Handball: Brisantes Oberliga-Derby zwischen TSG Harsewinkel und SF Loxten am Freitagabend
Bruderduell im Hasenbau

Versmold-Loxten (WB). SF Loxten brennt auf Wiedergutmachung für die schwache zweite Halbzeit gegen Soest , Gastgeber TSG Harsewinkel will seinen »Hasenbau« zur uneinnehmbaren Festung machen. Das Kreisderby der Handball-Oberliga verspricht am Freitagabend (Anwurf 20 Uhr) Hochspannung – und wird für zwei Brüder zum internen Familienduell.

Freitag, 01.03.2019, 00:29 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 08:34 Uhr
Maik Schröder (links) will im TSG-Tor Loxtener Treffer seines Bruders Jan (rechts) verhindern: Ein Duell von vielen im Oberliga-Derby. Foto: Sören Voss

 Rückraumspieler Jan Schröder (24) trägt seit Beginn dieser Saison den grünen Dress der Loxtener »Frösche«, sein ein Jahr älterer Bruder Maik steht im Tor der TSG. Wegen des geringen Altersunterschieds sind sie gemeinsam in diversen Jugendteams erfolgreich gewesen. Bei den Eltern in Avenwedde wohnen sie unter einem Dach. Klar, dass die Partie Gesprächsthema Nummer eins ist. »Mein Ziel ist es natürlich, von Jan keinen Treffer zu kassieren«, sagt Maik, der in der Hinrunde beim klaren Loxtener 29:19-Sieg 33 Minuten zwischen den Pfosten stand. Damals verloren seine Vorderleute schon vor der Pause den Faden, eine undankbare Aufgabe für den Keeper.

Leistungsschwankungen überwinden

 Auch sein Bruder Jan hat sich persönlich erheblich mehr vorgenommen als am 27. Oktober: »Damals lief es bei mir nach meiner langen Pause noch gar nicht rund, ich hatte nur wenig Spielanteile. Jetzt habe ich meine Rückenprobleme im Griff«, sagt der Rückraumschütze. Wie seine Teamkollegen will er die krassen Leistungsschwankungen der Partie gegen Soest überwinden: »Schon in der ersten Hälfte haben wir da zu viele Fehler gemacht. Alle sind extrem heiß auf das Derby. Die Halle wird rappelvoll werden, jeder will seine Leistung auf den Platz bringen.«

 Den Aufschwung des Gegners gegenüber der Hinserie haben die Loxtener aufmerksam registriert: »Die drei Siege seit Anfang Februar haben bei der TSG natürlich Selbstvertrauen aufgebaut. Die sehen wieder ihre Chance auf den Klassenerhalt und werden kämpferisch alles geben. Es wird sehr schwer, aber wir werden uns durchsetzen«, ist Jan Schröder sicher. »Die TSG wird sich was ausdenken, vielleicht versuchen sie uns mit einer 4-2- oder 5-1-Deckung zu überraschen.«

»Wir müssen mit einem konzentrierten Auftritt dafür sorgen, dass die Halle nicht überkocht.«

Dirk Schmidtmeier (Trainer SF Loxten)

 TSG-Keeper Maik erwartet ein Kampfspiel, in dem starke Abwehr- und Torhüterleistungen entscheiden könnten. Er glaubt an einen Harsewinkeler 22:21-Sieg und setzt auf den Heimvorteil: »Wir sind als Team noch besser zusammengewachsen und werden gerade zuhause wieder Vollgas geben.« Drei Siege braucht Harsewinkel nach seiner Rechnung noch zum Liga-Verbleib. Der erste soll nach seinem Wunsch schon am Freitag, vor den noch ausstehenden Duellen mit den Schlusslichtern Möllbergen und Oberaden, gelingen.

 Loxtens Coach Dirk Schmidtmeier hat etwas dagegen, die Gästespieler ebenfalls: »Den Großteil der Frustbewältigung hat die Mannschaft schon Samstag Abend auf der Versmolder Kirmes hinter sich gebracht. Spätestens bei der Manöverkritik am Montag war klar, dass keiner das Soest-Spiel so stehen lassen will. Es lag jedenfalls nicht daran, dass jemand den Gegner zu leicht genommen hätte.«

 Den Willen zur Wiedergutmachung und die Derbykonstellation soll die SFL-Crew in eine deutliche Steigerung umsetzen. Schmidtmeier: »Die TSG hat nach vier Punkten in der gesamten Hinserie jetzt schon sechs aus der halben Rückrunde und wird sich kämpferisch zerreißen. Wir müssen mit einem konzentrierten Auftritt dafür sorgen, dass die Halle nicht überkocht.« Bis auf Max Harnacke sind alle Loxtener Akteure fit.

 

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