SC Verl empfängt Gladbach – Capretti zahlt Ehrenschuld – Schröder fit Eigene »Elf« egalisieren

Verl (WB). Fast drei Monate am Stück: Schon einmal sind die Fußballer des SC Verl in dieser Saison der Regionalliga West für lange Zeit unbesiegt geblieben – exakt elf Partien in Folge. Genau diese Marke kann das Team von Trainer Guerino Capretti am Samstag (14 Uhr) einstellen, sollte es im Heimspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach nicht als Verlierer vom Platz gehen.

Von Christian Bröder
Bastian Müller (links) will mit dem SC Verl gegen Mönchengladbach die eigene Serie an nicht verlorenen Spielen einstellen. Außerdem sind die Schwarz-Weißen in der Sportclub-Arena noch unbesiegt und haben den DFB-Pokal im Hinterkopf.
Bastian Müller (links) will mit dem SC Verl gegen Mönchengladbach die eigene Serie an nicht verlorenen Spielen einstellen. Außerdem sind die Schwarz-Weißen in der Sportclub-Arena noch unbesiegt und haben den DFB-Pokal im Hinterkopf. Foto: Wolfgang Wotke

Die Remiskönige von der Poststraße haben ihre längste Serie in der Hinrunde aufgestellt: Zwischen dem 0:0 gegen Spitzenreiter KFC Uerdingen am 16. September 2017 und dem 0:2 in Aachen am 2. Dezember 2017 sind satte 77 Tage vergangen. Dass die aktuellen, zehn pleitelosen Partien in Serie in einem weitaus kürzeren Zeitraum (nämlich 49 Tagen) zusammengekommen sind, liegt am geballten Rückrundenprogramm mit der hohen Anzahl an Nachholspieltagen.

Kassenwarte Kurzen und Choroba kassieren die 50 Euro

Zum Ende der vorletzten englischen Woche hat Trainer Guerino Capretti am Freitag erst mal eine Ehrenschuld beglichen. Der 36-Jährige hatte für die Verantwortlichen der Mannschaftskasse – Patrick Choroba und Patrick Kurzen – 50 Euro in der Tasche, die er am Mittwoch beim 1:1 (0:1) gegen Wuppertal als Prämie für ein Tor nach einer Standardsituation ausgelobt und verloren hatte.

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Die Jungs hätten sich aber weitaus mehr verdienen können, bei den ganzen Möglichkeiten die wir hatten.

Guerino Capretti

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»Die Jungs hätten sich aber weitaus mehr verdienen können, bei den ganzen Möglichkeiten die wir hatten«, spricht »Rino« das jüngste Manko an. Die Chancenverwertung seines Rangachten (43 Punkte) sollte gegen den von Ex-Profi Arie van Lent trainierten Tabellenzwölften (41) deutlich besser ausfallen. »Denn die Gladbacher würden es andernfalls bestrafen. Sie stehen auf einem Tabellenplatz, wo sie nicht hingehören«, findet Guerino Capretti.

Rekordserie, Heimspiel-Bilanz, DFB-Pokal – es gibt viele Anreize für Verl

Das Hinspiel dieser Saison gewann Verl bei den »Jungfohlen« am 28. Oktober 2017 mit 3:0 – eben inmitten der stolzen Serie von elf ungeschlagenen Partien. »Dass wir das jetzt noch mal erreichen können, ist ein schöner Anreiz, aber nicht der einzige«, bemerkt Coach Capretti. Weiter ungeschlagen ist sein Team nämlich auch in der Sportclub-Arena, denn die einzige »Heimpleite« gegen Düsseldorf (0:1) haben sich die Seinen in der Tönnies-Arena zugezogen.

Außerdem lockt nach wie vor die Möglichkeit, als bester westfälischer Regionalligist über ein Entscheidungsspiel gegen den Oberligameister in den DFB-Pokal einziehen zu können. Eine weitere Prämie lobt der Trainer aber nicht aus: »So ein Spiel an sich ist Motivation genug. Da muss ich nicht noch mal in die Tasche greifen«, schmunzelt Capretti, der als Spieler gegen Freiburg (2006), Bochum (2009), Hertha BSC (2010) und 1860 München (2011) selber das Pokal-Vergnügen erlebt hat.

Jannik Schröder ist wieder fit – Daniel Mikic fehlt mit Gelbsperre

Frohe Kunde zum Schluss: Zwar fehlen Cihan Özkara und Daniel Mikic (zehnte Gelbe Karte), doch Zlatko Muhovic ist wieder völlig beschwerdefrei und selbst der Langzeitverletzte Jannik Schröder hat sich zurückgemeldet. »Er hat gesagt, er stehe als Back-up zur Verfügung. Das ist ein tolles Zeichen«, freut sich Guerino Capretti.

So könnte der SC Verl spielen: Brüseke - Choroba, Schmidt, Stöckner, Sansar - Müller, Kurt - Kurzen, Haeder (Liehr), Hecker (Muhovic) - Maier.

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