Fußball: Der Landesliga-Vorletzte Spvg. Steinhagen steht nach nur einem Punkt aus vier Partien schon bald unter Zugzwang
Kellers neue Aufgabe beim SCP

Steinhagen (WB/star/hosh). Nur ein Tor und ein Punkt in vier Spielen: Nach dem 0:4 gegen Neuling SV Heide-Paderborn machte sich bei Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen erste Ernüchterung breit. „Einiges ist bisher nicht so gelaufen wie gewünscht“, sagte der neue Fußball-Obmann Arno Hornberg.

Dienstag, 06.10.2020, 23:29 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 02:01 Uhr
Steinhagens ehemaliger Landesliga-Trainer Daniel Keller hat eine neue Aufgabe im Scoutingbereich des SC Paderborn übernommen. Foto: Sören Voss

So gerieten die Platzherren wie schon zuvor in Beckum nach einem bösen individuellen Patzer von Torwart Can Dar früh in Rückstand. Jegliches Selbstvertrauen schien danach wie weggewischt zu sein. Augenscheinlich war auch, dass einige Akteure (Reto Bechtel, Ridvan Cinar, Atilla Mert) nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Gerade in der Offensive werden Alternativen schmerzlich vermisst. Königstransfer Marcel Rohde fehlte erneut, drehte nach seiner Adduktoren-Verletzung einige Runden, statt auf dem Rasen den Unterschied auszumachen. Und Neuverpflichtung Jonay Torres (erst verletzt, dann krank) hat überhaupt noch keine Punktspiel-Minute auf dem Konto.

Ein Blick auf die Tabelle und den Spielplan verdeutlicht, dass schon früh in der Saison für Steinhagen die Woche der Wahrheit ansteht. Kommenden Sonntag beim Rangzweiten Maaslingen hängen die Trauben hoch. Doch bei aktuell schon jetzt fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz steht das Cronsbachteam im folgenden Heimspiel-Doppelpack gegen Eidinghausen-Werste (Sonntag, 18. Oktober) und gegen Bruchmühlen (Nachholpartie am Donnerstag, 22. Oktober) unter Druck. Beide Kontrahenten ließen zuletzt ihre Liga-Tauglichkeit vermissen.

Ganz schlimm hat es Eidinghausen-Werste erwischt. Dem 0:11-Debakel gegen Nieheim ließ Steinhagens Tabellennachbar (bisher drei Zähler) ein 0:5 in Dornberg folgen. „Wir müssen die Blockade lösen und die Köpfe der Spieler im Training frei bekommen. Wir müssen laufen, beißen und kratzen, um Erfolg zu haben“, fordert Trainer Georg Wittner. Und dass TuS Bruchmühlen schon vier Zähler verbucht hat, das verwunderte angesichts der 0:7-Ohrfeige auf eigenem Platz gegen Hövelhof.

0:16 Tore in zwei Spielen

Derweil wartet Neuenbeken nach dem 3:5 im Kellerduell gegen Kirchlengern auch nach fünf Partien noch auf den ersten zählbaren Erfolg. Coach Marco Cirrincione musste erneut Stammspieler ersetzen und angeschlagene Akteure aufbieten. Doch das Schlusslicht bot Paroli. „Das ist eine bittere Niederlage. Wir hatten genügend Chancen, um hier mindestens einen Punkt zu holen, treffen das Tor aber nicht. Die Mannschaft hat mit viel Herz und sehr guter Einstellung gespielt. Da muss man dann die individuelle Klasse von Kirchlengern anerkennen, die den Ball in den Torwinkel schießen“, so der Coach.

Für einen ehemaligen Trainer der Spvg. Steinhagen geht es in neuer Funktion beim SC Paderborn wieder weiter. Daniel Keller war von Juli 2016 bis März 2018 Coach der Spvg. und nach einer Saison beim SC Herford seit Februar 2020 am DFB-Stützpunkt in Steinhagen tätig. Diese Aufgabe gab er nun auf, um beim SC Paderborn als „Koordinator Scouting“ im Bereich U17 bis U21 zu arbeiten. „Dort koordiniere ich den gesamten Ablauf. Also was ist der Ist-Zustand, wo setzen wir die Scouts ein. Dann sichte ich selber natürlich auch und stehe im ständigen Austausch mit Trainer und der sportlichen Leitung, damit alles möglichst zielführend abläuft“, so Kellers kurze Job-Beschreibung. Aber auch in Steinhagen hatte der ehemalige Spvg.-Coach eine gute Zeit: „Ich kannte am Stützpunkt das Team ganz gut und als dort kurzfristig Bedarf war, bin ich bei der U15 eingestiegen und habe auch die anderen Mannschaften unterstützt. Ich muss echt sagen, dass es mir dort großen Spaß gemacht hat“, so Keller. Alleine schon wegen der DFB-Regularien darf er parallel nicht für den DFB und den SCP gleichzeitig tätig sein. „Aber auch zeitlich wäre das zu viel Aufwand gewesen“, so der A-Lizenzinhaber, der hauptberuflich als Lehrer arbeitet. Die neue Position tritt er jetzt wenig überraschend top-motiviert an: „Das war jetzt zuletzt auch ein Prozess. Nach den beiden Stationen Steinhagen und Herford fragt man sich schon: Wie soll es weitergehen, welche Aufgabe reizt mich und was eher nicht? Und so ein Job beim SC Paderborn ist natürlich eine tolle Chance und Herausforderung.“

 

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