Beachhandball-Turniere: In Brockhagen hilft gegen die Hitze die Feuerwehr, in Borgholzhausen die Gartenbrause Frisch geduscht und gut beschirmt

Steinhagen-Brockhagen/Borgholzhausen (WB). Wenn die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt, dann ist Einfallsreichtum gefragt. In dieser Hinsicht sind die Organisatoren beim 31. Handball-Sommerfest des TuS Brockhagen und beim 20. Beachcup des TuS Borgholzhausen titelreif.

Von Gunnar Feicht und Nico Seifert
Ein Haka in der Abendsonne: Frontmann Stefan Filges und die »Ströher Wonderballs versuchen beim Brockhagener Mixed-Turnier die Gegner mit dem Kriegstanz von Neuseelands Rugby-Team einzuschüchtern.
Ein Haka in der Abendsonne: Frontmann Stefan Filges und die »Ströher Wonderballs versuchen beim Brockhagener Mixed-Turnier die Gegner mit dem Kriegstanz von Neuseelands Rugby-Team einzuschüchtern. Foto: Elmar Neumann

Über dem Turniergelände an der Brockhagener Schule bläht sich Samstag und Sonntag ein riesiger grüner Sonnenschirm – befestigt an der Arbeitsbühne des Malerbetriebs Pohlmann mit 20 Meter langem Stahlarm und sorgfältig verspannt. »Das ist ein ehemaliger Lastenfallschirm der Bundeswehr-Luftwaffe, den wir bei Elektro Retzlaff ausgeliehen haben«, berichten Sebastian Bernhagen und Stefan Filges von der Turnierleitung.

Der Schattenspender gestaltet bei 35 Grad die Spielpausen erträglich, außerdem stehen zwei aufblasbare Schwimmbecken bereit und dreimal rückt der Feuerwehr-Löschzug Brockhagen an: Mit jeweils 1000 Litern werden nicht nur die Spielfelder gewässert, sondern die willkommene Dusche nimmt auch der Handball-Nachwuchs gerne mit.

Turnier übersichtlich

»Trotz der Hitze gab es nur wenige Absagen, mit 51 Teams sind wir zufrieden und haben viele positive Rückmeldungen erhalten«, resümiert Sebastian Bernhagen. Am Sonntag gibt’s für jeden beteiligten Jugendspieler ein Eis.

Beim Brockhagener Mixed-Turnier machen Freitag Abend die Turmbräu-A-Jugendlichen der TG Hörs­te das Rennen, ehe an den folgenden Tagen der jüngere Nachwuchs am Ball ist. Der TuS Borgholzhausen hat sein Juxturnier wieder am Samstagabend platziert und meldet unter den elf Teams eine Superstimmung: »In einer Polonaise über den Stadionrasen ging es von der Bratwurstbude zur Siegerehrung«, sagt Mitorganisator Friedhelm Piel begeistert. Der Piumer Kegelclub hat das Rennen gemacht – gespickt mit viel Handballtalent aus dem Piumer Damenteam (Lea Hopmann, Luka Wiedey, Jana Pfaffenrot) und aus der Männermannschaft um die Seelhöfers, um Niklas Dallmeyer und Dominik Schewe.

Genauso wichtig wie der Sieg sind indes der Gewinn des Fairness-Pokals für die »Schildis«, die lockere Atmosphäre und der rekordverdächtige Getränke-Umsatz. 37 Mannschaften tummeln sich im Lauf der drei Tage auf dem Beachfeld im Piumer Stadion – »und wir belassen es auch bei einem Feld, denn so bleibt unser Turnier übersichtlich und jeder – ob an der Getränkebude oder am Spielfeldrand – kann das Spielgeschehen beobachten«, sagt Friedhelm Piel. Sonntag Nachmittag wird die Gartenschlauchbrause abgedreht. Und mit den Aufräumarbeiten beginnt schon die Vorfreude auf den 21. Beachcup.

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