Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen bezwingt HSG Spradow im Schlüsselspiel mit 25:21
Erster Sieg nach fast vier Monaten

Steinhagen (WB/hosh). Joachim Vogel springt Tim Ansorge buchstäblich in die Arme, strahlende Gesichter bei der Spvg. Steinhagen: Nach fast vier Monaten haben die Handballer mit 25:21 (11:11) ge­gen HSG Spradow wieder einen Sieg erkämpft, geben das Verbandsliga-Schlusslicht an Hüllhorst weiter und sind bis auf einen Zähler an Spradow herangerückt.

Montag, 03.02.2020, 00:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 05:03 Uhr
Endlich wieder gewonnen: Zum ersten Mal seit dem 6. Oktober feiern (von rechts) Joachim Vogel, Tim Ansorge, Dennis Strothmann und Kevin Kasper einen Zwei-Punkte-Erfolg. Foto: Jens Horstmann

Nach der Pause kaufen die Gastgeber ihrem Gegner den Schneid ab. Jonas Maiwald rackert als Spitze der 5-1 Deckung, stört den HSG-Angriff wirkungsvoll. Dahinter machen auch seine Kollegen einen starken Job. Das Zusammenspiel von Spielmacher Marius Mühlbeier und Frederik Iffland am Kreis bekommt die Spvg. jetzt besser in den Griff. Der körperlich überlegene 100-Kilo-Hüne Iffland wird gestoppt. „Spradow hat das Kreisläuferspiel eigentlich nahezu perfektioniert. Aber nach der Pause haben wir es doch sehr gut im Griff gehabt“, lobt Michael Bohnemeier. Sein Trainerkollege Christian Blankert ergänzt: „Wenn die Jungs zusammenhalten, dann können wir fast gegen jeden mithalten. Heute haben sie 60 Minuten mit viel Herz und Leidenschaft verteidigt.“

Im Angriff „stechen“ die Außen. Dennis Strothmann hat schon in der ersten Halbzeit einige schwierige Würfen versenkt, nach der Pause zieht sein Pendant auf Linksaußen nach. Am Ende ist Jannes Gräser sogar bester Torschütze. Dank der guten Wurfquote von Außen öffnet sich im Laufe der zweiten Halbzeit die Deckung der Gäste immer mehr. Zu Beginn des zweiten Durchgangs bleiben diese Lücken noch ungenutzt, weil Joachim Vogel & Co. mehrfach „frei vor“ vergeben. So verpasst es Steinhagen zunächst, aus der guten Deckungsleistung frühzeitig Kapital zu schlagen.

Auch die Torhüterleistung von Philip Joswig hilft. Als Steinhagen mit einem 7:0-Lauf Mitte der ersten Hälfte auf 10:6 stellt (19.), profitiert das Spvg.-Team nicht nur von zahlreichen technischen Fehlern der Gäste, sondern eben auch von den Paraden Joswigs. Und zum Glück weiß Spradow den dreifachen Abwehr-Angriff-Wechsel nicht zu bestrafen. „Tim Ansorge ist ganz schlecht in die Partie gestartet, sodass wir Yannik Peperkorn als Mittelmann eingesetzt haben und gleich dreimal taktisch wechseln mussten. Aber Spradow hat es nicht zu nutzen gewusst und konnte nicht groß aufs Tempo drücken. Vielleicht wollten wir den Sieg am Ende einfach zehn Prozent mehr“, so Bohnemeiers Fazit.

Spvg. Steinhagen: Finkeldei (ab 53.), Joswig (bis 53.); Y. Peperkorn, Gräser (6), Strothmann (5), Maiwald (1), Vogel (5), Hofäcker, Retzlaff, Janzen (4), Wagner (2), Lakebrink, Ansorge (2/1).

HSG Spradow: Halstenberg, Scholz; Hülskötter (3/2), Kretschmann, Rauschen (2), Reiser (5), Mühlbeier (3), Niermann (1), Illi, Schirge, Hellmann (2), Pais Cardoso, Borcherding, Iffland (5).

Stationen: 1:3, 3:6 (11.), 10:6, 11:9, 11:11 (HZ), 14:14 (38.), 17:17, 21:17 (50.), 24:19, 25:21. Zeitstrafen: 1:5. Zuschauer: 200.

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