Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen besiegt Spenge II 27:16 (14:8)
Mit Mamas Schnitzel zu 23 Paraden

Steinhagen (WB/vos). Für jeden Gegentreffer unter der magischen 20-Tore-Grenze müssen Spvg. Steinhagens Torben Gottsleben und Michael Bohnemeier der Mannschaft einen Kasten Bier spendieren. Für das Trainergespann wird der 27:16 (14:8)-Heimsieg also teuer. »Bei zwei Trainern ist es zum Glück nur die Hälfte«, scherzte Gottsleben nach Abpfiff.

Sonntag, 06.10.2019, 23:59 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 07:14 Uhr
Mit der Kraft von Mamas Schnitzel: Kanada-Rückkehrer Philip Joswig ist mit 23 Paraden Steinhagens Matchwinner gegen Spenge. Foto: Sören Voss

Insgesamt war die Stimmung am Cronsbach glänzend – und das schon während des Spiels besonders auf der Tribüne beim Anhang von Philip Joswig. Zum Mittagessen hatte sich der Steinhagener Torhüter noch mit Mamas Schnitzeln gestärkt, am Sonntagabend feuerte dann der sechsköpfige Joswig-Clan den Nachwuchs im gelben Sweater an und kam aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Mit 23 Paraden war der Keeper Steinhagens Matchwinner. »Seit ich vor acht Wochen wieder eingestiegen bin, läuft es immer besser«, freute sich der 28-Jährige, der sich nach Kanada-Aufenthalt und der Liaison mit dem Eishockey aktuell zu einer festen Größe im Steinhagener Handball-Tor entwickelt.

Kurios: Eigentlich wollten die Steinhagener aus einer 6:0-Deckung agieren. Weil aber Leo Janzen aufgrund einer Adduktorenverletzung früh ausgefallen war, stellte die Spvg. auf 5-1 um. Ein Glücksgriff, denn mit dem Stör-Spieler hatte die Drittliga-Reserve große Probleme. Als logische Konsequenz der guten Abwehrarbeit kam Steinhagen so gut wie lange nicht mehr ins Gegenstoßspiel und lag nach 18 Minuten 11:4 in Führung. Dennis Strothmann, am Ende mit sieben Toren bester Schütze, münzte die Ballgewinne in Treffer um und holte zudem eine Rote Karte gegen Spenges Torwart Tobias Linke heraus (17.).

In Halbzeit zwei wurde es zäh, nach dem 18:10 (39.) mussten die 220 Zuschauer fast zehn Minuten auf ein Tor warten. Steinhagen hielt das Leistungsniveau der Startphase nicht, aber weil Spenge überraschend wenig Gegenwehr leistete, stand der erste Heimsieg frühzeitig fest. »Wir haben es richtig gut gemacht und auch in Phasen, in denen es nicht so gut lief, nicht den Kopf verloren«, lobte Coach Gottsleben. Seine Schützlinge waren übrigens gnädig: Ohne die vier Gegentore aus den letzten viereinhalb Minuten hätte es noch teurer werden können.

Spvg. Steinhagen: Finkeldei, Joswig; Ansorge (2), Gräser (1), Janzen (1), K. Kasper (2), Y. Peperkorn (2), Retzlaff (2), Strothmann (7), Vogel (3), Maiwald (4), Westerbeck, J. Wagner (3).

TuS Spenge II: Sarschizsky, Linke; Grintz (1), Mühlenweg, Preece (3), J. Gladisch (2), von Boenigk (3), Plöger, Kowarzik, Bahr, T. Gladisch (1), Schulz (2), Richter (2), Vogt (2).

Rote Karte: Linke (17./TuS II), soll im Gegenstoß gefoult haben.

Stationen: 3:3 (7.), 11:4 (18.), 13:5, 14:8 (HZ), 18:10 (39.), 20:10 (49,) 25:12, 27:16.

Zuschauer: 220.

So geht es weiter: 26.10., 19 Uhr, Hüllhorst (A).

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