Handball: Beim 25:34 (13:12) gegen den Soester TV schockt Oberligist SF Loxten auch die eigenen Fans
»Ist das schön ruhig hier«

Versmold-Loxten (WB). Als der Ball zum 25:31 im leeren Tor einschlägt, verstummen auch die treusten Fans der Sportfreunde Loxten. Im sonst bei Gästeteams gefürchteten Hexenkessel herrscht Grabesstille. »Ach, ist das schön ruhig hier«, feixt Veit Lichtenegger im Tor des Soester TV. In dieser 57. Minute ist das Oberligaduell der Tabellennachbarn längst entschieden: Beim 25:34 (13:12) hat der Rangvierte nach der Pause die schlechteste Halbzeit der Saison abgeliefert.

Montag, 25.02.2019, 01:00 Uhr
Wieder festgerannt: Die Soester Deckung lässt den Loxtener Angreifern Simon Schulz und Sebastian Hölmer keinen Spielraum. Foto: Gunnar Feicht

Nachdem schon das Hinspiel mit 28:35 eine deutliche Schlappe gebracht hat werden die Loxtener auch in eigener Halle kalt erwischt und bis zum 2:5 mehrfach ausgekontert. Aber das intensive Videostudium des Gegners scheint sich danach auszuzahlen. Wenn die Hausherren die Soester in den Positionsangriff zwingen, durchkreuzen sie oft die Passwege und lassen sich auch von den Tempowechseln im Gästerückraum nicht irritieren. Vorne bringt Simon Schulz Jan Schröder auf halbrechts in Position, nach Schröders No-Look-Pass zu Jan Patzelt steht es 11:8. »Im ›Sechs gegen sechs‹ hat unsere Abwehr Soest vor der Pause kontrolliert. Wir hätten zur Halbzeit höher führen müssen«, sagt Trainer Dirk Schmidtmeier.

Loxtener Konzentrationsschwächen, Soester Cleverness – beim Seitenwechsel sind die Gäste mit 12:13 wieder dran, doch nach zwei schnellen Toren zum 15:12 deutete alles auf einen Heimsieg hin. Innerhalb von vier Minuten kippt das Spiel mit vier Gegentreffern zum 15:16: Bei zwei Ballverlusten und einem Fehlwurf macht der zuvor so effektive Jan Schröder eine unglückliche Figur, die Fehlerquote ist hoch, die Deckung verliert den Zugriff. Dreimal lässt sie sich bis zum 18:19 vom Zusammenspiel des Soesters Luis Gran mit Kreisläufer Anton Schönle düpieren. Auch die SFL-Torhüter sind kein Faktor: Während Lichtenegger auf der Gegenseite immer stärker wird, lässt sich Marco Possehl nach dem haltbaren 21:24 entnervt auswechseln. Marian Stockmann sorgt zum 23:24 und 24:25 noch mal für Hoffnung, produziert beim 24:27 aber ein Stürmerfoul und die Deckung zeigt gegen den listigen Tschechen Michal Kurka und seine Nebenleute Auflösungserscheinungen – eine ganze bittere Heimschlappe.

Dirk Schmidtmeier ist fassungslos: »Ich entschuldige mich bei den Zuschauern für unseren Auftritt und bin so unmittelbar nach dem Spiel wirklich ratlos. In der zweiten Halbzeit haben wir permanent abgebaut. Auch wenn Soest die Lücken gut erkannt und gut genutzt hat, haben wir uns diese klare Niederlage selbst zuzuschreiben.« Der Trainer weiter: »Wir wollten gegen Kurka früher raustreten, den Kreisläufer vorschieben. Aber wir haben zu defensiv und zu passiv gestanden.«

Daten & Fakten

Loxten: Welge (1.-30/ab 48.), Possehl (31.-48.); Stockmann (2), Hölmer (5), Harting, J.Patzelt (4), Weigel, N. Patzelt (5), Steinkühler (1), Schulz (3/3), Meyer, Steinlechner (1), Schröder (4).

Soest: Ihssen (bis 30.), Lichtenegger (ab 31.); Gran (2), A. Loer (2), Vukoja, Schönle (1), Wiggeshoff (5), M. Loer (6/5), Zülsdorf (1), Tischer (4), Kurka (9), Noeh, Falkenberg (2).

Zuschauer: 500.

Siebenmeter: Loxten 3/3, Soest 5/5; Zeitstrafen: Loxten 5, Soest 2.

Stationen: 2:1, 2:5 (6.), 6:5 (9.), 7:7 (14.), 9:7, 11:8 (19.), 11:10, 13:11 (30.), 13:12 – 15:12 (34.), 15:16 (38.), 18:19, 20:20 (44.), 20:22, 21:24 (48.), 24:25, 24:28 (54.), 25:31 (57.), 25:34.

So geht’s weiter: Fr., 1. März, 20 Uhr TSG Harsewinkel (A).

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