Fußball-Landesliga: Spvg. Steinhagen krasser Außenseiter in Espelkamp – SC Peckeloh bei Wundertüte Maaslingen
Erbitterte Gegenwehr leisten

Steinhagen/Versmold (WBguf). Mit ihrer Mühlenkreis-Route versucht die Region Minden-Lübbecke »Naturliebhaber, Wanderer Radfahrer und Erholungssuchende« anzulocken. Den beiden Fußball-Landesligisten aus dem Altkreis steht ebendort aber alles andere als ein Wellness-Wochenende bevor.

Freitag, 01.11.2019, 01:30 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 05:02 Uhr
Nach seinem Tor gegen Nieheim ist in Espelkamp vor allem Jonas Böhmes Lauf- und Kampfstärke gefragt. Foto: Stephan Arend

Preußen Espelkamp - Spvg. Steinhagen. »Diese Mannschaft wird mit deutlichem Abstand aufsteigen.« An Espelkamps Ausnahmestellung in der Liga gibt es für Mario Lüke keinen Zweifel. Die Schere der Leistungskurven beider Teams klafft derzeit extrem auseinander: Espelkamp protzt mit sieben Siegen in Folge (zuletzt 7:1 in Peckeloh), Steinhagen beklagt eine Serie von fünf Niederlagen im Kampf um Punkte. »Aber ich bin der Letzte, der sagen würde: Es geht nur darum, wie deutlich wir den Hintern versohlt kriegen«, bleibt Steinhagens Trainer kämpferisch. Er erwartet von seiner Elf einen Auftritt, »der von Anfang an Signale setzt, dass wir uns zerreißen wollen und mit Laufbereitschaft und Teamspirit alles tun, um etwas mitzunehmen«.

Den Gegner möglichst vom Tor wegzuhalten und eben kein frühes Gegentor zu kassieren wie Peckeloh beim 1:7 ist dabei die wichtigste Vorgabe – »denn Espelkamp hat mehrere Offensivspieler vom Kaliber eines Tobias Puhl«. Der Nieheimer Ex-Regionalliga-Stürmer hatte Steinhagen vor einer Woche bekanntlich zwei Gegentreffer eingeschenkt. Die angespannte Personallage der Spvg. wird sich bis Sonntag nur leicht, aber nicht gravierend verbessern: Marvin Gellermann kehrt nach verbüßter Gelb-Sperre zurück, Kapitän Thomas Winder konnte endlich wieder trainieren und hofft nach seiner Zwangspause auf ein Comeback. Dafür ist Ridvan Cinars Einsatz (Fußverletzung) sehr fraglich und Marcel von Domaros noch gesperrt.

RW Maaslingen - SC Peckeloh. »Die Tabelle lügt nicht«, heißt eine der ältesten Fußballweisheiten. Aber in diesem Fall traut Markus Kleine-Tebbe der Wertungsskala überhaupt nicht über den Weg. Auch den Spielern hat Peckelohs Trainer verdeutlicht, dass auf dem Naturrasenplatz in Petershagen-Maaslingen eine ganz unangenehme Auswärtsaufgabe bevorsteht: »Ich bin total überrascht, dass Maaslingen so weit unten steht. Die haben eigentlich eine unfassbar starke Offensivabteilung.«

Abgesehen von dem 2:4-Rückschlag gegen Brakel vor zwei Wochen hat der Westfalenliga-Absteiger dieses Potenzial im Oktober auch meistens abgerufen. Die Rot-Weißen verbesserten sich vom letzten auf den drittletzten Tabellenplatz und schaffte mit einem 5:0-Sieg über den Oberliga-Vierten TuS Ennepetal eine faustdicke Westfalenpokal-Überraschung.

Dies alles hat Markus Kleine-Tebbe vor Augen, wenn er eine sehr schwere Aufgabe erwartet. Die Peckeloher wollen jedenfalls beweisen, dass sie beim Debakel gegen Espelkamp unter Wert geschlagen wurden. Kleine-Tebbe: »Der Unterschied war zwar phasenweise nicht so krass wie das Endergebnis. Aber mir tut es am meisten für die Zuschauer leid, die sich auf ein umkämpftes Spiel gefreut hatten.« Über die Grundtugenden Griffigkeit, Aggressivität und Kampf wollen die SCP-Kicker nachweisen, dass sie nach wie vor zu den Kandidaten auf Platz zwei gehören. Abgesehen von Robin Sander, der sich demnächst über die Zweite wieder für ein Landesliga-Comeback empfehlen will, stehen alle Spieler zur Verfügung.

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