Schwimmen: SC Steinhagen-Amshausen überzeugt beim ersten Auftritt in der 2. Bundesliga
Mit einem Kraftakt zum Klassenerhalt

Steinhagen (WB). Zwei Teams steigen ab. Doch die Schwimmerinnen des SC Steinhagen-Amshausen trifft es nicht. Sie haben sich beim ersten Auftritt in der 2. Bundesliga in Essen hervorragend verkauft. Nach 34 Rennen steht der SCSA auf dem sicheren zehnten Rang unter zwölf Teams. „Das war schon ein Kraftakt“, schüttelte SCSA-Coach Klaus Völcker den Kopf. Beim Test vor einer Woche fehlten schließlich Bette Buttwill, Nicola Winkler und Lucia Penzel. Das Trio gab grünes Licht, dafür wachte nun Johanna Heidemann mit dickem Hals auf.

Dienstag, 04.02.2020, 23:52 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 05:02 Uhr
Die Schwimmerinnen des SC Steinhagen-Amshausen haben bei ihrer Premiere in der 2. Bundesliga den Klassenerhalt gefeiert – von links: Nicola Winkler, Karolin Kuhlmann, Johanna Heidemann, Celestina Kansy, Bette Buttwill, Ramani Köppe, Lucia Penzel, Trainer Klaus Völcker und Ella Wagner.

Wenn Einzelsportler zum Team-Event, den Deutschen Mannschafts-Meisterschaften im Schwimmen (DMS), antreten, dann müssen sie verinnerlichen, dass jeder Punkt zählt, und nicht nur die Bestzeit. Daran erinnerte Völcker noch einmal eindringlich sein Team , bevor das Abenteuer 2. Bundesliga begann: Mit zwei Durchgängen und jeweils 17 Rennen – ein stressiger Tag von 9 bis 19 Uhr mit 1,5 Stunden Pause und einem SCSA-Einstieg nach Maß.

Völcker hatte seine zweitstärkste Dame, Ella Wagner (Jahrgang 2003), über 100m Lagen eingesetzt, was diese mit Bestzeit in starken 1:06,43 als Fünft- schnellste der zwölf Damen unterstrich. Bette Buttwill (2002) und Johanna Heidemann (2004) hatten anfangs Probleme, kämpften sich aber durch. Auf Nicola Winkler (86) war wieder Verlass. Über 100m Brust verpasste ihr allerdings ein laut Völcker schlecht stoppender Zeitnehmer eine um 6/10tel schlechtere Zeit. Das kostete Punkte und hatte Steinhagener Zeitkontrolle nach jedem Anschlag durch die Betreuerinnen Mariola Niegoth und Anne Völcker zur Folge. In ihren beiden weiteren Rennen „revanchierte“ sich die Masterschwimmerin mit starken Zeiten: 200m (2:49,76) und 50m Brust (0:35,40). Aus Stuttgart angereist traf Celestina Kansy (1995) erst am frühen Morgen in Essen ein, stopfte dafür aber im ersten Abschnitt die Schmetterlöcher (100 und 200m).

Dann folgte die stärkste SCSA-Phase mit zwei Altkreisrekorden von Ella Wagner (200m Lagen/ 2:23,87/400m Lagen/5:09,66) und Karolin Kuhlmann (95), die als zweitschnellste Sprinterin Top-Zeiten über 50m Schmettern (0:27,37), 50m (0:25,82), 100m Freistil (0:56,31) rausknallte. Dazwischen legte Lucia Penzel (2001) gleichmäßige 800m Freistil (10:16,78) nach. Den SCSA-Betreuern gelang es, ihre Schützlinge wieder in die Spur zu bekommen. Die 50m Rücken (0:31,22) von Johanna Heidemann waren schon wieder gut. Bette Buttwill ging über 400m Freistil mit langen Zügen richtig zur Sache und schaffte mit schnellen 4:45,90 fast eine Bestzeit. Das setzten die beiden auch im zweiten Abschnitt fort: Heidemann verpasste ihre 200m-Freistil-Bestmarke hauchdünn in 2:10,25, holte das über 400m in starken 4:45,19 aber nach. Buttwill steigerte sich über 200m Lagen auf 2:30,97, überzeugte auch im Freistilsprint (0:27,55). Ramani Köppe (2005) trumpfte beim Team-Debüt in den Sprints auf: 50m Brust (Bestzeit/ starke 0:36,21) und Schmettern (0:29,60). Karolin Kuhlmann schraubte nach Altkreisrekord über 200m Schmettern (2:25,23) ihr Punktekonto auf weit über 3000 Punkte. Ella Wagner stockte ihre Bilanz nach überzeugenden 100 und 200m Brust auf fast 3000 Zähler auf. Auf den drei Rückenstrecken holte Lucia Penzel viele wichtige Zähler rein. „Respekt, wie du das gemacht hast“, zollte Ella Wagner Anerkennung, wie Celestina Kansy nach den Kräfte raubenden 1500m Freistil trotz Kreislaufproblemen auch die 400m Lagen durchzog.

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