Bezirksliga: SW Sende unterliegt SC Bielefeld 04/26 mit 1:2 Sende im Pech

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). SW Sende hat das letzte Spiel vor der Winterpause gegen den SC Bielefeld 04/26 mit 1:2 (1:0) verloren. Besonders brisant: Aus Sender Sicht pfiff der Schiedsrichter die Partie einige Minuten zu früh ab.

Marcel Müller schoss die Sender zunächst mit 1:0 in Führung, musste diese dann aber in der zweiten Halbzeit hergeben. Der SC Bielefeld 04/26 schoß zwei Tore. Bei den Sender Fans war die Leistung des Schiedsrichters umstritten.
Marcel Müller schoss die Sender zunächst mit 1:0 in Führung, musste diese dann aber in der zweiten Halbzeit hergeben. Der SC Bielefeld 04/26 schoß zwei Tore. Bei den Sender Fans war die Leistung des Schiedsrichters umstritten. Foto: Patrick Pollmeier

SW-Trainer Jürgen Prüfer hatte sich im Laufe des zweiten Durchgangs schon hinter die Bande verzogen und tigerte dort umher. Die Brisanz des Spiels erhitzte nicht nur sein Gemüt, auch die Zuschauer spürten die Spannung, die in der Luft lag.

Das Publikum hoffte noch auf den rettenden Ausgleichstreffer, nachdem die Bielefelder sich in der zweiten Halbzeit mit zwei Toren (50. und 73.) zur Führung schossen. Noch zur Pause lagen die Sender mit 1:0 in Führung. Man hoffte, diese ausbauen zu können und nicht, einen Rückstand wieder wettmachen zu müssen. Das gelang den Sendern aber nicht. Obwohl sie sich zum Ende der Partie einige Chancen erarbeiteten, fanden sie den erneuten Abschluss nicht. So ging es zum Beispiel Clemens Siekmann zu Beginn der zweiten Hälfte, der den Ball per Kopfball von Marius Brummel erhielt.

Das schoben die Sender Zuschauer vor allem auf den Schiedsrichter, der vermeintlich häufig gegen die Sender pfiff. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fing sich Sendes Simon Schröder eine gelb-rote Karte ein. »Zunächst hat der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen lassen und erst im Nachgang die gelb-rote Karte verteilt«, sagt Prüfer verständnislos.

Verfrühter Schlusspfiff

Das Fass zum Überlaufen brachte dann der verfrühte Schlusspfiff. Prüfer stürmte wutentbrannt auf den Platz in Richtung des Unparteiischen und zeigte auf seine Uhr. »Wir hätten zu diesem Zeitpunkt inklusive der Nachspielzeit noch etwa 10 Minuten zu spielen gehabt«, so Prüfer. »Der Schiedsrichter begründete seine Entscheidung damit, dass sich die Bielefelder bedroht gefühlt hätten. Ich habe natürlich nach dem Spiel noch mit den SC-Mitgliedern gesprochen und sie versicherten mir, dass sie sich keinesfalls bedroht gefühlt haben«, sagt Prüfer, der die Entscheidungen des Schiedsrichters »undurchsichtig« fand. Der Unparteiische habe schon während der Partie mehrfach damit gedroht, das Spiel abzubrechen.

»Der Mannschaft muss ich ein Lob aussprechen. Sie haben eine großartige Leistung gezeigt, alles gegeben und gut gegengehalten. Die Jungs haben meinen großen Respekt.«

Den erhielt auch Marcel Müller, der Torschütze zum Sender Führungstreffer in der 22. Minute. »Er hat den Ball in der gegnerischen Hälfte gut erobert und ist dann im Alleingang zum Tor. Er ist einmal hängen geblieben, konnte sich dann aber durchsetzen«, sagt Prüfer, dessen Team mit 11 Punkten auf Platz 14 überwintert.

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