SC Verl: Video-Fehleranalyse vor dem heutigen Heimspiel gegen Essen Lehrreiche Bildschirm-Lektion

Verl (WB). Frisch gestylt wird Guerino Capretti heute Abend auf seiner Bank Platz nehmen: Der Trainer des Fußball-Regionalligisten SC Verl war vor der Heimpartie gegen Rot-Weiß Essen (Anstoß 19 Uhr) noch kurz beim Friseur.

Von Uwe Caspar
Cihan Özkara ist eine Alternative für den zuletzt schwächelnden Angriff des SC Verl. Im heutigen Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen will der heimische Fußball-Regionalligist endlich den ersten Sieg des Jahres 2018 einfahren.
Cihan Özkara ist eine Alternative für den zuletzt schwächelnden Angriff des SC Verl. Im heutigen Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen will der heimische Fußball-Regionalligist endlich den ersten Sieg des Jahres 2018 einfahren. Foto: Wolfgang Wotke

Ein Styling in puncto Chancenverwertung könnte auch Caprettis Mannschaft gut gebrauchen. Videoanalysen führt zwar ihr Coach nach fast jedem Spiel durch, aber die Bildschirm-Lektion nach der Partie beim Bonner SC (1:1) fiel besonders umfangreich und kritisch aus. »Ich wollte dem Team deutlich vor Augen führen, was es in Bonn falsch gemacht hat. Da stimmten unter anderem die Laufwege nicht, auch Räume und Positionen wurden teilweise falsch besetzt«, hofft Capretti, dass seine Schützlinge aus dem visuellen Anschauungsunterricht ihre Lehren gezogen haben und es gegen den Tabellennachbarn Essen im Abschluss besser machen werden. Denn sonst klappt es wieder nicht mit dem von ihm so herbeigesehnten ersten Sieg in diesem Jahr. Der ist überfällig, zumal sich die Verler trotz ihres komfortablen Acht-Punkte-Puffers zum ersten Abstiegsplatz noch nicht in Sicherheit wiegen dürfen.

Immerhin: Mit Matthias Haeder und Cihan Özkara verfügt der SCV für das RWE-Match über Alternativen im Angriff. Ob Haeder in der Startformation stehen wird, das lässt Capretti noch offen: »Ich werde mich erst nach dem Abschlusstraining festlegen.« Obwohl der gegen Bonn in der Schlussphase in die Offensive beorderte Cinar Sansar auch seine Qualitäten als Stürmer bewies, ist ein Rollentausch für seinen Trainer keine dauerhafte Option. »Cinar ist hinten wichtiger für uns«, erklärt Capretti.

Den heutigen Gegner misst er nicht an dessen derzeit mäßigen Tabellenplatz: »Rot-Weiss gehört eigentlich in das obere Drittel.« Trotz seiner Wertschätzung für RWE erhofft sich Capretti drei Punkte: »Wir hatten Essen schon im Hinspiel an den Rand einer Niederlage gebracht. Das macht mir Mut.« Mut macht ihm zudem, dass Verl zumindest in der Sportclub-Arena noch unbesiegt ist. Hier will der frisch frisierte Trainer nun Rot-Weiss Essen rasieren!

So könnte Verl spielen: Brüseke - Sansar, Stöckner, Schmidt, Schaal - Müller, Mikic - Muhovic, Haeder, Kurzen - Maier.

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