Handball-Verbandsliga: Steinhagens Co-Trainer hoch motiviert – Brockhagen in Isselhorst
Erinnerung an ein Feuerwerk soll aufleben

Halle (WB). Beim 29:24-Sieg nach 10:17-Rückstand gegen Emsdetten hat Spvg. Steinhagen erste Hoffnungen darauf geweckt, dass die Verbandsliga-Saison spektakulär zu werden verspricht. Am zweiten Spieltag wollen alle drei heimischen Handballteams dieser Spielklasse über ihren Schatten springen: TuS Brockhagen im Nachbarschaftsduell beim TV Isselhorst und die beiden anderen Teams in Sportstätten, die hochklassige und denkwürdige Handball-Schlachten erlebt haben.

Samstag, 10.10.2020, 03:15 Uhr aktualisiert: 10.10.2020, 03:30 Uhr
Schmerzhaft zu Fall gebracht: So erging es Paul Blankert im Oktober 2019 gegen TV Isselhorst. Samstag will TuS Brockhagen trotz Trainingsrückstands den Spieß umdrehen. Foto: Sören Voss

Staffel 1: Handball Bad Salzuflen - HSG Werther/Borgholzhausen. Mit Klassespielern wie Zygfryd Jedrzej und Rüdiger Traub boten die Salzuflener 2001/02 im Schulzentrum Aspe Zweitliga-Handball, belegten als HC 93 Platz sieben im Bundesliga-Unterhaus. Nach einer Fusion der Handballer von TuS Ehrsen, TG Schötmar und TuS Knetterheide ist eine neue Spielgemeinschaft aus der Kreisliga bis in Westfalens zweithöchste Spielklasse geklettert. Und zwar eindrucksvoll als überlegener Meister der Landesliga-Staffel 1 (36:2 Punkte). Zum ersten Verbandsliga-Sieg brauchten die Lipper allerdings Glück am grünen Tisch, denn Gegner TuS Spenge II verwechselte die Prüßner-Brüder beim Eintragen in den Spielbericht. Das 19:19 wurde für die Spielgemeinschaft gewertet.

„Salzuflen klagt über viele Verletzte und hat wohl einige Personalprobleme. Das hat sie aber nicht daran gehindert, gegen Spenge eine sehr kompakte Deckung zu stellen.“ HSG-Trainer Carsten Gahlmann hat beobachtet, dass Salzuflen von der verhaltenen 3-2-1 über 5-1 und 6-0 alle gängigen Abwehrsysteme beherrscht und robust die körperliche Stärke ausspielt: „Das wird eine echte Aufgabe, da müssen wir voll gegenhalten und vor allem kompakter stehen als in Hahlen.“

Nach WeBos Auftaktschlappe sieht Gahlmann den kommenden Gegner eher als die Kragenweite seiner Mannschaft, die gute Vorstellung der ersten Halbzeit soll der Maßstab sein. Für Kreisläufer Moritz Topp (Kiefer-Verletzung/vermutlich fünf, sechs Wochen Pause) rückt Erik Sommer ins Team. Rechtsaußen Marius Kruse ist noch nicht fit.

Staffel 2: TV Isselhorst - TuS Brockhagen. Gegen den Vizemeister handelte sich Brockhagen vergangene Saison eine 22:33- Heimklatsche ein. Im Nachbardorf war der Aufsteiger Mitte Februar dann ganz dicht dran an der Revanche, verlor hauchdünn 23:25. Für beide Teams ist es der verspätete Saisoneinstand: TVI hatte spielfrei, der TuS ist Opfer ausgedehnter Reparatur- und Sanierungsarbeiten in der eigenen Halle, die auch nächste Woche gesperrt bleibt. „Wir treffen uns zum Fototermin und müssen aufpassen, dass die Baugerüste nicht das Bild beherrschen“, kommentierte Coach Timo Schäfer den unfreiwilligen Plan fürs Donnerstag-Training. „Ich erwarte Samstag, dass jeder in Sachen Einsatz und Willen alles in die Waagschale wirft. Alles andere ist eine Wundertüte“, sagt Schäfer mit Blick auf Hallensperrung und Trainingsrückstand. Auf Fan-Unterstützung muss der Gast verzichten. TVI darf coronabedingt nur 70 Zuschauer (Dauerkarten-Besitzer und Sponsoren) in die Halle lassen.

SuS Oberaden - Spvg. Steinhagen. Auch in der Oberadener Römerberg-Sporthalle wurde einst Zweitliga-Handball geboten. Jetzt ist die mit sechs Zugängen umformierte SuS-Mannschaft nach Platz 10 in der Vorsaison ein Verbandsligist, bei dem die Spvg. unbedingt punkten will. Zumal Steffen Thiede mit Oberaden eines seiner schönsten Erlebnisse als Spieler verbindet: „In Steinhagens erstem Verbandsliga-Jahr ist Oberaden ziemlich deutlich Meister geworden. Aber bei uns haben sie eine 29:39-Packung gekriegt. Wir haben ein richtiges Feuerwerk abgebrannt“, schwärmt der Co-Trainer.

Dass die Spvg. gegen Emsdetten in den letzten 25 Minuten einen 19:7-Lauf hinlegte, sieht Thiede als wichtiges Signal: „Auch beim 10:17 hat keiner den Kopf hängen lassen, der Kampfgeist war immer da. Außerdem hat man gesehen, dass wir topfit sind und unfassbare schnelle Außen haben.“ Diesmal will die Spvg. (eventuell wieder mit Joshua Wagner) die Fehlerquote senken, trotzdem aber voll aufs Tempo drücken. Der Gegner war bei seiner 28:33 (14:15)-Niederlage in Altenbeken nach der Pause überfordert, will sich jedoch in eigener Halle rehabilitieren – das könnte spannend werden.

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