Hermannslauf: Johannhörster und Sommerfeld wieder schnellste Sender Friederike sorgt für Trainingsrückstände

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). 77 Läufer und acht Wanderer von Laufspaß SW Sende erreichten beim 47. Hermannslauf das Ziel. Obwohl er in diesem Jahr mit Problemen kämpfte, wurde Thomas Johannhörster erneut schnellster Sternchenläufer.

Von Carina Teckentrup
Strahlende Gesichter am Samstag: Die Hermannslauf-Starter können ihre Startnummern abholen. Am Sonntag ging es dann im Vereinsdress auf die Strecke.
Strahlende Gesichter am Samstag: Die Hermannslauf-Starter können ihre Startnummern abholen. Am Sonntag ging es dann im Vereinsdress auf die Strecke. Foto: Patrick Pollmeier

Der Vereinsrekordhalter (2016: 1:59:08 Stunden) blickt bei seinem siebten Hermannslauf in Folge nicht nur auf viele lila Sternchenhemden an der Strecke, sondern hat teilweise auch Sterne vor Augen. »Bis Kilometer 21 ging es mir gut, ab dem Schopketal hatte ich arge Kreislaufprobleme«, sagt Johannhörster. Er schleppt sich zum »Eisernen Anton«, wo ihm zuckerhaltige Limonade wieder etwas auf die Sprünge hilft. »Ich bin die Anstiege dann nur noch hochgegangen. Die Beine wollten zwar noch, der Kopf nicht mehr. Aber ich habe das Beste draus gemacht.« So kommt Johannhörster knappe vier Minuten später als im Vorjahr ins Ziel an der Sparrenburg. 2:03:51 Stunden braucht er für die 31,1 Kilometer lange Strecke, das bedeutet Platz 21 und den vierten Rang in seiner Altersklasse M30.

Zweitschnellster Laufspaßler wird Josef Schyra, der nach 2:14:03 Stunden einläuft und damit mehr als eine Minute langsamer ist als im Vorjahr. Dem amtierenden Sender Sportler des Jahres folgt Peter Kirschbaum mit 2:14:54 Stunden. »Er zeigt eine gute Leistungskurve«, freut sich Johannhörster für seinen Vereinskollegen. Auch Tobias Hillbrink zählt zu Johannhörsters Verfolgungsgruppe. Er kommt nach 2:16:06 Stunden an. »Die Gruppe war richtig gut. Die starke Präsenz im vorderen Feld ist eine gute Werbung«, sagt Laufsportexperte Peter Gehrmann. Vor allem Schyra verdient seinen Respekt. »In dem Alter und mit Schichtdiensten bringt er eine Bombenleistung.«

Als schnellste Sternchenläuferin kommt Nicola Sommerfeld nach 2:36:33 Stunden in Bielefeld an und verbessert damit ihre Zeit aus dem Vorjahr um fast zwei Minuten – persönliche Bestzeit! »Es war schwerer als erwartet. Die letzten zehn Kilometer waren die schlimmsten. Da habe ich gemerkt, dass das Tempo am Anfang hoch war«, sagt sie. Damit wird sie bei ihrer dritten Teilnahme Dritte in ihrer Altersklasse W45 – kurios: das bekommt sie aber gar nicht mit und verpasst die Siegerehrung. Linda Wendt (mit 2:27:49 Stunden in 2016 Vereinsrekordhalterin) kommt nach 2:45:52 Stunden ins Ziel. Christoph Aßmann, der für den TTSV Schloß Holte-Sende startet, ist mit 2:15:53 Stunden mehr als fünf Minuten später im Ziel als 2017. Wie geplant, denn: »Es war lange kalt und Sturm Friederike sorgte dafür, dass man erst Mitte März im Wald trainieren konnte«, sagt Laufspaß-Pressesprecherin Stefanie Frenzel.

David Smyrek vom Tri-Sport-Team Verl ist bei seinem zehnten Hermann nach 2:14:19 Stunden an der Sparrenburg. Im letzten Jahr brauchte er nur 2:07:00 Stunden. Kein Wunder: Er hat sich zwei Tage nach dem Halbmarathon in Hannover eine Oberschenkelverletzung zugezogen. »Der Start war lange ungewiss. Ich musste mich im Rennen relativ früh quälen«, berichtet der Personal Trainer. Seine Partnerin Lisa Weihmann erzielt mit 2:42:48 Stunden eine sehr gute Zeit.

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