Handball-Oberliga: SF Loxten lässt beim 33:26 gegen Gastgeber TSG Harsewinkel nichts anbrennen
Souveräner Derbysieg im Hasenbau

Versmold-Loxten (WB). Handball-Oberligist SF Loxten hat sich überzeugend für die Heimniederlage gegen Soest rehabilitiert: Im Kreisderby ließ der Tabellenvierte beim 33:26 (16:11) gegen Gastgeber TSG Harsewinkel nichts anbrennen.

Samstag, 02.03.2019, 01:05 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 01:10 Uhr
Schwer zu stoppen: Loxtens Malte Weigel entwischt Jonas Kalter und erzielt beim 33:26 einen seiner drei Treffer. Foto: Gunnar Feicht

Handball-Oberliga TSG Harsewinkel - SF Loxten

1/17
  • Handball-Oberliga TSG Harsewinkel - SF Loxten
Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht
  • Foto: Gunnar Feicht

Schon 45 Minuten vor Anpfiff war die Harsewinkler Halle rappelvoll, auf den Aufgängen, in den Geräteräumen und (mit Genehmigung der Schiedsrichter) sogar hinter den Torausauslinien quetschten sich schließlich 800 Zuschauer zusammen.

Ebenso viel Lust auf das Derby wie die Fans hatten die Sportfreunde. Von der ersten Minute an war unverkennbar, dass sie die deutliche Heimschlappe gegen Soest schnellstmöglich vergessen machen wollten. Die 5:1-Abwehr mit Speerspitze Timo Menger begann hochkonzentriert, auch die etwas überraschende Offensiv-Formation bestätigte das Vertrauen von Trainer Dirk Schmidtmeier. Malte Weigel begann am Kreis, im Rückraum starteten Simon Schulz, Marlon Meyer und Marian Stockmann. Mit der Präzision eines Chirurgen und ziemlich humorlos spielten die Frösche ihre Angriffe auf den Punkt aus, strahlten von allen Positionen Torgefahr aus und als Nils Patzelt in der 13. Minute zum 8:4 einnetzte, hatten sich bereits alle sechs Loxtener Offensivkräfte plus Sebastian Hölmer (im Gegenstoß) in die Torjägerliste eingetragen.

Der Außenseiter aus Harsewinkel erwischte zwar auch keinen komplett gebrauchten Tag und zeigte Mitte der ersten Halbzeit durchaus seine Qualitäten, als er mit drei Toren in Folge auf 8:10 herankam (19.). Letztendlich fehlten den Gastgebern aber die Mittel, um eine an diesem Abend sehr gefestigt wirkende Loxtener Mannschaft in Bedrängnis zu bringen.

Die TSG-Verantwortlichen durften sich über satte Einnahmen freuen, Teammanager Heiner Obermeier verkaufte in der Pause sogar auf dem Spielfeld Getränke, bei den Fans der Gastgeber schwand aber die Hoffnung auf einen zählbaren Erfolg spätestens mit Nils Patzelts Kempa-Treffer zum 11:16-Halbzeitstand.

Wie befürchtet spielten die Gäste ihre Kraftreserven in der zweiten Halbzeit aus, die eingewechselten Max Schäper und Heiner Steinkühler sorgten dafür, dass der Druck aus dem Rückraum weiter hoch blieb. Harsewinkel wollte mit den drei Paraden von Johnny Dähne (darunter 7m gegen Schulz und Meyer) und dem Treffer von Krspogacin zum 15:20 (38.) im Hasenbau Stimmung aufkommen lassen, viele kleine Fehler und zwei Loxtener Treffer ins verwaiste Tor ließen die TSG-Fans aber frühzeitig verstummen. Mit Jan Schröders drittem Treffer, zwei davon gegen Bruder Maik, zog Loxten auf 24:15 davon, das 33:26-Endergebnis spiegelte die Kräfteverhältnisse im Derby passend wider.

Stimmen zum Spiel

Manuel Mühlbrandt (Trainer Harsewinkel): »In der Abwehr haben wir überhaupt nicht den Zugriff bekommen und hatten auch keine Torwartleistung. Heute war es nicht das Spiel, auf das es für uns ankommt. Man hat gesehen, dass Loxten routinierter und cleverer ist und ihr Zug zum Tor heute erheblich besser war.«

Dirk Schmidtmeier (Trainer Loxten): »Das war von der ersten bis zur 60 Minute sehr konzentriert. Wir standen in der Abwehr gut und haben die TSG zu technischen Fehlern gezwungen und unsere Angriffe meistens eiskalt ausgespielt – trotz einiger Unterzahlsituationen. «

Pascal Welge (SF Loxten): »Wir haben das, was wir können, richtig gut gemacht. Die wenigen technischen Fehler in der ersten Halbzeit haben dafür gesorgt, dass es nie spannend geworden ist.«

Max Schäper (SF Loxten): »Ich sollte in der zweiten Halbzeit mehr in die Tiefe und in die Lücken gehen, was ja auch zu meinen Stärken zählt. Das war super für mich, vor so einer Kulisse ein gutes Spiel zu machen, und hilft mir auch im Kopf, nach meiner Pause immer besser reinzukommen.«

Namen & Fakten

TSG Harsewinkel: Dähne (1/bis 11, ab 36.), M. Schröder (12.-36.); S. Bröskamp (4), Krspogacin (5), Braun (1), Kalter (6/5), Schmeckthal, St. Claire (1), Brown, F. Bröskamp (7), P. Pelkmann, Kreismann (1), Doherty, Schüpping.

SF Loxten: Welge (bis 45.), Possehl (ab 46.); Menger (4), Stockmann (4), Hölmer (2), J. Patzelt, Weigel (3), N. Patzelt (7), Steinkühler (3), Schulz (2), Meyer (1), J. Schröder (3), Schäper (4), Steinlechner (n.e.).

Zuschauer: 800.

Schiedsrichter: Menke/Zent (Ahlen).

Zeitstrafen: TSG 6, SFL 5.

Stationen: 3:3, 4:8 (13.), 6:10, 8:10, 8:13 (22.), 11:16 (HZ), 15:20, 15:24 (43.), 19:26, 23:30, 26:33,

So geht’s für Loxten weiter: Sa., 9. März, 18 Uhr VfL Gladbeck (H).

 

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6434814?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352973%2F4029443%2F
Gut gemeint ist nicht gut gemacht
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Foto: dpa
Nachrichten-Ticker