Fußball-Landesliga: Spvg. Steinhagen führt gegen starke Spvg. Brakel 2:0 – und rettet in der Nachspielzeit noch ein 3:3.
Jungeblodts Tore lassen hoffen

Steinhagen (WB). Mit einem frühen Tor schürt er die Hoffnung auf den ersten Sieg seit fünf Monaten, mit einem späten in der vierten Minute der Nachspielzeit hält er die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben: Tom Jungeblodt ist beim 3:3 (2:0) von Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen gegen den Tabellenvierten Spvg- Brakel der Mann des Tages. Die zweite gute Nachrichtung nach der Verpflichtung von Igor Sreckovic als Coach für die kommende Saison.

Sonntag, 01.03.2020, 23:59 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:03 Uhr
Tom Jungeblodt (Nr. 9) feiert mit Vorbereiter René Schäfer (rechts) sein erstes Landesliga-Tor. Zum 3:3 folgt der zweite Streich. Foto: Gunnar Feicht

Der Stürmer, den ein Kreuzbandriss von Oktober 2018 bis zum Jahreswechsel auf Eis gelegt hat, strahlt in seinem ersten Landesliga-Spiel über die volle Distanz die Torgefährlichkeit aus, die Schlusslicht Steinhagen so lange gefehlt hat. Die Partie gegen den klar favorisierten Gast beginnt für Steinhagen unter schlechten Vorzeichen: Nach dem Ausfall von Ridvan Cinar melden sich am Spieltag auch noch Pascal Hanna, Winterneuzugang Helpin Ebrahim und Marcel von Domaros krank.

Doch diesmal schlägt der Abstiegskandidat den Gegner schon nach vier Minuten mit den eigenen Waffen, schaltet nach einem gewonnenen Zweikampf von René Schäfer an der Mittellinie blitzschnell um und Jungeblodt jubelt das erste Mal. Die Platzherren stehen in der Folgezeit zwar unter Druck, strahlen dank des Torschützen aber auch selbst bei Kontern immer Gefahr aus. Die zweite Sturmspitze Atilla Mert geht zwar weite Wege, bleibt aber harmlos. Gegen Brakels schnelle Offensivkräfte schwimmt die Abwehr der Platzherren zwar zeitweise, bringt bis zur Pause aber immer einen Fuß dazwischen oder weiß den sicheren Keeper Julian Pohlmann auf dem Posten. Die Co-Produktion der beiden Eigengewächse Rajic und Reda bringt kurz vor der Pause sogar das 2:0. Schade, dass Steinhagen die ersten zehn Minuten nach der Pause verschläft. Nachdem Kapitän Dominik Kling aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld vorgerückt ist, gelingt den Gäste binnen acht Minuten der Ausgleich. Kling dreht per Freistoß zum 3:2 sogar das Spiel – verdient inzwischen, weil Steinhagen kaum noch Entlastung zustande bringt. Mit der Einwechslung von David Cinar stellt Spvg.-Coach Mario Lüke für die Schlussminuten auf 3-4-3 um – und hat Erfolg: Der einzige gefährliche Torabschluss der zweiten Halbzeit bringt das 3:3. Steinhagens Coach weiß, dass dies trotz 2:0-Führung glücklich ist, lobt aber zu Recht: „Großes Kompliment für Einsatz und Moral – gerade unter den schwierigen personellen Voraussetzungen haben wir vollem eine starke erste Halbzeit gespielt.“

Steinhagen: Pohlmann - Hornberg, Müller, Hikmat Sulaiman, Schäfer - Reda (78. S. Sahin), Winder (87. D. Cinar), Böhme, Rajic - Jungeblodt, Mert (65. Koepke).

Tore: 1:0 (4.) Tim Jungeblodt, eiskalt eins gegen eins vor dem Torwart nach Ballgewinn und Pass von Schäfer; 2:0 (45.) Finn Reda am zweiten Pfosten nach Flügelsprint und Hereingabe von Rajic; 2:1 (49.) Dominik Kling, halblinks frei im zweiten Versuch; 2:2 (53.) Lucas Morzonek, setzt sich nach Pass in die Tiefe gegen Hikmat Sulaiman durch und spielt Pohlmann aus; 2:3 (83.) Kling mit unhaltbarem Freistoß aus halblinker Position; 3:3 (90.+4) Jungeblodt, Kopfball ins lange Eck nach präziser Cinar-Flanke aus vollem Lauf.

So geht es weiter: So., 8. März, 15 Uhr Spvg. Beckum (A).

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