Handball-Verbandsliga: Personell gebeutelter TuS Brockhagen unterliegt Senden 26:27
Nach Aufholjagd nicht clever genug

Steinhagen-Brockhagen (WB/guf). Nach 55 Sekunden wuchtet Benny Doherty den Ball zum 1:0 ins Netz des ASV Senden. Es bleibt die einzige Führung für Handball-Verbandsligist TuS Brockhagen, Doherty scheidet schon nach gut zehn Minuten mit einer Fußverletzung aus: Eines der vielen kleinen Hindernisse, die sich nach einer packenden Schlussphase zur 26:27 (9:13)-Niederlage summieren.

Montag, 02.12.2019, 02:30 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 05:03 Uhr
Erst mit schwacher Trefferquote, dann wichtiger Faktor bei der Aufholjagd: Kai Daniel Uhlemeyer, routinierte „Aushilfe“ am Kreis. Foto: Gunnar Feicht

Neben den Langzeitverletzten Kröger und Wortmann fehlen Samstag Dennis Freilich und Abwehrchef Nico Stöckmann verletzt, der angeschlagene Fabian Raudies muss für Doherty frühzeitig auch als Vorgezogener der 5-1-Deckung ran. Für die Kreisläuferposition bietet Trainer Timo Schäfer Reserve-Coach Kai Uhlemeyer und den ehemaligen Kapitän Fabian Redecker auf, Paul Blankert beginnt im Deckungszentrum.

Die gut eingestellten Gäste aus Senden zeigen, dass sie nicht von ungefähr gegen Brake und in Isselhorst gewonnen haben. Mit ihrer offensiven Deckung, die den Brockhagener Rückraum in viele Zweikämpfe zwingt, bringen sie den gegnerischen Spielfluss immer wieder ins Stocken. Dafür finden die Brockhagener oft den Weg über den Kreis, die frühere Oberliga-Achse Kalms/Uhlemeyer funktioniert – aber Letzterer scheitert in Hälfte eins immer wieder an Torwart oder Alu. Auch bei Würfen von außen bleibt Gästekeeper Lukas Kümper stets Sieger, sodass Senden zur Pause 13:9 führt.

Doch die Brockhagener fighten: Yannick Sonntag (sechs Treffer in Hälfte zwei) findet Lücken, Kai Uhlemeyer trifft jetzt oder reißt zumindest Siebenmeter. Beim 16:17 ist die Partie offen, aber zwischen der 40. und 48. Minute häufen sich wieder Fehler, wobei auch die Routiniers eine unglückliche Figur machen. Sonntags Treffer zum 20:23 gibt das Signal zur finalen Aufholjagd, jetzt gelingen auch Treffer per Gegenstoß und von außen. Beim 24:24 scheint die Partie zu kippen, aber im hektischen Finale misslingt zu viel. Trainer Timo Schäfer ist geschafft, enttäuscht vom Ergebnis, jedoch nicht unzufrieden mit der Leistung: „Wir haben uns in der zweiten Hälfte gut reingekämpft, beim Remis steht es richtig auf der Kippe und wir hätten unter diesen schwierigen Umständen gewinnen können. Aber dann schlagen wir uns selbst: zwei Fehlpässe zum Kreis, einmal frei vergeben. Das Spielglück hatte heute Senden.“

TuS Brockhagen: Meise (bis 30./ab 47.), Süllwold (31. bis 47); Koslik, Hundeloh, Motzkau, Blankert (1), Sonntag (9), Kalms (1), Raudies (9/5), Doherty (1), Redecker, Soetebier (2), Uhlemeyer (3). Tore für Senden: Micke (7), Ei­lers (5), Hintze, Hüging (je 4), Schlögl (3), Ernst (2), Wiczorek (2/2).

Stationen: 1:0, 1:3 (7.), 4:5, 4:7 (16.), 7:8, 7:10 (21.), 8:12, 9:13 - 9:13, 14:15 (37.), 15:17, 17:18, 18:22 (47.), 19:23 (48.), 24:24 (53.), 25:26, 25:27 (59.), 26:27.

So geht’s weiter: Sa., 7. Dezember, 18 Uhr HSG Spradow (A).

n Die Mitteilung hätte der TuS lieber mit einem Sieg garniert, aber unabhängig vom Ergebnis am Samstag setzt der Aufsteiger auf Kontinuität: Timo Schäfer bleibt auch 2020/21 Trainer der ersten Mannschaft.

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