Aber: Trainer Graskamp sieht FSV Gütersloh vorm OWL-Derby gestärkt Als Außenseiter gegen Arminia

Gütersloh (WB). Ein Kribbeln? Nö. Markus Graskamp (47) bezeichnet es »eher als leichte Vorfreude«, mit der er dem ostwestfälischen Derby in der 2. Frauenfußball-Bundesliga am Sonntag (14 Uhr, Tönnies-Arena) entgegenblickt. »Ob der Gegner nun Arminia heißt oder Potsdam, das ist egal. Wir müssen Punkte scheffeln«, sagt der Trainer des FSV Gütersloh.

Von Christian Bröder
Das letzte Heimspiel-Derby gegen Arminia hat die Gütersloher Torhüterin Sarah Rolle (2. von links) mit ihren rot gekleideten Mitspielerinnen Marie Pollmann, Lena Lückel und Pia Lange gegen Laura Liedmeier (links) und den DSC mit 2:3 verloren.
Das letzte Heimspiel-Derby gegen Arminia hat die Gütersloher Torhüterin Sarah Rolle (2. von links) mit ihren rot gekleideten Mitspielerinnen Marie Pollmann, Lena Lückel und Pia Lange gegen Laura Liedmeier (links) und den DSC mit 2:3 verloren. Foto: Wolfgang Wotke

Prestige hin oder her: Was zählt ist Zählbares! Ihren sechsten Tabellenrang, den direkten Qualifikationsplatz für die eingleisige 2. Liga, haben die Dalkestädterinnen (25 Punkte) nach den Nachholspielen von Mittwoch wieder an Cloppenburg (5:1 in Henstedt/26 Punkte) verloren. Der Abstand zum Fünften Arminia Bielefeld (1:1 in Jena/28 Punkte) ist bei einer ausgetragenen Partie mehr zudem auf drei Zähler gewachsen. »Wenn man ihre Saisonspiele betrachtet, sind die Bielefelderinnen konstanter als wir. Deswegen stehen sie besser da und deshalb sehe ich Arminia auch ein bisschen favorisiert«, erklärt »Grassi«. Gleichwohl würden die Seinen nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg II »mit positiver Grundstimmung und gestärkt ins Derby gehen«.

Das gilt auch in personeller Hinsicht: Bis aus Urlauberin Hjördis Nüsken steht derselbe Kader wie am vergangenen Sonntag zur Verfügung, plus die beiden U17-Nationalspielerinnen Anna Aehling und Pauline Berning. Bei Defensivspielerin Melissa Schulz ist eine Entzündung im Meniskus diagnostiziert worden, weshalb sie weiter fehlt. Alle anderen dürften heiß darauf sein, sich für die Hinspiel-Pleite zu revanchieren: Am 5. November hat dem DSC vor 175 Zuschauern im Waldstadion Quelle das 1:0 (64.) durch Annabel Jäger gereicht. Die 24-jährige gebürtige Gütersloherin ist eine von insgesamt fünf Bielefelderinnen mit Vergangenheit beim FSV, der sein letztes Heimspiel-Derby ebenfalls verloren hat (2:3 im November 2016). Weitere Ex-Kräfte sind Torhüterin Vivien Brandt, Liga-Toptorjägerin Sarah Grünheid (siehe Kasten), Regisseurin Maxine Birkner und Laura Liedmeier.

Zur letztgenannten 21-Jährigen hat auch Michael Horstkötter nach wie vor einen guten Draht. Personell will der FSV-Geschäftsführer in Kürze ein straff geschnürtes Paket an Vertragsverlängerungen präsentieren. Seine Sicht für die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga: »Ob wir oder Arminia – beide können ihr Ziel verwirklichen. Ich vermute, dass es im Kampf um Platz sechs auf ein Duell zwischen Gütersloh und Cloppenburg hinauslaufen wird.«

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