Handball-Verbandsliga: Nach der 24:29-Niederlage gegen Hahlen steht Spvg. Steinhagen mit dem Rücken zur Wand
Das große Zittern

Steinhagen (WB). Spvg. Steinhagen muss in der Handball-Verbandsliga weiter um den Klassenerhalt zittern. Das aufgrund der Handball-WM verschobene Heimspiel gegen den TSV Hahlen verlief aus Sicht der Cronsbach-Crew am Donnerstag alles andere als weltmeisterlich. Am Ende stand eine 24:29 (12:12)-Pleite zu Buche.

Freitag, 05.04.2019, 01:01 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 01:10 Uhr
Das darf doch nicht wahr sein: Trainer Torben Gottsleben und die Steinhagener Bank-Spieler verzweifeln beim 24:29 gegen Hahlen. Foto: Sören Voss

Hahlen wirkte zu Beginn wacher und ging mit 3:1, 6:2 sowie 9:5 (18.) in Führung. Gäste-Keeper Steffen Schumacher, auch schon beim TuS Brockhagen zwischen den Pfosten unterwegs, kaufte den Spvg.-Angreifern einige Bälle ab. Doch mit Verspätung fanden auch die Gastgeber immer besseren Zugriff. Dank konzentrierter Abwehr und gutem Keeper Hannes Köhne erarbeitete sich die Cronsbach-Crew Mitte der ersten Halbzeit einige Gegenstöße – und als sie diese dann besser im Ziel landeten, zog Steinhagen mit Steffen Thiedes Treffer zum 10:10 prompt gleich (23.).

Der eingewechselte Mika Retzlaff aus der Zweiten Mannschaft sorgte mit zwei Treffern vom Kreis dafür, dass die Spvg. nach der Pause den Gästen beim 14:14 auf den Fersen blieb (35.). Danach allerdings machten sich die Gastgeber das Leben selbst schwer. Der Torjubel zu Jan Philipp Lindemanns 16:16 war kaum verhallt, da zappelten schon drei Treffer zum 16:19 im Spvg.-Netz (40.). Die Spvg. spielte beileibe nicht schlecht und kam auch nochmals auf 20:20 heran (45.), letztendlich aber machte wohl das eigene Nervenkostüm der Spvg. einen Strich durch die Rechnung.

Der Druck, der auf den Steinhagener Schultern im Abstiegskampf lastet, war bis auf die Tribüne spürbar, als Dennis Strothmann, Christoph Lewanzik und Co. mit zitternden Händen gleich reihenweise beste Chancen kläglich vergaben. »Was wir verballert haben, war eklatant. Und das aus allen Positionen. Dagegen kannst du nicht anspielen«, bemängelte Steinhagens Trainer Torben Gottsleben später ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zieht.

Der Coach brachte in der Schlussphase noch Shooter Leonhard Janzen und Keeper Sebastian Brüggemeyer, die sich mit einem schnellen Tor bzw. einer Siebenmeterparade stark einführten. Doch selbst diese möglichen Initialzündungen brachten die verunsicherten Steinhagener nicht mehr in die Spur. Dem Tabellenvierten reichten eine solide Vorstellung sowie ein starker Keeper Schumacher und neun Treffer von Tjorven Wiese, um beide Punkte vom Cronsbach mitzunehmen. Gottsleben ehrlich: »Die Mannschaft ist jung und da flattern schonmal die Nerven, wenn man in einer Situation wie wir steckt.« Viel Zeit zum Grübeln haben die Steinhagener aber nicht: Schon am Sonntag empfangen sie LiT II.

Daten & Fakten

Spvg. Steinhagen: Köhne (bis 54.), Brüggemeyer (ab 54.); Y. Peperkorn, Lünstroth (4/2), Vogel (1), Lewanzik, Thiede (4), Janzen (1) , C. Peperkorn (1), J. Wagner (2), Ansorge (3), Lindemann (3), Strothmann (4).

Tore für Hahlen: Wiese (9/2), Böker (7), Kurz (4), Becker (3).

Stationen: 1:1, 1:3 (8.), 2:6, 5:9 (18.), 10:10 (23.), 12:12 (HZ), 13:14, 16:16 (40.), 16:19, 20:20 (45.), 21:23, 24:25 (54.), 25:27 (57.), 25:29.

Zuschauer: 120.

So geht’s weiter: So., 7. April, 17 Uhr LIT Tribe Germania II (H).

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