Handball: Verbandsligist Spvg. Steinhagen will sich verbessern
Vorfreude, aber auch viele Fragezeichen

Steinhagen. Mit neuem Trainer und alten Bekannten als Zugänge möchten die Verbandsliga-Handballerinnen der Spvg. Steinhagen eine bessere Saison als zuletzt spielen. Allerdings gibt es noch einige Fragezeichen.

Montag, 10.08.2020, 22:10 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 22:20 Uhr
Die „altbekannten Neuen“ bei Frauen-Verbandsligist Spvg. Steinhagen: Rine Fuchs, Charlotte Ehring, Alina Stockhecke und Trainer Dirk Blankert. Foto: Sascha Churt

Der neue Coach Dirk Blankert spricht ungern von Abgängen, wenn er vier Schützlinge nennt, deren sportliche Zukunft ungewiss ist. Deshalb nennt er sie lieber zukünftige Standby-Spielerinnen: So liebäugelt Lena Gresselmeier mit einem Studienplatz im Rheinland und wartet noch auf eine Antwort. Pia Neubauer arbeitet an ihrer beruflichen Karriere an der TH OWL in Lemgo und ist dort sehr eingespannt. Alina Karnath hat sich beruflich verändert und leidet an Knieproblemen. Torhüterin Katharina Benkelberg macht noch eine Babypause. Doch selbst wenn mit diesen Spielerinnen vorerst nicht zu rechnen ist, konnten die Positionen mit alten Bekannten wieder aufgefüllt werden. Torhüterin Nina Köhne, die schon vergangene Saison mehrfach einsprang, ist wieder fest dabei. Blankert: „Die Zusage ist natürlich Gold wert und ich hoffe, dass sie dieses Mal auf einer anderen Motivationsebene einsteigt als beim Aushelfen letzte Saison.“ Mit Mitte-Spielerin Rine Fuchs und Rückraumschützin Alina Stockhecke sind ebenfalls zwei altbekannte Spielerinnen zurück in der ersten Mannschaft. Vor sieben Jahren spielte Fuchs zuletzt für Steinhagen noch in der Oberliga unter Anja Kracht. Stockhecke wechselte zur Saison 2016/2017 berufsbedingt zum Verein Mettmann-Sport, kam aber bereits gegen Ende der abgelaufenen Saison schon wieder in Steinhagen zum Einsatz und könnte als Neubauer-Ersatz für die sogenannten einfachen Tore sorgen. Die mögliche Lücke auf Außen durch Karnath und Gresselmeier soll Charlotte Ehring aus der eigenen zweiten Mannschaft schließen. Zudem versucht Blankert noch „eine gute Verzahnung mit der zweiten Mannschaft hinzukriegen“.

Neben dem Personal sieht der Trainer aber auch Fragezeichen hinsichtlich der Durchführung der Saison und der Liga: „Ich kenne die Gegner gar nicht. Ich habe die Spiele ja vorher nur aus der Pöbelecke als Vater geguckt. Von der Papierform her sind Wettringen und Möllbergen heiße Anwärter, und auch TG Hörste wird sicherlich eine gute Rolle spielen.“ Im Duell mit dem Altkreisnachbarn wird Blankert dann auch ein Widersehen mit Hörstes neuem Coach Frank Spannuth feiern. Mit Spannuth trainierte Dirk Blankert viele Jahre die Männer der Spvg. erfolgreich. „Ich habe mit Frank telefoniert und bei uns herrscht noch eine Grundskepsis, ob Corona wirklich die Saison wie geplant starten und stattfinden lässt. Dabei mache ich mir keine Sorgen wegen Hygiene und Abstand, sondern mehr wegen der Aerosole.“

Fernziel Oberliga

Dennoch freut sich auch Blankert auf die neue Spielzeit. Dabei war sein Comeback auf der Trainerbank alles andere als selbstverständlich: „Ich wurde im März noch an der Hüfte operiert und wusste nicht, ob das gut gehen würde. Insgesamt werde ich nach mehreren Operationen inzwischen nur noch von Schrauben und Schienen zusammengehalten. In gewisser Weise schließt sich für mich jetzt aber ein Kreis, da ich vor ungefähr 35 Jahren in der Kreisklasse mit der Frauenmannschaft der Spvg. meine Trainertätigkeit begonnen habe. Damals trainierte ich einige Mütter der heutigen Spielerinnen.“ Bezüglich der eigenen Ziele gibt sich Blankert zurückhaltend: „Ich muss mich nicht mehr beweisen. Der Verein und die Mannschaft haben sicherlich auch das Potenzial, eine Liga höher zu spielen, so dass das Fernziel Oberliga realistisch ist.”

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