Basketball-Bezirksliga: FC Stukenbrock gewinnt 61:53 gegen BBG Herford 4
Kraftakt zum Sieg

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Mit dem 61:53-Sieg (19:12, 12:11, 18:10, 12:20) gegen BBG Herford 4 haben die Wombats einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf errungen. Wombats-Trainer André Walke ist aber alles andere als glücklich.

Freitag, 08.02.2019, 07:00 Uhr
Daniel Wölke (im roten Wombatsdress) und Thiemo Ernst (links) – hier im letzten Heimspiel gegen DJK Grün-Weiß Rheda zu sehen – müssen während des Spiels gegen BBG Herford 4 auf ihren Mannschaftskameraden Robin Formanski verzichten. Foto: Carina Teckentrup

Das Spiel gegen den direkten Abstiegsrivalen entscheiden die Stukenbrocker dank eines Kraftaktes für sich. Moritz Pohlmann, Paul Dreßler, Hans-Werner Schapansky, Thiemo Ernst und Philip Snelting. »Herford hat im Gegensatz zum Hinspiel eine stark veränderte Mannschaft aufgeboten, sodass wir auf die körperlich recht große Truppe der BBG auf den Faktor Geschwindigkeit und den Übergang von Verteidigung und Angriff und umgekehrt setzen wollten«, sagt Wombats-Co-Trainer Pascal Lideck. Das erste Viertel läuft für die Wombats nach Plan: Sie spielen schnell und konzentriert in der Offensive und setzen Walkes Vorgaben um. Herford kommt nur durch teilweise glückliche Dreier zu Punkten. Im zweiten Viertel verkrampfen beide Mannschaften und werden phasenweise hektisch – der Spielfluss geht flöten. So gewinnen die Gäste das Viertel mit nur einem Punkt mehr als die Herforder. Nach der Pause wollen die Wombats den Sack zu machen. Pohlmann dirigiert das Wombats-Spiel, Dreßler und Snelting übernehmen Verantwortung und sorgen für Zähler auf der Anzeigetafel. Das Resultat ist eine 16-Punkte- Führung.

Unnötigerweise lassen die Stukenbrocker den Gegner die ersten vier Minuten im Schlussviertel spielen und stellen sämtliche Offensivbemühungen ein. Dreßler, Snelting und Schapansky, die eigentlich schon auf der Bank Platz genommen haben, müssen doch noch einmal auf das Feld und dem FCS-Spiel wieder etwas mehr Nachdruck verleihen.

So fahren die Wombats mit einem Acht-Punkte-Sieg nach Hause. »Leider haben wir während des Spiels Robin Formanski verletzt vom Feld holen müssen. Die Diagnose Außenbandriss bedeutet wohl das vorzeitige Saisonende für den nächsten Leistungsträger bei den Wombats«, sagt Lideck. Walke ist zwar erleichtert, die wichtigen Punkte aus Herford mit zu nehmen, aber das Spiel seines Teams begeistert ihn nicht. »Sieg ist Sieg. Es ging für uns um vier Punkte: zwei, die wir gewinnen konnten, und zwei, die wir verlieren konnten. Wir nehmen den Punktgewinn so mit – Pflicht erledigt«, sagt der FCS-Trainer. »Traurig stimmt mich in erster Linie natürlich die Verletzung von Robin, aber auch der Umstand, dass wir in dieser Saison deutlich unter unseren Möglichkeiten spielen. Diese Herforder Truppe hätten wir letztes Jahr sicherlich deutlich höher geschlagen und dabei einen vernünftigen Ball gespielt. Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit ist uns völlig abhanden gekommen.« Hinzu komme das immense Verletzungspech, dass momentan alles ausbremse und blockiere. »Wir müssen auch feststellen, dass wir diese Ausfälle von Leistungsträgern nicht vollständig über den Kader kompensieren können. Da fehlt uns doch die Tiefe. Da die Wechselfristen abgelaufen sind, können wir in der aktuellen Saison auch nicht mehr reagieren. Für die kommende Spielzeit werden wir jedoch ganz aktiv nach Verstärkung suchen müssen«, sagt Walke. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Heute treffen die Wombats auf einen Bekannten: Mitaufsteiger TuSpo Rahden ist um 20.30 Uhr in der Sporthalle am Hallenbad zu Gast.

FC Stukenbrock Wombats: Paul Dreßler 22 (3/4 Freiwürfe, 3 Dreier), Philip Snelting 17 (1/3, 2 Dreier), Hans-Werner Schapansky 5 (3/4), Robin Formanski 4 (2/2), Michael Frerich 4 (1/3, 1 Dreier), Thiemo Ernst 4 (0/3), Moritz Pohlmann 3 (1/2), Daniel Wölke, Bleron Gela, Enes Kaya, Kai Günzel, Simon Belte.

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