Fußball-Testspiel: VfB verliert mit 3:4 gegen SC Wiedenbrück II
Disziplin geht flöten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es hat so gut angefangen, aber am Ende haben sich die Fußballer des VfB Schloß Holte die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Studtrucker verliert ihr drittes Testspiel mit 3:4 (1:0), nachdem sie eine 3:0-Führung in den letzten 30 Minuten vergibt.

Montag, 04.02.2019, 07:15 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 08:06 Uhr
VfB-Stürmer Zurkani Ajredini (im weißen Trikot) netzt zum 1:0 ein. Seine Kollegen Kevin Schubert und Kevin Kröger bringen den VfB noch zum 3:0, bevor dem Gastgeber jegliche Disziplin flöten geht. Der VfB verliert am Ende mit 3:4. Foto: Patrick Pollmeier

Das wurmt den VfB-Coach. »Ich bin ein bisschen sauer. Aber besser es passiert jetzt, als irgendwann in der Liga. Allerdings hilft uns so etwas beim Selbstverständnis im Spiel nicht.«

Ajredini und Schubert sorgen für eine 2:0-Führung

Dabei läuft es eine Stunde lang gut: Stürmer Zurkani Ajredini bringt seine Mannschaft nach 25 Minuten in Führung. VfB-Torhüter Feim Statovci hält den Kasten in der ersten Hälfte sauber. Nach dem Wiederanpfiff schickt VfB-Kapitän Kevin Kröger Ajredini, der Kevin Schubert zum 2:0 (47.) bedient. Schubert hat nur eine Minute später das 3:0 auf dem Fuß, zimmert den Ball aber weit neben den Wiedenbrücker Kasten. Und die Studtrucker-Elf ist weiter fleißig: Kröger steckt nur kurz darauf zu Weigmann durch, dessen Flanke aber keinen Abnehmer findet. Auch Robin Hofmann hat kein Abschluss-Glück und nutzt die Vorlage von Schubert nicht, der den Ball per Hacke von Kröger mitnimmt und flankt.

Kröger erhöht nach Konter auf 3:0

Der Kapitän nimmt es dann selbst in die Hand. Marco Weigmann gewinnt den Ball und läutet mit Tempo den Konter zum 3:0 (57.) ein, bei dem Kröger nur noch einschieben muss. Der Wiedenbrücker Torwart Pascal Müller verletzt sich dabei allerdings so schwer, dass er sofort ausgewechselt werden muss. Ein SCW-Spieler zieht sich die Handschuhe an. »Bis dahin lief es sehr ordentlich, unsere Tore waren gut vorbereitet. Dann müssen wir noch ein Tor machen«, sagt Studtrucker.

Mit dem 3:0 und der Verletzung des Torhüters haben wir komplett die Disziplin verloren

Stefan Studtrucker

»Mit dem 3:0 und der Verletzung des Torhüters haben wir komplett die Disziplin verloren«, zeigt sich der VfB-Trainer über die plötzliche Wende im Spiel ratlos. »Wir machen hinten Fehler, die gleichbedeutend mit Gegentoren sind«, sagt Studtrucker. Er sieht das 3:1 (60.) durch Dennis Heinrich nach einer Ecke als »Schönheitsfehler, der in der Saison so auf keinen Fall passieren darf«. Nur eine Minute später trifft Rostam Avdal zum 3:2 (61.). Wiedenbrück arbeitet 20 Minuten am Ausgleich. Mariusz Rogowski nimmt Weigmann schließlich den Ball ab und lässt ihn vom Pfosten in das VfB-Tor prallen – 3:3 (80.). Torwart Philipp Smerat, der in der zweiten Hälfte für Statovci eingewechselt wird, hat keinen Zugriff auf die Kugel.

Negative Krönung

Doch damit nicht genug: Beim 3:4 (86.) schießt der eingewechselte Stefan Elfers den Gegner an, der zum Siegtreffer abstaubt. »Wir kriegen keinen Ball mehr an die Erde, leisten keine läuferische Arbeit mehr im Mittelfeld und machen schon hinten beim Spielaufbau Fehler. Anstatt disziplinlos zu agieren müssten wir geduldig und sicher spielen«, bemängelt der 52-Jährige die letzten 30 Minuten der Partie. Maximilian Ulrich hat zwar noch die Chance auf den 4:4-Ausgleich in der 88. Minute, der SCW-Spieler zwischen den Pfosten hält aber sicher.

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