Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen bricht beim 27:39 gegen LIT II völlig auseinander
»Kollektiver Blackout«: So spielt ein Absteiger

Steinhagen  (WB/vos). Fassungslosigkeit am Cronsbach: Anstatt im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga einen Befreiungsschlag zu landen, hat Spvg. Steinhagen eine schallende Ohrfeige kassiert und das als »Pflichtsieg« ausgerufene Heimspiel gegen LiT Tribe Germania II nach indiskutabler zweiter Halbzeit 27:39 (15:15) verloren.

Sonntag, 07.04.2019, 23:29 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 09:40 Uhr
Der Mann im gelben Trikot als kleiner Lichtblick: Hannes Köhne verhinderte beim Steinhagener 27:39 noch Schlimmeres. Foto: Sören Voss

Wenn die treuesten Steinhagener Edelfans weit vor Abpfiff die Halle fluchtartig verlassen, wenn Trainer Torben Gottsleben in der Schlussphase mit verschränkten Armen nur noch permanent den Kopf schüttelt und wenn die Spieler flehend in Richtung Anzeigetafel blicken, weil der Abpfiff einer Erlösung gleichkommt – dann kann es kein alltägliches Spiel gewesen sein. »Ein kollektiver Blackout. Mir fällt dazu gerade wenig ein«, rang Trainer Gottsleben unmittelbar nach Abpfiff verständlicherweise um Worte.

Zunächst hatte auf diesen Einbruch wenig hingedeutet. Steinhagen erspielte sich aus einer guten Deckung heraus einige Chancen und holte zweimal einen Drei- Tore-Rückstand auf (von 0:3 auf 5:5/12. und von 7:10 auf 11:11 /23.). Hannes Köhne stach als Rückhalt heraus, Moritz Lünstroth traf regelmäßig von Rechtsaußen und Joshi Wagners Tor zum 15:14 brachte die Gastgeber kurz vor der Pause sogar erstmals in Führung (29.).

Aus der Halbzeit kam die Spvg. dann aber, als hätte ihr jemand in der Kabine einen Rucksack mit fetten Hinkelsteinen aufgeschnallt. Mit der Auswechselung von Hannes Köhne (Schmerzen im rechten Oberschenkel) fiel das Steinhagener Abwehrgebilde wie das berüchtigte Kartenhaus zusammen, diese Verunsicherung lähmte auch den Angriff. Plötzlich ging überhaupt nichts mehr. LiT, mit nur zwei Punkten mehr auf dem Konto und einigen Jugendspielern im Kader angereist, nahm die Spvg. nun völlig auseinander und hatte spätestens beim 6:0-Lauf zum 29:19 (48.) für eine Vorentscheidung gesorgt. Köhne, der inzwischen wieder eingewechselte Mann im gelben Trikot, sowie Lünstroth zeigten Verbandsliga-Format – alle weiteren Steinhagener Akteure hinterließen ein bemitleidenswertes und keinesfalls verbandsliga-taugliches Bild. Auch Menzi Schnadwinkel, als zusätzlicher Motivator auf der Bank, konnte das Debakel nicht verhindern. Torben Gottsleben verließ die Halle nachdenklich: »Wir müssen uns überlegen, wie es weitergehen soll. So geht es jedenfalls nicht.«

Daten & Fakten

Spvg.: Köhne (bis 31., ab 41.), Brüggemeyer (31.-41.); Y. Peperkorn (2), Maiwald, Lünstroth (9/4), Vogel (1), Lewanzik (3), Thiede (2), Janzen, Hofäcker, C. Peperkorn, Wagner (3), Lindemann (2), Ansorge (5).

Tore für LIT II: Ransiek (7), Meinking (3), Indeche (2), Bockermann (9), Weber (5/2), Gerling (7), Hehemann (4), Büsking (2).

Stationen: 0:3 (2.), 5:5 (12.), 7:10 (18.), 11:11 (23.), 15:15 (HZ), 15:18 (32.), 19:23, 19:29 (48.), 22:34 (55.), 27:39.

Zuschauer: 200. So geht’s weiter: Sa., 27. April, 18.30 Uhr TV Isselhorst (A).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6526762?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352973%2F4029442%2F
Gerüchte in der SPD: Esdar gegen Hartmann?
Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker