Handball-Verbandsliga: TuS Brockhagen enttäuscht gegen TSV Hahlen - Rot gegen Fabian Raudies und Axel Möws
Kopfstoß, Faustschläge und 29:34-Pleite

Steinhagen-Brockhagen (WB/vos). Die Handballer des TuS Brockhagen hatten gehofft, dass die 21:30-Niederlage beim Tabellenführer in Harsewinkel ein außergewöhnlicher Ausrutscher bleiben würde. Beim 29:34 (13:18) gegen TSV Hahlen ist der Verbandsligist aber nun erneut weit hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben.

Montag, 10.02.2020, 00:45 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 05:03 Uhr
Die nächste Bauchlandung: Paul Blankert und der TuS Brockhagen gingen beim 29:34 gegen TSV Hahlen leer aus. Foto: Sören Voss

„Wir sind mit Larifari angefangen. Dann war der Rückstand zu groß, um noch mal ranzukommen“, gab Rückraumspieler Christian Kalms nach Abpfiff zu Protokoll. Dass der Routinier ohne eigenen Torerfolg geblieben war, stand sinnbildlich für einen uninspirierten Heimauftritt. Der kurzfristig eingesprungene Reservekreisläufer Cedric Schröder (2) war einer der wenigen Lichtblicke in der enttäuschenden Offensive. Besonders negativ fiel die Rechtsaußenposition auf, wo Marian Clysters als Alternative ausgefallen war, weil er seine Freundin Sarah Kehde (Verdacht auf Kreuzbandriss im Damenspiel) ins Krankenhaus bringen musste. Ebenso schmerzlich vermisst wurde in der Abwehr Nico Stöckmann, der nach einer Verletzung aus dem Harsewinkel-Spiel noch immer mit Sehproblemen zu kämpfen hat.

Vor 180 Zuschauern bereitete den Brockhagenern aber auch der überraschend starke Gast Probleme. Hahlen, mit 13:17 Punkten angereist, lag zur Pause verdient 18:13 vorne, was auch daran lag, dass der TuS Linksaußen Luca Höltkemeyer (am Ende 12/3) und den wendigen Tjorven Wiese (8) nicht in den Griff bekam.

Auch der Seitenwechsel änderte am Spiel nur wenig, weshalb sich im TuS-Lager der Frust anstaute. Bei 17:23-Rückstand (41.) war Fabian Raudies von Hahlens Axel Möws im Gegenstoß festgehalten worden. Raudies spitzelte den Ball noch weiter, rauschte danach aber mit dem Kopf ins Gesicht des Gegenspielers. Dieser revanchierte sich mit zwei Faustschlägen. Die Schiedsrichter zeigten den Streithähnen jeweils die Rote Karte. „Damit sind beide gut bedient”, wertete Hahlens Henrik Thielking, „denn es war ein Kopfstoß, Axels Lippe ist aufgeplatzt. Dass er sich dann wehrt, ist nachvollziehbar.“

Brockhagens Trainer Timo Schäfer wollte die Szene ohne Blick auf die Videobilder nicht abschließend bewerten, kritisierte aber auch die mangelnde handballerische Disziplin seines Teams: „Wir haben kopflos gekämpft. Zum Glück hatten wir uns ein gutes Punkte-Polster erarbeitet. Aber im Training ist die Zeit des Fußballspielens erst mal beendet.“

Daten & Fakten

TuS Brockhagen: Süllwold, Meise; Koslik (1), Hundeloh (3), Motzkau (3), Blankert (2), Sonntag (7), Kalms, Raudies (4/1), Doherty (6), Freilich (1), Sötebier, Wörmann (1), Schröder (2).

TSV Hahlen: Meyer, Wilken-Johannes; Wiese (8), Klöpper (1), Becker, Eickenjäger (3), Bruns (5), Böker, Möws (4), Höltkemeyer (12/3), Kurz (1), Schilling, Kolbe.

Rote Karten: Raudies (TuS) und Mörs (TSV) nach groben Unsportlichkeiten (41.).

Stationen: 2:4 (7.), 7:8, 7:11 (18.), 9:11, 11:15 (25.), 13:18 (HZ), 16:20, 17:23 (40.), 19:27, 21:29 (49.), 29:34.

Zuschauer: 180. So geht es weiter: Sa., 15. Februar, 18:30 Uhr, Isselhorst (A).

Orkantief verbläst Steinhagens Hoffnung

Das aufziehende Orkantief „Sabine“ hat Sonntag zum Nachteil der Spvg. Steinhagen . einen Spielausfall heraufbeschworen. Die für den Abend angesetzte Partie gegen LIT Tribe Germania II sagten die Gäste mit Hinweis auf Sicherheitsbedenken bei An- und Abreise ab. Der Handball-Verband Westfalen hatte dies wegen der Unwetterwarnungen genehmigt. „Das passt uns natürlich überhaupt nicht, aber wir können es nicht ändern“, sagte Spvg.-Coach Michael Bohnemeier. Ärgerlich für die Spvg., dass sie ihren Aufwärtstrend von zuletzt 4:2 Punkten aus drei Spielen ohne Niederlage nicht fortsetzen konnte. Dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass LIT II derzeit mit schmalem Kader klar kommen muss und zuletzt mehrfach Spieler für die „Erste“ abstellen musste. Auch an diesem Sonntag wäre die Zweite wegen des fast zeitgleichen Drittliga-Derbys gegen Spenge nicht in Bestbesetzung aufgelaufen, weil bei LIT I fast der komplette Rückraum ausfällt. In einem Nachholspiel können die „Germanen“ auf eine erheblich bessere Besetzung hoffen.

 

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