Kreispokal der Frauen: TG besiegt mit acht A-Jugendlichen Verbandsligist TuS Brockhagen im Frauenfinale 14:13 Hörstes Hochgeschwindigkeit bringt den Cup

Versmold  (WB/guf). Platz eins bis drei für die Frauenmannschaften aus dem Altkreis – und den Kreispokal hat sich sensationell die jüngste Mannschaft des Turniers geangelt. Bezirksligist TG Hörste, bis auf drei Ausnahmen mit einer kompletten A-Jugend angetreten, besiegte im Finale die routinierte Verbandsliga-Crew des TuS Brockhagen 14:13 (8:7) und skandierte hinter im Jubelkreis »Doppelsieg«. Denn tags zuvor hatten acht Spielerinnen schon den Jugendkreispokale gewonnen. Im kleinen Finale holte sich Bezirksliga-Spitzenreiter Spvg. Versmold überlegen mit 20:7 gegen den Ligakollegen Wiedenbrück Platz drei.

Jubel bei Überraschungs-Pokalsieger TG Hörste. Das junge Team siegte mit Annalena Raudies, Lina Wellerdiek, Jule Tewes, Kim Laker, Yvonne Panofen, Antonia Willich, Laura Dreazzani, Melina Gerdes, Nina Wittenbrink, Jana Hagemann, Luisa Reckordt, Svenja Diekhaus und dem Trainer/Betreuer-Gespann Michael Kerschkowski, Sonja Schäper und Ronja Oberluggauer.
Jubel bei Überraschungs-Pokalsieger TG Hörste. Das junge Team siegte mit Annalena Raudies, Lina Wellerdiek, Jule Tewes, Kim Laker, Yvonne Panofen, Antonia Willich, Laura Dreazzani, Melina Gerdes, Nina Wittenbrink, Jana Hagemann, Luisa Reckordt, Svenja Diekhaus und dem Trainer/Betreuer-Gespann Michael Kerschkowski, Sonja Schäper und Ronja Oberluggauer. Foto: Nico Seifert

»So viele Handballverrückte auf einem Haufen findest du selten.« Trainer Michael Kerschkowski war begeistert von seinem jungen Team, das mit der Viertelfinalgruppe plus A-Jugend-Endspiel am Samstag und zwei 30-Minuten-Partien am Sonntag ein Riesenpensum geleistet hatte. Im Halbfinale hatte Hörste bereits die Routiniers der Spvg. Versmold mit Tempohandball aus dem Rennen geworfen.

Im Finale trieb die quirlige Kim Laker ihr Team dann zu noch höherer Frequenz an - obwohl Melina Gerdes und Jule Tewes nach einem Autounfall (zum Glück ohne Verletzungsfolgen) draußen blieben und kaum eine Wechselmöglichkeit bestand. Beim 12:9 (20.) führte Hörste erstmals mit drei Toren, weil Torfrau Annalena Raudies immer besser parierte, und rettete in einer dramatischen Schlussphase mit Zeitstrafen auf beiden Seiten den knappen Sieg ins Ziel.

Knappste aller möglichen Entscheidungen

In der Top-Gruppe des Viertelfinales hatte es die knappste aller möglichen Entscheidungen gegeben: TuS Brockhagen schnappte dem punktgleichen Verbandsliga-Rivalen Spvg. Steinhagen aufgrund der im Turnierverlauf mehr geworfenen Tore den Endrundenplatz weg. Beide Teams hatten Titelverteidiger TV Verl besiegt, beide hatten sich im direkten Duell leistungsgerecht 9:9 getrennt und eine Tordifferenz von +13 erreicht.

Im Derbyverlauf bedeutete Brockhagens 3:1 die einzige Zwei-Tore-Führung für eine der beiden Mannschaften, Steinhagen trauerte einem vergebenen Siebenmeter nach. Spvg.-Trainer Olaf Grintz: »Schade, dass in den Durchführungsbestimmungen das Weiterkommen so geregelt ist. Im Kreis Bielefeld-Herford wird die Platzierung dann per Siebenmeterwerfen ermittelt.«

Grintz hält das für die gerechtere Regelung: »Gegen uns hat Verl zum Beispiel mit Rückraumspielerin Thessa Hayn gespielt, die gegen Brockhagen noch nicht zum Einsatz kam.«

In zwei anderen Gruppen sorgten Bezirksligisten aus dem Altkreis für Überraschungen: Versmold ließ die Landesligisten Borgholzhausen und Harsewinkel hinter sich, Hörste den Landesliga-Spitzenreiter Rietberg-Mastholte.

Ergebnisse der Endrunde

Halbfinale: TG Hörste - Spvg. Versmold 15:9, TuS Brockhagen - Wiedenbrücker TV 24:7

Spiel um Platz drei: Spvg. Versmold - Wiedenbrücker TV 20:7

Endspiel: TG Hörste - TuS Brockhagen 14:13

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