Handball-Oberliga: SF Loxten besiegt Vizemeister TSG Bielefeld 32:27 – Stockmann überzeugt Vom Pechvogel zum Matchwinner

Versmold-Loxten  (WB). Bei SF Loxtens 26:28-Hinspielpleite gegen die TSG AH-Bielefeld ist Marian Stockmann mit seinem Fangfehler noch der Pechvogel gewesen. Im Rückspiel gegen den Oberliga-Zweiten gehört der Linkshänder jetzt zu den Matchwinnern und steuert sechs Tore zum 32:27 (18:15)-Heimtriumph der SFL-Handballer bei.

Von Sören Voss
Malte Weigel (links) und Marian Stockmann haben allen Grund zum Jubeln: SF Loxten besiegt TSG AH Bielefeld 32:27.
Malte Weigel (links) und Marian Stockmann haben allen Grund zum Jubeln: SF Loxten besiegt TSG AH Bielefeld 32:27. Foto: Sören Voss

»Natürlich hatte ich die letzte Szene aus dem Hinspiel im Hinterkopf. Umso schöner ist es, dass wir uns heute revanchieren«, freut sich Stockmann nach seinem starken Auftritt. Insgesamt dürfen die Loxtener zufrieden sein. Vor 400 Zuschauern zeigen sie eine gute erste Halbzeit, in der beiden Teams im Zweikampfverhalten zunächst anzumerken ist, dass es im Schlussspurt der Saison nur noch um optische Verbesserungen geht. Luca Sewing trumpft im TSG-Dress anfangs mit fünf Toren auf, nach Loxtens Abwehrumstellung sind die Kreise des ehemaligen Hörsters aber eingeengt. Sechs Gegenstoß-Tore helfen SFL beim 18:15-Pausenvorsprung.

Zur Beginn der zweiten Halbzeit deuten die Bielefelder kurz ihre Qualitäten an: Der mit zehn Toren herausstechende Linksaußen Julius Hinz trifft doppelt und Johannes Krause erzielt wenig später für die TSG das 20:19. Es ist die letzte Führung der insgesamt enttäuschenden Gäste, die nicht wie ein Tabellenzweiter auftreten. In Kröger, Rydergård und Keeper Kroll fehlen drei Korsettstangen, zudem muss überwiegend Bezirksliga-Aushilfe Tobias Ehlentrup das TSG-Tor hüten, weil Felix Hendrich Probleme mit dem Sehen hat. Die Art und Weise, wie sich das Topteam den Schneid abkaufen lässt, überrascht trotzdem.

Angestachelt von etwas umstrittenen Pfiffen erreichen die Loxtener ab der 40. Minute Betriebstemperatur. Auch sie müssen das Fehlen von Sebastian Hölmer, Max Schäper sowie ab der 20. Minute Christian Kalms (Mittelfinger der linken Hand ausgekugelt) und ab der 53. von Jan Patzelt (dritte Zeitstrafe) verkraften, treten im Gegensatz zur TSG aber willensstärker und selbstbewusster auf. Pascal Welge, der den bis dahin guten Daniel Plum wieder ablöst, ärgert seinen Ex-Club mit einigen starken Paraden, im Angriff sticht neben dem siebenfachen Torschützen Heiner Steinkühler Marian Stockmann heraus.

Mit seinem Doppelpack zum 29:26 und 30:27 (58.) ist besiegelt, dass SFL gegen die TSG auch im vierten Oberliga-Heimspiel wieder punktet – und dass der TuS Spenge am Samstagabend vorzeitig Meister ist. »Wir haben aus den personellen Möglichkeiten das Beste gemacht. Die kämpferische Einstellung hat gepasst«, stimmt TSG-Kreisläufer »Calle« Wagner, der den erkrankten Trainer Michael Boy vertritt, trotzdem versöhnliche Töne an. »Wir waren effektiver im Angriff und haben ausnutzen können, dass Altenhagen etwas geschwächt war«, analysiert SFL-Keeper Pascal Welge. Sein Trainer Thomas Lay nimmt den Sieg gelassen zur Kenntnis: »Ich bin nicht so aus dem Häuschen, weil wir uns immer weiter steigern und mich diese starken Leistungen irgendwie nicht mehr überraschen.«

Daten & Fakten

SFL: Welge (bis 14., ab 41.), Plum (14.-41.); Stinhans (n.e.), Menger (4), Stockmann (6), Blankert (1), Kalms (2), Harting (1), J. Patzelt, Harnacke (n.e.), Weigel (1), N. Patzelt (4), Steinkühler (7), Meyer (6/4).

TSG: Ehlentrup, Hendrich; Schuwerack (1), Zwaka (2), Wagner, Prüßner (1), Fröbel (2), Kastening (1), Krause (5), Strathmeier, Hinz (10/3), Sewing (5).

Stationen: 1:2 (3.), 4:2, 5:5, 9:9, 13:10 (20.), 18:15 (HZ), 19:20 (37.), 21:20, 22:22, 26:23 (49.), 28:26 (55.), 29:27, 31:27.

Zeitstrafen: 4:2 (3x2 J. Patzelt/52.). – Zuschauer: 400. – So geht es weiter: Sa., 5. Mai, 19 Uhr VfL Mennighüffen (A).

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