Handball-Oberliga aktuell: Loxten verliert bei TSG A-H Bielefeld 27:28 Stockmann ist der tragische Held

Versmold-Loxten (WB). SF Loxten hat Oberliga-Tabellenführer TSG A-H Bielefeld lange geärgert, ist trotz einer grandiosen Aufholjagd aber am Ende leer ausgegangen. Nach der 27:28 (11:17)-Niederlage ist speziell ein Loxtener Handballer untröstlich gewesen.

Von Sören Voss
Foto: Sören Voss

Mit 900 Zuschauern in der Seidenstickerhalle wird der Loxtener Vereinsrekord mit 1200 Fans vom Wiederholungsspiel 2004 beim TV Verl deutlich verfehlt, aber das Drumherum in der weitläufigen Seidenstickerhalle scheint die Gäste dennoch zu beeindrucken.

Loxten startet völlig verunsichert und rennt von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der SFL-Rückraum hat allergrößte Probleme, die starke TSG-Deckung unter Druck zu setzen und beißt sich im 6:0-Beton regelrecht fest. Die Bielefelder ziehen spielend leicht auf 4:1, 7:3 und 11:4 davon (15.) und erst nach einer Auszeit legen die Loxtener ihre Unsicherheit zumindest etwas ab.

Bis zum 11:17-Pausenstand rangieren die SFL-Tore noch unter der Rubrik Ergebniskosmetik, danach aber zeigen die jetzt immer mutiger werdenden Gäste, dass sie den Favoriten durchaus ärgern können. Die 5:1-Abwehr und der nach einer Verschnaufpause wieder eingewechselte Torwart Pascal Welge stellen den Favoriten nun vor knifflige Aufgaben, die 4:2-Deckung bringt die TSG dann vollends aus dem Konzept.

Vom 12:20 kämpfen sich die Frösche in nur fünf Minuten auf 19:21 heran (46.), Timo Menger bringt den Außenseiter beim 24:23 dann sogar erstmals in Führung und der bärenstarke Marian Stockmann sorgt mit seinem Doppelpack zum 25:24 und 26:25 dafür, dass der beachtlich große Gästeblock Kopf steht.

Die Hausherren setzen dem Loxtener Elan Routine entgegen. Der 38-jährige zum x-ten Mal reaktivierte Hendrik Ortmann markiert jetzt zwei wichtige Tore. Loxten muss den Ausfall von Marlon Meyer (Rot nach Foul an Ortmann) und Nils Patzelt (umgeknickt) verkraften, hat aber 30 Sekunden vor Schluss beim Stand von 26:27 in Ballbesitz die Chance auf den Ausgleich. Bitter: Dem so treffsicheren Stockmann flutscht der Ball nach einem vermeintlich harmlosen Pass durch die Finger, die TSG kontert zum vorentscheidenden 28:26. Auch der Trost seine Mitspieler kann dem tragischen Helden nicht helfen: »Total ärgerlich. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Aber so ist der Sport.« Loxtens Trainer Thomas Lay ärgert sich: »Mit einem Unentschieden wären beide Seiten zufrieden gewesen.«

Auf einen Blick

TSG A-H Bielefeld: Kroll, Hendrich, Hinz (3/1), Kröger (4), Strathmeier (4), Sewing (5), Krause (4), Zwaka, Schuwerak (3), Fröbel (3/1), Kirsch, Ortmann (2), Wortmann.

SF Loxten: Welge, Plum (11.-20.); Schäper (4), Menger (5), Stockmann (6), Blankert (2), Harting, J. Patzelt (2), Weigel, N. Patzelt (1), Steinkühler (1), Harnacke (1), Stinhans, Meyer (5/4).

Zeitstrafen: 1:1.

Siebenmeter: TSG 4/2, Loxten 6/4.

Stationen: 1:1, 4:1 (6.), 7:3, 11:4 (15.), 13:6, 15:7 (24.), 15:9, 17:11 (HZ), 20:12, 20:16 (41.), 21:19 (46.), 23:24 (55.), 25:26 (57.), 28:26 (60.), 28:27 (60.).

Schiedsrichter: Levermann/Rietenberg (Leopoldshöhe). Zuschauer: 900.

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