Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen verliert deutlich gegen Brake
»Das erste richtig schlechte Spiel«

Steinhagen (WB). Das ging mal ordentlich in die Hose. Mit 22:31 (8:15) hat Handball-Verbandsligist Spvg. Steinhagen sein Heimspiel gegen den TuS Brake verloren. Dabei liefen die Gastgeber bis auf wenige Minuten nach dem Seitenwechsel der Musik fast komplett hinterher.

Sonntag, 03.11.2019, 23:50 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 05:02 Uhr
Joachim Vogel wird gestoppt. Spvg. Steinhagen verliert gegen TuS Brake 22:31 und rutscht auf den vorletzten Platz ab. Foto: Jens Horstmann

Entsprechend enttäuscht wirkte das Trainer-Duo Torben Gottsleben/Michael Bohnemeier nach dem Spiel. Bohnes Augen funkelten nur einmal kurz auf. Nämlich als der 5:1-Sieg seiner Eintracht Frankfurt über den großen FC Bayern am Samstag in der Fußball-Bundesliga zur Sprache kam.

Beim Gespräch über das Steinhagener Handballspiel herrschte dagegen Tristesse: »Brake hat mit neun Toren gewonnen und war auch diese neun Tore besser. Wir machen einfach jede Woche wieder die gleichen einfachen Fehler«, gaben die Trainer konsterniert zu Protokoll. Die 4:2-Deckung, mit der die Spvg. in die Partie gestartet war, erwies sich dabei als Rohrkrepierer. Brake zog schnell auf 6:3 davon (9.). »Wir mussten schnell wieder umstellen, weil es nicht gepasst hat. Aber es ist natürlich ärgerlich, wenn du wieder von Beginn an so ein dickes Brett bohren musst, weil du sofort mit mehreren Toren in Rückstand liegst«, resümierte Gottsleben. In der Offensive lief es nicht rund – und wenn es doch mal ein Wurffenster gab, fischte TuS-Keeper Mirko Seeliger ein paar Bälle gut aus den Ecken. Immerhin auf dieser Position konnte die Spvg. mithalten, Marcel Finkeldei parierte einige Mal ebenfalls stark und bewahrte sein Team vor einem noch größeren Pausenrückstand. Direkt nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Spvg. dann von ihrer besseren Seite. Die 6:0-Deckung zeigte enorme Beinarbeit und erschwerte den Gäste minutenlang die Würfe, wenn sie denn überhaupt eine Gelegenheit bekamen. Zudem war Finkeldei auch zweimal zur Stelle und plötzlich roch es beim 12:15 nach einem Comeback (37.).

Doch so schnell die Cronsbach-Crew herangekommen war, so schnell setzten sich die Gäste wieder ab (14:21/43.). Damit war der Wille der Spvg. endgültig gebrochen. »Wir haben ja auch mit 4:4-Punkten nicht nach oben geschaut. Wir wissen, wo wir stehen. Das war unser erstes richtig schlechtes Spiel diese Saison. Irgendwie sind wir nicht richtig aus der Herbstpause gekommen«, so Gottsleben abschließend.

Steinhagen: Finkeldei, Joswig; Ansorge (5), Janzen (1), Kasper, Lakebrink, Maiwald (1), Y. Peperkorn (2), Retzlaff (3), Strothmann (6), Vogel, F. Wagner (3), J. Wagner (2).

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