Handball-Oberliga: Auch die Ex-Hörster Schäper und Sewing gehören zu den Protagonisten des Derbys Fröbel trifft mit Ansage

Versmold-Loxten (WB/vos). Ein 27:27 hatte SF Loxtens Pascal Welge im Interview mit dem WESTFALEN-BLATT vor dem Oberliga-Derby gegen TSG A-H Bielefeld getippt. Doch ausgerechnet zwei alte Altenhagener Weggefährten sorgten letztendlich dafür, dass Welge an alter Wirkungsstätte mit seiner neuen Handball-Mannschaft beim 27:28 den angepeilten Teilerfolg nicht ergattern konnte.

Zunächst war es Henrik Ortmann, der den SFL-Torwart mit einem Doppelpack und zwei herausgeholten Siebenmetern in seinem 356. Pflichtspieleinsatz für die TSG mächtig ärgerte. 66 Sekunden vor Schluss schritt dann beim Stand von 26:26 Tobias Fröbel zur Siebenmetermarke: Noch unter der Woche hatte der TSG-Kapitän am Telefon mit Spezi Welge gefrotzelt und das entscheidende Tor vom Punkt angekündigt – und tatsächlich versenkte Fröbel den Ball von der Marke rechts unten zum 27:26. »Dass gerade Ötti und Tobi das Ding reißen, ist schon kurios. Aber keiner hätte zur Pause gedacht, dass wir überhaupt noch einmal rankommen und wir haben gezeigt, dass wir die TSG ärgern können«, sagte der Loxtener Tormann anschließend trotzdem versöhnlich.

Das Duell Welge gegen Fröbel und Ortmann war nicht das einzige Aufeinandertreffen alter Bekannter. Max Schäper und Luca Sewing haben bereits gemeinsam für die TG Hörste auf dem Feld gestanden und drückten nun beide dem Derby auch ihren Stempel auf. Sewing versenkte im TSG-Dress alle seine fünf Wurfversuche in der ersten Halbzeit eiskalt und Schäper trieb als nimmermüder Kämpfer die Loxtener Aufholjagd an. Kein Wunder, dass TSG-Trainer Michael Boy nach dem Abpfiff kräftig durchpustete: »Das war nicht ein blaues Auge, das waren zwei.«

Während die TSG mit 20:2 Punkten als Tabellenführer in die Weihnachtspause geht, liegen die Frösche mit 10:12 Zählern etwas hinter den Erwartungen zurück, haben aber mit dem couragierten Auftritt im Derby ihren Aufwärtstrend bestätigt. Positiv außerdem: Christian Kalms will nach dem Jahreswechsel wieder angreifen und Sebastian Hölmer hofft noch vor Ostern auf erste Einsatzminuten. Nils Patzelt droht hingegen auszufallen: Der Rechtsaußen knickte in der zweiten Halbzeit um, das linke Sprunggelenk schwoll innerhalb von Minuten dick an. Trainer Thomas Lay: »Wir sind froh, dass jetzt Pause ist.«

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