. Mit zwölf Paraden hat der Keeper einen nicht geringen Anteil daran, dass die Gastgeber zwischen den Minuten zwölf und 30 nur einen einzigen (!) Treffer kassieren und verdient mit einem 13:7-Plus in die Pause gehen.

Möllbergen wirkt geschlagen, bleibt aber, wie schon beim 26:26 gegen Topfavorit Altenhagen, ein unangenehmer Gegner. TuS-Trainer Andre Torge zieht die Abwehr von 5-1 auf 6-0 zurück und setzt auf den siebten Feldspieler – zwei Maßnahmen, die Loxtens Rhythmus empfindlich stören. Den Hausherren fehlt ohne Harnacke und den beruflich verhinderten Jan Schröder die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Weil das Trio Stockmann/Meyer/Schäper nicht überzeugt, müssen es die Abwehr und Dirk Schmidtmeier richten, der seine Mannschaft nach dem 20:18-Anschluss mit einer wachrüttelnden Auszeit zusammenstaucht. Das Fazit von Schmidtmeier, bevor es zum Oktoberfest in die Schützenhalle nebenan geht: ­­»Der Sieg ist verdient. In der ersten Halbzeit ist alles super aufgegangen, danach hatten wir unsere Probleme.«

 

SF Loxten: Possehl (bis 55.), Welge (ab 55.), Schäper, Menger (4), Stockmann (2), Harting, J. Patzelt (2), M. Harnacke (2), Weigel, N. Patzelt (1), P. Harnacke (1), Schulz (8/6), Meyer (2), Steinlechner (n.e.).

TuS Möllbergen: Donnecker, Schriefer; Gräper (2), Altvater (6/3), Wiemann (2), Hanke (1), Baumgart, Berg (3), Halstenberg, Bartsch (3), Kämper (1), Kruse (1), Richter.

Stationen: 0:1, 3:4 (7.), 5:4, 9:5 (23.), 12:6 (28.), 13:7 (HZ), 17:11 (43.), 19:12 (48.), 20:18 (56.), 22:19.

Zeitstr.: 2:2. Zuschauer: 500.

So geht es weiter: Sa., 26.10., 19:30, FC Schalke (A).

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