Fußball-Landesliga: Spvg. Steinhagen kann nach der Verpflichtung von Igor Sreckovic endlich planen
Neuausrichtung als Chance sehen – A-Liga ist kein Thema

Steinhagen (WB). Mit der Verpflichtung von Igor Sreckovic als Trainer für die kommende Saison haben die Verantwortlichen der Spvg. Steinhagen eine wichtige Entscheidung getroffen. Doch die meiste Arbeit steht ihnen noch bevor. Nun gilt es aus Akteuren, die auch ohne finanziellen Anreiz auflaufen, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.

Montag, 02.03.2020, 23:35 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 05:03 Uhr
Igor Sreckovic hat in Steinhagen als Trainer für die kommende Saison zugesagt. Vieles spricht dafür, dass die Spvg. dann Bezirksliga spielt. Foto: Thomas F. Starke

„In den nächsten zwei Wochen wollen wir mit allen Spielern sprechen“, sagt Andreas Wessels. Der Vereinsvorsitzende bestätigt die Zusage von drei Akteuren aus dem aktuellen Kader: Finn Reda, Louis Dingerdissen und Clemens Koepke. „Für junge Spieler, etwa aus der A-Jugend, bietet sich nun eine Perspektive, in Steinhagen höherklassig zu spielen. Das gilt auch für externe Kandidaten, die wegen der veränderten Bedingungen plötzlich eine Chance sehen“, sagt Wessels: „Es gibt viele positive Signale. Ich gehe aktuell von einem Grundgerüst von acht, neun Spielern aus. Aber es fehlen noch die Leuchttürme.“

Noch steht auch nicht fest, in welcher Spielklasse die neue Spvg. in der kommenden Saison antreten wird. Zwar ist das Team aktuell Landesliga-Schlusslicht, doch das rettende Ufer ist noch in Sicht. „Wir spielen erst einmal diese Saison zu Ende“, sagt Wessels. Und was passiert, wenn der Klassenherhalt geschafft wird? „Dann schauen wir zusammen mit dem Trainer und den Spielern auf den Kader und entscheiden, ob wir Landesliga oder Bezirksliga spielen. Über die A-Liga denken wir dagegen nicht nach.“

Fraglich ist zudem, ob es weiterhin eine zweite Mannschaft geben wird. Der aktuelle Coach Boris Mester hat bereits seinen Abschied vom Cronsbach angekündigt. Für zwei Teams müssten 40 Spieler zur Verfügung stehen. Doch nicht nur das. „Ziel ist es, auch eine Zweite und eine Frauen-Mannschaft zu melden. Doch dafür brauchen wir nicht nur Spieler, sondern auch Manpower im Hintergrund. Wenn nur Manpower für ein Team da ist, dann gibt es auch nur ein Team.“ Wessels, der nicht nur Vereinsvorsitzender ist, sondern schon seit einiger Zeit die Aufgaben des nicht vorhandenen Fußballobmanns mit übernehmen muss, macht so auf die fehlende Unterstützung aufmerksam: „Am Sonntag war ich der einziger Funktionär am Platz, der sich gekümmert hat.“

Drei Fragen an den künftigen Trainer Igor Sreckovic

Was hat bei der Entscheidung den Ausschlag gegeben, Trainer in Steinhagen zu werden?

Igor Sreckovic: Die Sportanlage ist perfekt, so eine Infrastruktur findet man im ganzen Fußballkreis nicht. Und für mich wird im Moment zu viel Schwarzmalerei betrieben. Steinhagen bleibt ein interessanter Verein.

 

Aber es ist offen kommuniziert worden, dass keine Zahlungen mehr in die erste Mannschaft fließen sollen...

Sreckovic: Aus Steinhagen nimmt ja ohnehin niemand viele Euros mit. Ich bin ein positiver Mensch und zuversichtlich, dass wir gute Jungs überzeugen können, mit Spaß und Gemeinschaft etwas bewegen zu wollen. Und vielleicht findet sich ja noch jemand, der ein paar Taler für die Mannschaftskasse übrig hat...

 

Wie sieht es mit externen Verpflichtungen aus?

Sreckovic: Da gibt es sicherlich einige Kontakte. Aber zunächst genießen die Gespräche mit den aktuellen Spielern Priorität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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